Warum nur noch Naturkosmetik? | PiusLucius

Der Übergang war bei mir fließend. Heimlich, still und leise habe ich immer mehr darauf geachtet, was in meinen Einkaufskorb landet.

Nicht nur, was meine Nahrung angeht, sondern auch in Sachen Kosmetik.

Und jetzt? Jetzt verwende ich nichts anderes mehr, als Naturkosmetik!

Aber warum gebe ich gerne ein paar Euro mehr für ein Produkt aus, wenn ich doch gar nicht so ein Kosmetik- und Make-upjunkie bin? Das hat egoistische, aber auch „Ökobraut“ Gründe:

Gute Gründe für Naturkosmetik

  • Mikroplastik ist tabu

Schon öfter habe ich von Mikroplastik geschrieben.

Als Mikroplastik werden kleinste (wirklich klein! Ich spreche vom Nano- und Mikrometerbereich) Plastikteilchen bezeichnet, die unter anderem in der Kosmetik oft zu finden ist. Wer denkt, dass so kleine Teilchen ja kein Problem sind, der irrt sich!

Diese winzigen Teilchen sind sogar noch schlimmer, als Plastiksackerl. Denn sie sind so klein, dass sie weder für Mensch noch Tier sichtbar sind. Sie geraden durch das Abwasser (Filteranlagen können so kleine Teile nicht auffangen) unter anderem in die Meere, wo zum Beispiel Fische sie ungehindert aufnehmen. So leiden aber auch die Menschen darunter, die die Fische essen. Schließlich ist Plastik alles andere als gesund.

Auch soll unsere Haut das Plastik aufnehmen.

Zertifizierte Naturkosmetik darf kein Mikroplastik nutzen. Das ist also auch in dieser Richtung schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

  • keine Tierversuche bei zertifizierter Naturkosmetik

Noch bevor ich großartig auf die Inhaltsstoffe geachtet habe, war es mir wichtig, dass die Marken, bei denen ich Produkte kaufe, keine Tierversuche durchführen. Irgendwann stieß ich darauf, dass zertifizierte Naturkosmetik keine Tierversuche durchführen darf. Viele (aber Achtung – nicht alle!) Produkte der Naturkosmetik sind auch vegan.

Da wäscht, cremt und schminkt es sich doch gleich mit einem viel besseren Gewissen.

  • natürliche Inhaltsstoffe

Zertifizierte Naturkosmetik darf nur das nutzen, was die Natur hergibt, wenn es ums beduften und färben geht. Rote Beete, ätherische Öle und Co. sind wesentlich besser und verträglicher, als andere Stoffe, die man gar nicht aussprechen, geschweige denn verstehen kann, wenn man sich die Inhaltsstoffe durchliest.

  • weniger Mogelverpackungen

Okay, das ist reine Beobachtung von mir, aber bis jetzt habe ich eigentlich kaum bis gar keine Mogelpackungen erwischt, wenn ich zu Naturkosmetik gegriffen habe. Das ist nicht nur für mich und meinen Geldbeutel gut, sondern auch für die Umwelt, da Aufwand und Nutzen ausgeglichener ist.

  • Abfallprodukte aus der Mineralölindustrie? Nein danke!

Na, habt ihr gewusst, dass in vielen konventionellen Kosmetikprodukten Abfälle der Erdölverarbeitung verwendet werden. Klingt g’schmackig, nicht war? Beispielsweise bei Paraffinen und Silikonen ist das der Fall.

Auf Dauer sind diese billigen und synthetischen Füllstoffe schädlich für die Haut –  sie wird spröde. Auch die Haare leiden darunter und werden brüchig.

In zertifizierter Naturkosmetik findet man keine solchen Inhaltsstoffe.

  • weniger Allergien – mehr Freude an der Pflege

Immer mehr Menschen reagieren allergisch auf die verschiedensten Kosmetikprodukte. Warum? Weil die menschliche Haut einfach nicht für die synthetischen Stoffe geschaffen ist.

In Naturkosmetik sind nur natürliche Stoffe, wodurch viel mehr Menschen sie vertragen.

Gerade der Bereich um den Mund herum ist bei mir sehr empfindlich. Von leichten Rötungen bis hin zum schlimm juckenden Ausschlag war bereits alles dabei. Bei Naturkosmetik traue ich mich sogar über Lippenstifte und hatte damit noch nie Probleme.

PiusLucius
Gepflegte Haut und Haare und sogar ein kleines bisschen Make-up. Alles mit ausschließlich zertifizierter Naturkosmetik.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Anreiz geben, in Zukunft ein bisschen mehr darauf zu achten, was ihr so nutzt und unterstützt. Beschäftigt euch damit. Euch und der Umwelt zuliebe!

 

Gruß und Kuss,

PiusLucius

Projekt Minimalismus – Kommt jetzt alles weg?

Hilfe ich wurde angesteckt!

Aber keine Sorge Leute, ich bin nicht krank oder so. Nein, ich finde sogar, dass es etwas Gutes ist, aber beginnen wir mal etwas weiter beim Anfang.

Wer mich kennt weiß, dass ich ein wahnsinnig unordentlicher Mensch bin. Ich bin eine absolute Chaosqueen und da ich viel zu viel Kram besitze, habe ich oft überhaupt keinen Überblick.

Mit der Zeit habe ich mich immer unwohler gefühlt und ich habe mich gefragt, was es ist, dass ich mich aber beispielsweise in der Wohnung meines Liebsten so wohl fühle.

Klar, es ist seine Wohnung und ich fühle mich in seiner Nähe generell wohl. Aber irgendetwas war da noch. Etwas, was ich bei manch anderen auch spüre.

Aber was war es?

Ich habe beobachtet und beobachtet.

Und dann wusste ich, was es war.

Der Minimalismus. Die Ordnung.

Mein Zimmer ist viel zu überladen und unordentlich. So sehr, dass ich in meinen eigenen vier Wänden nicht mehr zur Ruhe kommen kann.

Und wenn nicht da, wo dann?

Also habe ich mich dazu entschlossen, mich damit zu beschäftigen, was Minimalismus ist. Was Minimalismus für mich ist.

Kommt jetzt alles weg?

Klar, ich könnte einfach radikal alles raushauen. Aber ich bezweifle, dass es mir dadurch besser gehen würde.

Darum habe ich beschlossen, dieses Projekt Schritt für Schritt anzugehen.

Ich werde auf Etappen ausmisten und mich bei allem, was ich in die Hand nehme, fragen:

Brauche ich das?

Verwende ich es?

Macht es mich glücklich?

Ich weiß aber beispielsweise, dass ich einen Großteil meiner Bücher behalten werde. Einfach weil ich meine Bücher liebe. Trotzdem werde ich für einige ein neues Zuhause suchen, da ich jetzt schon sagen kann, dass ich sie nicht noch einmal lesen werde.

Erste Schritte

Vor ein paar Tagen habe ich mir meinen ersten Bereich vorgenommen.

Meine Kosmetikartikel.

Da hat sich, in der ganzen Wohnung verteilt, ganz schön viel angesammelt. Hab also erstmal alles zusammengesucht und ich eine Kiste getan.

Wer braucht so viel Handcreme?

Und warum habe ich zweimal exakt das gleich Gesichtsflurid?

Diese Fragen kamen mir unwillkürlich in den Sinn, als ich gesehen habe, was ich so alles gehortet habe. Eine meine Aufgaben wird es also sein, mal alles aufzubrauchen, beziehungsweise wegzugeben, wenn ich es nicht mehr verwende.

So sollte sich zumindest einmal dieses Problem langsam lösen.

Habt ihr auch viel zu viel Zeug, oder besitzt ihr nur das Nötigste?

 

Gruß und Kuss,

PiusLucius