5 Benimmregeln für Hundehalter

Wer auf Facebook in verschiedenen Hundegruppen ist, oder auch sonst mit anderen Hundehaltern in Kontakt kommt, merkt schnell, dass sich in Sachen Hundeerziehung die Geister scheiden. Und zwar gewaltig!

Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht und mit Freunden geredet, was auf alle Hundehalter zutrifft und bin auf 5 Regeln gekommen, an sich jeder Hundebesitzer halten sollte.

Nein heißt Nein!

„Der tut eh nix“ Boah, wie ich diese Aussage hasse! Wenn der Besitzer des anderen (angeleinten) Hundes sagt, dass man den eigenen Hund nicht hinlassen, oder zurückrufen soll, dann macht man das bitte auch! Schließlich wird es einen guten Grund haben. Vielleicht hat der Hund eine (Sinnes-) Beeinträchtigung, ist im Training, mag keine anderen Hunde, oder oder oder. Es gibt schier unendlich viele Gründe. Man selbst möchte ja auch, dass die anderen dieser Bitte nachkommen und nicht mit Sprüchen kommen, wie zum Beispiel „Aber meiner wollte doch nur freundlich sein!“.

Hunde bleiben beim Besitzer!

Sogar etwas passend zum vorigen Punkt, ist folgende Bitte: Lasst eure Hunde bei euch!

Einerseits meine ich damit Situationen beim Gassi gehen. Also dass der Hund gefühlt meilenweit weg ist und andere Personen so eventuell gar nicht zuordnen können, zu wem das Tier gehört. Bedenkt, dass manche Menschen Angst vor Hunden haben!

Genauso ist es in meinen Augen ein Unding, den angeleinten Hund bei vielen Menschen weit weg zu lassen. Also wenn so viele Menschen unterwegs sind, dass es passieren kann, dass sie über die Leine stolpern, weil sie diese nicht sehen. Mir ist es auf einer Messe schon einmal passiert, dass ich mehrere Male in die Leine eines Hundes gelaufen bin, der bestimmt nicht nur für mich zum Stolperstein wurde.

Vor Supermärkten solltet ihr eure Lieblinge sowieso nicht alleine lassen. Abgesehen davon, dass ihr die Sicherungspflicht missachtet, kann es gut passieren, dass eure Fellnase geärgert wird, ein anderer Hund auf ihn losgeht oder er gar gestohlen wird. Viel zu oft sehe ich Hunde vor Geschäften sitzen, die eindeutig leiden!

Denkt da auch an eure Hunde – tut ihnen das nicht an…

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(Kinder-) Spielplätze sind tabu!

Ich dachte eigentlich immer, dass es selbstverständlich ist, dass Hunde auf Kinderspielplätzen nichts zu suchen haben. Spätestens die Beschilderung rund um die Spielplätze sollte es einem klar machen. Aber da habe ich wohl falsch gedacht.

Ich sage ja nichts, wenn man sich mit dem Hund am Rand eines uneingezäunten Spielplatzes auf eine Bank setzt und von dort sein Kind beim Spielen beobachtet oder was auch immer. Allerdings verstehe ich da auch jene Stimmen, die sagen, dass auch das nicht in Ordnung ist.

Aber ich verstehe nicht, warum manche Menschen die Vierbeiner mit zu oder gar auf die Geräte nehmen. Und damit meine ich nicht einmal unbedingt die Kinder, sondern Erwachsene! Hunde haben da aus mehreren Gründen nichts zu suchen. Sie können dort Kinder verängstigen oder sogar verletzen. Sie können dort ihr Geschäft verrichten, was wirklich nicht fein ist. Und sie können sich dort auch verletzen. Das alles, für ein paar „lustige“ Fotos? Keine so gute Idee.

Wege sind sauber zu halten!

Schon mal ins Glück getreten? Ja? Na dann weiß man ja, was zu tun ist: Die Notdurft des Lieblings wegräumen. Tut nicht sonderlich weh. Wirklich nicht! In den meisten Städten findet man mittlerweile auch an jeder dritten Ecken einen Sackerl-Spender, wodurch man nicht einmal mehr Geld für die kleinen Beutel ausgeben muss.

Also einfach einmal kurz in die Knie gehen und die Straßen sind um einiges sauberer.

Auch auf Spielwiesen hat der Halter die Verantwortung!

Ich lasse meine Hunde nur sehr selten in den sogenannten Hundezonen mit anderen Hunden laufen. Warum? Naja, viele Besitzer geben ihre Verantwortung scheinbar am Eingangstor ab. Dabei ist gerade dort der erste wichtige Punkt: Wenn schon ein Hund auf der Spielwiese ist, fragen, ob es okay ist, seinen eigenen dazu zu lassen! Es gibt schließlich zig Gründe, warum das keine so gute Idee ist.

Wenn der eigene Hund anfängt, die anderen boshaft zu ärgern, zu belästigen oder gar aggressiv wird, ist es höchste Zeit, ihn zu sich zu rufen und zu gehen. Hunde machen es sich nämlich nicht immer einfach untereinander aus!

Genauso sollte man sich um seinen Liebling kümmern, wenn man sieht, dass er sich mit den anderen nicht wohl fühlt. Es macht keinen Sinn, ihn zum Kontakt mit anderen zu zwingen, wenn er nicht will. Die Resultate können von verängstigten Hunden bis hin zu Aggression und Raufereien führen. Das ist es nicht wert.

Und auch hier: Bitte räumt die Haufen eurer Hunde weg!

 

Bleibt fair!

 

Gruß und Kuss,

PiusLucius

 

10 Kommentare zu „5 Benimmregeln für Hundehalter

  1. Hallo,
    als Hundehalterin bin ich auch immer wieder erstaunt, wie wenig Rücksicht andere Hundebesitzer meist nehmen. Oder wissen sie es oft einfach nicht besser? So oft stürmen fremde Hunde einfach auf uns zu oder wir treffen Hunde, die komplett alleine unterwegs sind …
    Wir wohnen auch direkt neben einem Spielplatz. Und es ist schon erstaunlich, wie viele Leute mit Hund (dafür aber ohne Kinder) auf demselbigen unterwegs sind …
    Ratlose Grüße, Lisa

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    1. Danke Lisa für dein Kommentar!
      Ja es gibt immer wieder Phänomene unter Hundebesitzern…ich denke da kann man nur versuchen selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen und das Beste daraus zu machen…

      Liebe Grüße,
      Pia

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  2. Ich habe einen Chihuahua, der gar nicht mal so ohne ist und ich hasse es wenn andere der Meinung sind nur weil es ein kleiner Hund ist, ich mit ihm einfach machen lassen muss. Hätte ich einen muskulösen PitBull an meiner Seite, würde ihn keiner ständig anfassen wollen oder seinen Hund frei herumlaufen lassen etc. Ich muss es nicht haben, dass sich Hunde ineinander verbeißen. „Der tut nix“ ist sehr oft nach hinten gegangen, wo ich genau wusste wieso ich meinen auf den Arm genommen hab und ihn nicht gelassen habe, weil ich die Körpersprache meines Hundes kenne. Solche Besitzer regen mich auf.
    Jeder sollte mal über deine aufgeführten Punkte nachdenken und sie beherzigen, finde ich! 😊

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    1. Stimmt, das Problem mit den kleinen Hunden kenne ich. Meine jetzigen Lieblinge sind alle relativ klein und so viele Leute glauben, sie einfach hochheben zu können oder sonst etwas. Bei unserem großen Hund ist das nie passiert. Den hat niemand ungefragt angegriffen

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  3. Vor meiner Musikschule ist eine kleine Wiese auf der die Leute nie die Hundehaufen aufheben. Dann rennen die Kinder durch und wir haben es in der Musikschule! Ich sage immer Bescheid dass sie das „Glück“ aufheben sollen!

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    1. Ja dieses Problem kenne ich nur zu gut … wir haben auch oft genug das Glück im Stiegenhaus verschmiert, weil jemand rein getreten ist … in meinen Augen wirklich nicht nötig

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  4. Schön dass du diese Punkte mal zusammen gefasst hast. Ich hoffe auch das es viele lesen! Ich halte mich stets an diese Regeln, weil ich diese als sehr wichtig empfinde. Zum Schutz meines Westies und zum Schutz anderer. Liebe Grüße ronja

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  5. Hallo Pia,

    ein sehr wichtiger und hilfreicher Beitrag, den sollte jeder Hundebesitzer lesen! Vieles kenne ich noch aus der Zeit, als wir einen Hund hatten.

    Viele Grüße

    Andreas

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