Von Zuhause aus arbeiten – Tipps und Tricks

Egal ob fürs Studium, für die Arbeit oder für den Blog – ich arbeite viel von Zuhause aus. Allerdings bin ich nicht gerade der disziplinierteste Mensch auf der Welt und musste mir daher so einige Tricks aneignen, damit ich trotz all der Ablenkungen und Verführungen, die in den eigenen vier Wänden lauern, produktiv zu bleiben.

Routinen – vor allem am Morgen

Regelmäßig und zeitig aufzustehen ist wohl mein wichtigster Tipp. Mein Wecker läutet an den Tagen, an denen ich etwas arbeiten möchte, immer um 6:25 Uhr. Bis um 8:00 Uhr nehme ich mir Zeit zum wach werden, esse gemütlich ein kleines Frühstück und bereite mich auf den Tag vor. Jeden Tag.

So wird es schnell zur Routine und kostet dadurch weniger Energie.

Raus aus dem Gammellook!

Auch wenn ich den ganzen Tag daheim sitze und mich niemand sieht, mache ich mich fertig. Für mich selbst.

Ich wasche mich, bürste meine Haare, ziehe mich an. Manchmal schminke ich mich. Die Kleidung, die ich auf meinem Arbeitsplatz trage ist meistens bequem aber alltagstauglich.

Auf alle Fälle muss ich raus aus dem Pyjama!

Im Prinzip durchlaufe ich morgens die gleiche Routine wenn ich außer Haus gehe und wenn ich in meinen eigenen vier Wänden bleibe.

Mein Arbeitsplatz ist quasi mein Büro und wer geht schon müffelnd in die Arbeit?

Ein Platz, der für die Arbeit reserviert ist

In der Wohnung in der ich momentan lebe habe ich kein Arbeitszimmer, nein noch nicht einmal einen Schreibtisch. Aber ich habe einen fixen Arbeitsplatz am Esstisch, den ich nur für produktives Arbeiten nutze. Wenn ich auf dem Esstisch essen möchte, dann setze ich mich an einen der anderen Plätze.

Natürlich könnte ich auch auf dem Sofa oder gar im Bett arbeiten, aber ich habe gemerkt, dass ich diese Orte dann nicht mehr mit Entspannung assoziiere und dadurch hat vor allem mein Schlaf gelitten.

Eine angenehme Arbeitsatmosphäre

Eine saubere und ordentliche Umgebung ist die Grundlage für eine gute Arbeitsatmosphäre.

Viele, so wie auch ich, können sich am besten konzentriert, wenn eine Geräuschkulisse im Hintergrund läuft. Also drehe ich mir ruhige Melodien ohne Text auf.

Mein Arbeitsplatz ist direkt am Fenster, was natürlich super ist, da ich so bei natürlichem Licht arbeiten kann. Allerdings bin ich von Bewegungen leicht abgelenkt, sodass ich das Fenster schräg im Rücken habe, um nicht bei jedem vorbeifahrenden Auto aufzublicken.

Diese Kleinigkeiten kann man für sich schnell herausfinden, indem man verschiedenes ausprobiert.

Ablenkungen entlarven und ausschalten

Jeden lenkt etwas anderes ab. Somit muss jeder erst einmal beobachten, was einen immer wieder aus der Konzentration holt.

Bei mir sind es vor allem Bewegtbilder, mein Handy und die Haustiere. Bei den Tieren ist es ein bisschen schwierig zu gestalten, aber beispielsweise mein Handy kann ich ganz einfach auf stumm schalten oder in einen anderen Raum legen.

Ich habe mir selbst auch verboten, YouTube Videos zu schauen, bevor ich Feierabend mache. Diese bringen mich in meinen Pausen dazu, zu sagen „Ach, nur noch dieses eine Video“ – es bleibt nicht bei dem einen Video…

Pausen nicht vergessen!

In meiner Matura-Lernphase hatte ich einen Tag, an dem ich so vertieft in meine Unterlagen war, dass ich vollkommen auf Pausen vergessen habe. Ich hatte mich in der Früh hingesetzt und plötzlich war es fast 20 Uhr! Ohne eine einzige Pause.

Dass mir danach ziemlich rasch alles zu Kopf gestiegen ist und ich fast das Handtuch geschmissen hätte, als ich mich am nächsten Tag wieder an den Tisch gesetzt hatte, ist da vielleicht verständlich.

Dafür wurde mir wieder umso mehr bewusst, dass Pausen wirklich wichtig sind. Nicht nur für uns, sondern auch für das was wir tun. Schließlich leidet ja auch die Arbeit darunter, wenn wir unkonzentriert sind.

Ich nutze dafür gerne einen Timer oder lege fest, nach wie vielen Kapiteln o.Ä. ich eine Pause einlege. Und auch in den Pausen stelle ich mir einen Timer, damit aus einer viertel Stunde nicht ein ganzer Nachmittag wird.

Ein schnelles aber nahrhaftes Mittagessen

Mit leerem Bauch arbeitet es sich nicht so gut. Aber daheim hat man auch keine Kantine.

Natürlich könnte man sich jeden Tag eine Scheibe Weißbrot in den Toaster schmeißen und Butter darauf schmieren, aber ganz ehrlich, das hält nicht besonders lange satt. Die Mittagspause mit einer ewiglangen Zubereitung zu verbringen, ist aber auch nicht ideal.

Super eignen sich Reste vom Vorabend oder schnelle Mahlzeiten wie Vollkornnudeln mit Sugo oder Pesto, Ofengemüse oder Couscoussalat.

Planung

Planung ist im Home-Office die halbe Miete.

Ich habe einen Tagesplan für die Tage, an denen ich außerhalb keine Termine habe. Diesen habe ich mir eingeteilt in verschiedene Zeitblöcke, die für produktives Arbeiten, Haushalt und Pausen reserviert sind.

Wenn ich Vorlesungen oder andere Termine habe, bastle ich die restlichen Zeitblöcke ganz einfach um diese herum.

Meistens schreibe ich mir am Vorabend eine Liste mit den Dingen, die ich am kommenden Tag abarbeiten möchte und so habe ich auch morgens nicht so sehr Schwierigkeiten mit meiner Motivation, da ich schon genau weiß, was ich zu tun habe.

Ein fixer Feierabend

Ebenso wichtig wie die Pausen erscheint es mir, Feierabend zu machen.

Natürlich könnte ich auch meine Vorhaben den ganzen Tag mit mir rumschleppen, schließlich habe ich niemanden hinter mir stehen, der mir auf die Finger klopft. Aber wenn ich mir einen Zeitpunkt festlege, zu dem ich Feierabend machen möchte, dann bin ich motivierter, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren, um vielleicht auch früher fertig zu sein.

So habe ich dann auch kein  schlechtes Gewissen, wenn ich abends die Beine hochlege und kann die Zeit mit meinem Liebsten genießen.

Wenn ihr noch Tipps habt, dann würde ich mich freuen, wenn ihr sie in den Kommentaren hinterlässt.

 

Gruß und Kuss,

PiusLucius