Alles anders als geplant – Mein Jahresrückblick 2021

2021 ist vorbei – was für ein Jahr! Vieles hat sich getan und ich muss sagen, vieles war so echt nicht geplant. Beschweren kann und will ich mich trotzdem nicht.

Am Ziel vorbei ist auch geschafft

Ich bin ein Mensch der sich seine Ziele für die kommenden zwölf Monate brav im Kalender notiert. So werde ich immer wieder daran erinnert und kann darauf hinarbeiten.

Wenn ich mir jene Ziele ansehe, die ich mir für das vergangene Jahr gesetzt hatte, muss ich ehrlich gesagt ziemlich schmunzeln. So gut wie nichts davon habe ich erreicht und doch bin ich meinen großen Träumen um so vieles näher gekommen.

Wie das geht? Indem ich einfach alles über den Haufen geworfen habe! Noch vor einem Jahr paukte ich für das Lehramtsstudium, das für mich immer nur Plan B war und mich nie wirklich glücklich gemacht hat. Nebenbei begann ich, für meine Hundetrainerausbildung zu lernen und träumte davon, diesen Beruf irgendwann einmal ausüben zu können.

Mittlerweile habe ich das Lehramtsstudium über Bord geworfen und im Sommer habe ich mich als Hundetrainerin selbstständig gemacht. Das hat einiges durcheinander gebracht und ich stand vor gefühlt riesigen Problemen, die mir mal wieder gezeigt haben, was für ein tolles Netzwerk ich um mich herum habe, das mir immer wieder hilft die Lösungen dazu zu sehen und mir auch mal aus der Patsche hilft.

Planung wieder retour

In der Schulzeit war ich ein großer Fan von Kalendern mit Tagesübersichten. Ich brauchte den Platz um die verschiedenen Fächer zu koordinieren und mein Leben irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Dann im Studium wechselte ich zum Bullet Journal, bei dem ich alles gestalten konnte, ganz so, wie ich es brauchte. Mal waren es Tagesübersichten und manchmal passten ganze zwei Wochen auf eine Doppelseite.

Aus irgendeinem Grund bildete ich mir ein, dass es für das Jahr 2021 wieder ein fester Kalender sein musste….doch bereits nach kürzester Zeit war ich sehr unglücklich und so füllte ich ab dem 1. Mai wieder ein Notizbuch kunterbunt und doch strukturiert mit Terminen, Listen und Gedanken. Auch dieses Jahr ist es wieder ein Bullet Journal und ich kann mir nicht vorstellen, je wieder zurück zu einem „klassischen“ Kalender zu gehen.

Früher als gedacht

Nicht nur die Selbstständigkeit kam bei mir früher als gedacht. Auch mein Arbeitsplatz hat sich schneller verändert als geplant. Für mich war eigentlich klar gewesen, dass ich noch einige Monate, wenn nicht sogar Jahre, ausschließlich mobil arbeiten würde und mein Office würde auch der Küchentisch bleiben. Der Geldbeutel ist einfach zu leer für ein eigenes Grundstück und die Wohnung für einen eigenen Schreibtisch zu klein.

Da hab ich die Rechnung allerdings ohne Freunde und Bekannte gemacht! Direkt als ich mein Unternehmen angemeldet hatte, kam ein Bekannter auf mich zu, ich könnte doch ein ungenutztes Grundstück von ihm für ein paar Elemente des Hundetrainings nutzen. So verbrachte ich dann viele Stunden auf einem Stück Wiese und habe Brennnessel und Co. bezwungen, um mir ein feines Plätzchen zu schaffen. Dadurch habe ich viel früher als erwartet die Möglichkeit, in Ruhe mit meinen eigenen Hunden, aber auch mit denen von Kunden, auf den verschiedenen Geräten zu arbeiten.

Aber auch mein Arbeitsplatz zu Hause hat sich enorm verändert. Wie bereits erwähnt, saß ich Anfang letzten Jahres immer am Küchentisch, um zu lernen oder anderen Schreibkram zu erledigen. Irgendwann fand ich das ehrlich gesagt aber ziemlich anstrengend. Jedes mal musste ich alles komplett her oder zurück räumen und so war es für mich nie mein „richtiger“ Arbeitsplatz.

Im Herbst zogen dann Freunde von uns um und wir erbten einen kleinen aber feinen Schreibtisch und ein dazu passendes Regal. Die beiden Möbelstücke passen wie angegossen in eine Nische im Wohnzimmer und so mussten wir nur ein bisschen umstellen und mein kleines Home Office war geboren.

Wochenenden zum Weiterbilden

Im Zuge meiner Ausbildung muss ich einige Praxiswochenenden machen. Anfangs hatte ich ziemlich Angst vor diesen Seminaren. Lauter fremde Personen und zum Teil wollten wir uns auch ein Zimmer teilen und eine Fahrgemeinschaft bilden. In den Wochen vor dem ersten Vor-Ort Seminar hatte ich teilweise richtig Panik. Ich wusste nicht, wie ich das meistern sollte, so weit weg von daheim…Aber ich hatte nicht wirklich eine andere Wahl und so lernte ich so tolle Menschen kennen, die ich in meinem Leben nicht mehr missen möchte. Ein Haufen Hundefreaks, ganz wie ich auch einer bin.

Natürlich konnte ich auch einiges an Fachwissen von diesen Wochenenden mitnehmen und Motivation, für meine Grundsätze einzustehen. Diese Motivation und Bestärkung ist wichtig, denn leider ist es in der Hunde(-trainer)szene viel zu oft noch so, dass gegeneinander statt miteinander gearbeitet wird.

Neue Ziele setzen

Obwohl ich meine ursprünglichen Pläne 2021 nicht so umgesetzt habe, wie gedacht, bleibe ich dabei, mir Jahresziele zu setzen.

Beruflich möchte ich mein Angebot erweitern und auch finanziell sicherer aufgestellt sein – da ist bereits einiges im Gange und ich freue mich darauf, euch davon eventuell einmal etwas mehr erzählen zu können.

Aber auch was Bloggen und Social Media angeht, habe ich mir einiges vorgenommen und hoffe, dass ich meine Pläne gut umsetzen kann, schließlich gibt es jetzt nicht mehr „nur“ PiusLucius, sondern auch die Pfotentruppe – mehrere Kanäle zu koordinieren ist durchaus eine kleine Herkulesaufgabe.

Ich möchte auch wieder mehr lesen. 10 Bücher möchte ich mindestens beenden – diese Zahl dient mir als Ansporn. Letztes Jahr ging das nämlich in all dem Trubel ein bisschen unter, aber ich vermisse es, in fremde Welten einzutauchen und Helden dabei zu begleiten, wie sie die Welt retten…

Das war´s erstmal von mir – bis zum nächsten Mal!

Gruß und Kuss

PiusLucius

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