Nebenjob Lebensretter |PiusLucius

Eine lange Zeit habe ich Nachhilfe gegeben, um mir ein bisschen Taschengeld dazu zu verdienen.

Ein mühsamer Job. Ich musste oft quer durch die Stadt fahren, um zu einem Schüler zu kommen. Es war schwierig einen Termin zu finden, der für beide passt und je nach Nachhilfe-Kind war ich nach der Stunde oft fertig mit den Nerven.

Was bringt es, wenn ich mir den Mund fusselig rede und versuche dem Schüler die Aufgabe auf verschiedene Arten zu erklären, wenn der scheinbar kein Interesse daran hat, sich die Note aufzubessern. Vor allem bei den jüngeren ist mir so manches Mal der Gedanke gekommen, dass ein guter Pädagoge da wohl besser wäre…

Und dann wird, nachdem ich durch die halbe Stadt gefahren bin, fünf Minuten vor der Stunde abgesagt … jeah …

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich einfach nicht mehr wollte. Freunden und deren Kindern helfe ich gerne, aber das wars wohl mit dem Nachhilfe geben. Es nervt mich einfach zu sehr.

Nach einer Zeit habe ich angefangen, darüber nachzudenken, wie ich auf sinnvolle Art und Weise ein bisschen Geld dazu verdienen können.  So stieß ich aufs Plasmaspenden.

Blutplasma ist übrigens die Flüssigkeit, in der unsere Blutkörperchen und Blutplättchen schwimmen.

Ich ging also in eines der Spendenzentren und ließ mich untersuchen. Bin fürs spenden geeignet – juhuu! Also ab mit der Nadel in den Arm und damit Leben retten. Denn mit dem Plasma können unter anderem Medikamente hergestellt werden, durch die viele Menschen weiter leben können.

Und ich hab ja auch was davon. Abgesehen von der Zeitaufwandsentschädigung (hier in Österreich sind das je nach Zentrum 20-25€), werde ich regelmäßig durchgecheckt und habe das angenehme Gefühl etwas Gutes zu tun.

Vor einer Spende ist es sehr sehr wichtig, genug zu trinken. Schließlich wird dem Körper, je nach Körpergewicht, Flüssigkeit entzogen. Ich trinke an Tagen, an denen ich spende, locker drei Liter, manchmal sogar mehr.

Plasmaspenden rettet Leben
Es tut wirklich nicht weh 😉

Tipps, wie ihr genug trinken könnt, findet ihr hier.

Die Zeit während der Spende kann ich beispielsweise zum Lesen nutzen … durch die ganzen Hintergrundgeräusche empfehlen sich dazu Kopfhörer und die Lieblingsmusik. Denn die Geräte, die die Blutkörperchen vom Plasma trennen, piepen und surren. Krankenschwestern und Pfleger wuseln durch den Spendesaal, um nach den Spendern zu sehen. Ich zumindest kann mich da nicht so leicht auf ein Buch konzentrieren, aber die dreiviertel Stunde würde ich da ja doch gern nutzen.

Die Spende an sich ist nicht unangenehm. Klar, einem wird eine Nadel in den Arm geschoben, aber abgesehen von dem kurzen Stich einem leichten Fremdkörper-Gefühl ist da nichts Schlimmes dabei.

Nach der Spende ist es wichtig keinen Sport zu machen (oder sich anders anzustrengen). Im Zentrum sagen sie zwar, dass es am nächsten Tag wieder gehen würde, aber ich will auf Nummer sicher gehen. Manchmal will mein Kreislauf nämlich so, wie ich es will und so bin ich nach einer Spende auch schon mal umgekippt.

Das Plasma, dass einem abgenommen wird, ist übrigens nach 72 Stunden neu gebildet. Der menschliche Körper ist da recht fit. So kann man meines Wissens nach bis zu 50(!) mal im Jahr spenden gehen. (Ja, ich gehe nicht so oft dort hin, einfach weil ich meinen Körper damit auch nicht überfordern will)

 

Habt ihr einen Nebenjob?

Geht ihr Blut- oder Plasmaspenden? 

Erzählt mir davon 😉

 

Gruß und Kuss, 

PiusLucius

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