Ein Jahr mit Antidepressiva

Ich nehme mittlerweile seit über einem Jahr Antidepressiva. Davor habe auch auch schon Schlafmittel genommen, weil ich durch meine Ängste nicht mehr zur Ruhe kommen konnte.

Wie ich das finde? Naja, natürlich würde ich gerne ohne Medikamente klar kommen. Aber leider schaffe ich das nicht. Noch nicht.medicines-1915621_960_720

Die Medikamente helfen mir, mich zu spüren und in die Zukunft zu schauen. Sie geben mir Überlebenswillen. Sie sind aber nicht das Wundermittel, dass sich einige wohl unter Psychopharmaka vorstellen. Nein, diese Medikamente sollen einen unterstützen, in dem was man für sich tut.

In meinem Fall wäre das die Therapie. Ich habe die Kraft, mich mit mir und meinen Problemen zu beschäftigen. Dadurch kann ich Fortschritte machen.

Anfangs, also die ersten zwei Wochen etwa, hatte ich sehr starke Nebenwirkungen. Kopfschmerzen und Schwindel. Mein Kreislauf wollte nicht so recht und ich war innerlich sehr unruhig. Der Arzt hatte mich allerdings darauf hingewiesen, dass diese Symptome die ersten Tage und Wochen auftreten können. Er sagte mir aber auch, dass sie spätestens nach drei Wochen verschwinden sollten. Wenn nicht, sollte ich wieder kommen.

Mittlerweile wurde die Dosis bei mir zweimal angepasst und mit der jetzigen fühle ich mich sehr wohl. Die Entscheidung zur Anpassung ist dabei immer vom Arzt und mir gemeinsam gefällt worden. Schließlich ist es mein Körper und ich möchte darüber – soweit ich kann – selbst bestimmen.

Wirklich wichtig ist da meiner Meinung nach, dass man nicht einfach blind schluckt, was der Arzt einem verschreibt. Man sollte nachfragen, Wirkungen und Nebenwirkungen besprechen. Kann das Medikament abhängig machen? Wie funktioniert es? Was sollte ich vermeiden, wenn ich dieses Medikament nehme? Verträgt es sich mit allen Medikamenten, die ich (eventuell) schon nehme? Gibt es vielleicht eine pflanzliche Alternative, die man zuerst ausprobieren könnte?

All diese Fragen gehören aus meiner Sicht gestellt. Und nicht nur bei Psychopharmaka, sondern bei allen Medikamenten.

 

Gruß und Kuss,

PiusLucius

 

6 Kommentare zu „Ein Jahr mit Antidepressiva

  1. Hey,
    also ich muss ehrlich mal sagen, dass ich von meiner Psychologin zum Glück nie Antidepressiva bekommen habe, da sie das auch nicht verschreiben konnte. Ich bin aber der Meinung, dass jeder wie du schon schreibst für sich selbst austesten sollte, ob es einem hilft und ob man es brauch. Ich weiß nicht so recht warum mir meine Ärztin nie welche von einem anderen Arzt empfohlen hat verschreiben zu lassen, aber es ist für mich das Beste gewesen, was mir passieren konnte. Ich hätte Angst, dass ich den Absprung von Medikamenten zu keinen Medis mehr nicht verkraften könnte. Ich verfolge dich auf jeden Fall weiter und drück alle Daumen.

    Liebe Grüße
    Saso

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für dein Feedback! Wenn du auch ohne Medikamente zurecht kommst ist es ja super! Erstrebenswert ist es ja nicht wirklich, Medikamente nehmen zu müssen und ich bin jedes mal froh, wenn ich etwas reduzieren oder ganz weglassen kann.

      Gruß und Kuss,
      PiusLucius

      Gefällt mir

    1. Zugenommen habe ich dadurch nicht und auch sonst habe ich keinerlei Probleme mit den Medikamenten.
      Hast du schon mal mit deinem Arzt darüber gesprochen? Es gibt ja verschiedene Wirkstoffe. Vielleicht ist ein anderer besser für dich geeignet.

      Alles Liebe

      Gefällt 1 Person

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