Bücher die ich 2020 beendet habe

Ich mag Bücher. Wer mich kennt der weiß das. Aber was lese ich eigentlich so?

Der fliegende Holländer – Richard Wagner

Ein Seefahrer, der dazu verdammt ist, das Kap der guten Hoffnung auf ewig zu umschiffen und ein Fräulein, welches ihm durch wahre Zuneigung von diesem Fluch erlösen möchte.

Eine Oper in drei Aufzügen, die ich bereits in der Schule gelesen hatte. Allerdings konnte ich mich nurmehr schlecht an den Inhalt erinnern, weshalb ich mich dazu entschied, das Reclam-Heftchen nochmals zur Hand zu nehmen.

Schluss.Mit.Plastik. – Martin Dorey

Ein Buch voller Fakten zu Plastik und etlichen Tipps, wie man es vermeiden kann.

Es liest sich super einfach und in einem Rutsch durch. Eine Empfehlung für alle, die bewusster mit der Umwelt und ihren Ressourcen umgehen wollen. Obwohl ich das Buch wirklich gut fand, habe ich es allerdings bereits aussortiert, da ich die meisten Punkte bereits in meinen Alltag integriert habe und nicht wirklich das Bedürfnis habe, es nochmals zu lesen.

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Die Welle – Morton Rhue

„Ein Unterrichtsversuch der zu weit ging“. Ein Lehrer zeigt seinen Schülern einen Film über den Holocaust und die Jugendlichen können nicht nachvollziehen, wie eine solche Dynamik entstehen kann. Daraufhin startet der Lehrer das Experiment „die Welle“, welches rasch außer Kontrolle gerät…

Ich kannte bereits die deutsche Verfilmung und war daher vor allem auf die Unterschiede zwischen Buch und Film gespannt. Und ehrlich gesagt…ich fand den Film besser. Keine Frage, ich bereue es nicht, das Buch gelesen zu haben, aber es kam mir doch irgendwie sehr viel „flacher“ vor als die Verfilmung.

Der letzte macht den Mund zu – Michael Buchinger

Anekdoten und Geschichten, warum die Menschheit wohl dem Wahnsinn verfallen ist und dass es doch verrückt ist, jedes Jahr seinen Geburtstag zu feiern.

Ganz ehrlich – Ich schaue mir gerne Michael Buchingers Videos auf YouTube an, denn ich mag den Humor des Wahlwieners. Und genau diesen Humor bringt er auch in seine Bücher ein – I love it!

Der Seelenbrecher – Sebastian Fitzek

Schöne, junge Frauen werden mit auf Papierschnipsel geschriebenen Rätseln aufgefunden. Die Frauen scheinen durch psychische Gewalt gebrochen und sterben kurz darauf. Und der Täter scheint in eine Psychiatrie eingeliefert worden zu sein, die wegen eines Schneesturms von der Außenwelt abgeschnitten ist….

Das war mein erster Thriller von Sebastian Fitzek und ich muss gestehen: Jetzt versteh ich den Hype um seine Texte!

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Blumen – Arthur Schnitzler

Der Ich-Erzähler aus Wien wird von seiner Geliebten betrogen und verlassen. Trotzdem ist sie nicht über ihn hinweg und lässt ihm auch in den Monaten nach der Trennung regelmäßig Blumen zukommen, bis sie schwer krank wird und verstirbt.

Wenn ich mich recht erinnere, war das mein erster Text von Schnitzler und er war ganz okay. Ja ich bin nicht wirklich Feuer und Flamme (vielleicht liegt das auch daran, dass ich den Text im Wartezimmer vom Zahnarzt gelesen habe, also beim Lesen nicht in der aller besten Stimmung war…). Aber trotzdem hat die Novellette mich irgendwie motiviert, mehr von Schnitzler zu lesen.

Alle meine Freunde sind tot -Avery Monsen und Jory John

Ein Bilderbuch. Kurz und vor allem charmant und irgendwie auch traurig.

Wäre das Büchlein allerdings nicht bereits im Regal meines Liebsten gestanden, hätte ich es wohl eher nicht gelesen, da die paar Seiten es mir nicht wert gewesen wäre, dafür großartig Geld auszugeben. (Versteht mich nicht falsch, natürlich haben auch Illustratoren das gute Recht, etwas zu verdienen, aber das ist einfach nicht so sehr mein Fall, für den ich bereit bin, mein Budget zu belasten.)

Lange Beine, kurze Lügen – Michael Buchinger

In diesem Buch erzählt Michael Buchinger von der einen oder anderen Notlüge und wie er mit ein bisschen Flunkerei an einen vergünstigten „Honey Moon“ Urlaub kam, ohne wirklich in den Flitterwochen zu sein.

Von den beiden Büchern von Michael Buchinger ist dieses mein Highlight gewesen. Dieses Jahr kommt auch ein weiteres Buch von ihm und ich freue mich schon sehr darauf, es zu lesen!

Endlich frei – Mahtob Mahmoody

Die Tochter von „Nicht ohne meine Tochter“ erzählt, wie es in ihrem Leben weiterging, nachdem sie und ihre Mutter Betty Mahmoody vor dem gewalttätigen Ehemann und Vater aus dem Iran. Sie berichtet, wie sehr sie trotz ihrer Freiheit nicht in Freiheit leben konnte.

Als ich vor über einem Jahr „Nicht ohne meine Tochter“ gelesen hatte, war ich von der Geschichte gefesselt und wollte wissen, wie es den beiden Frauen wieder zurück in Amerika ging. Bei meiner Recherche stieß ich auf das Buch „Endlich frei“ und habe es recht bald als Hörbuch gehört. Es war nicht so „spannend“ wie das Buch der Mutter, aber ich bin trotzdem wirklich froh, erfahren zu haben, wie es im Leben von Mutter und Tochter nach der Flucht weiterging.

Nichts. Was im Leben wichtig ist – Jane Teller

Ein Jugendlicher stellt fest, dass nichts im Leben wirklich von Bedeutung ist. Seine Klassenkameraden wollen ihn vom Gegenteil überzeugen und lassen einen „Berg der Bedeutung“ entstehen, der sie nicht nur die Grenzen des Gesetzes überschreiten lässt.

Das Buch habe ich auf Empfehlung einer Freundin gelesen, die es mit den Worten „Je größer der Berg wurde, umso verstörender wurde es und gleichzeitig fühlte sich jede Entscheidung der Schüler an, wie eine ganz logische Konsequenz.“ Und diese Aussage kann ich so komplett unterschreiben.

Emily. The strange – Rob Reger und Buzz Parker

Ein kleines Comicbüchlein mit der berühmten Emily The Strange.

Auch das stand schon im Regal meines Liebsten. Und auch dieses Büchlein hätte ich sonst wahrscheinlich nicht in den Händen gehalten.

9 1/2 perfekte Morde – Alexander Stevens

Alexander Stevens – ein Strafverteidiger, der auch aus dem Fernsehen bekannt ist – berichtet über 10 echte und aktuelle Morde, die trotz neuester Technologien nicht zu einer Verurteilung der Mörder geführt haben.

Das Buch (es lässt sich übrigens ganz wunderbar lesen) stand schon länger auf meiner Leseliste, da ich gerne die eine oder andere Truecrime Geschichte höre. Ich war erstaunt und schockiert und auf absurde Weise begeistert (also nicht von den Morden an sich, aber von den Hintergrundgeschichten).

Verhängnisvolle Affären – Alexander Stevens

In diesem Buch berichtet der Anwalt von Affären, die aus verschiedenen (und zum Teil sehr absurden) Gründen vor Gericht gelandet sind.

Ich war belustigt und manchmal doch auch angeekelt, als ich das Buch gelesen habe. Aber die Art, wie Stevens erzählt hat mich sehr gefesselt (darum habe ich ja auch dieses Werk von ihm direkt an das vorherige angehängt) und ich kann es echt nur empfehlen.

Kann man mal machen – Mirella Precek

Die YouTuberin „Mirellativegal“ erzählt unter anderem von ihrer Reise nach Lateinamerika, von ihrer Kindheit und spricht über die Arbeit als Contentcreatorin. Sie gibt einige Denkanstöße und klärt über die eine oder andere Sache auf.

Es war echt nett zu lesen und irgendwie war ich auf eine seltsame Art und Weise traurig, als ich das Ende des Buches erreicht hatte. Vielleicht liegt das daran, dass ich mich in dem einen oder anderen Kapitel wiedererkannt hatte.

Nochmal lesen werde ich es aber wohl trotzdem nicht.

Big Magic – Elizabeth Gilbert

Die Autorin von „Eat.Pray.Love.“ erzählt von ihren Erfahrungen von Kreativität und Inspiration. Fast schon eine Liebeserklärung ist das Buch und eine Motivation, seine kreativen Wünsche umzusetzen.

Mich hat das Buch motiviert. Es hat mich motiviert zu schreiben. Nicht unbedingt für die Öffentlichkeit, aber vor allem für mich. Zwischendurch, und sie häuften sich im Laufe des Buches, gab es aber auch Passagen, die sich gefühlt ewig gezogen haben

Every Day for future- David Levithan

Der Klimawandel ist Fakt. Aber was kann man konkret tun, um ihn nicht weiter zu befeuern? David Levithan zählt ganze 100 Dinge auf, die man für die Umwelt tun kann.

Das Buch ist für eine jüngere Zielgruppe gedacht, als ich es bin. Trotzdem habe ich die eine oder andere Sache dazulernen können. Aber auch viel Grundwissen ist in dem Buch zu finden – wer sich also mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen möchte und da vielleicht noch am Anfang seiner Reise ist, hat in „Everyday for Future“ einen wirklich netten Ratgeber.

Das war es auch schon mit den Büchern, die ich 2020 beendet habe. Was war euer Lesehighlight des vergangenen Jahres?

Gruß und Kuss

PiusLucius

Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek – Kurzrezension

„Der Seelenbrecher“ ist der erste Psychothriller von Sebastian Fitzek, den ich gelesen habe. Ich ging mit wenigen Erwartungen an das Buch heran, da ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, wie der Autor schreibt.

Seinen Verkaufszahlen nach zu urteilen, scheinen seine Geschichten aber Anklang zu finden.

Die Eckdaten:

ISBN: 978-3-945386-42-2

erschienen 2008 im Knaur Taschenbuchverlag

meine Ausgabe: 2. Auflage Februar 2017, Lizenzausgabe des Verlags Eder & Bach GmbH, München

288 Seiten

Der Klappentext:

Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den >>Seelenbrecher<< nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde.

Der Thriller selbst ist eine Patientenakte, welche ein Professor für eine „Studie“ seinen Studenten vorlegt.

Ein Textausschnitt:

03.26 Uhr

Es war ein Ballett des Grauens, aufgeführt von einem verwahrlosten Wahnsinnigen, der sich nicht mehr unter Kontrolle zu haben schien. Caspar kam es vor, als laufe die Inszenierung des Totentanzes in Zeitlupe vor ihm ab, doch in Wirklichkeit dauerte alles nur wenige Sekunden.

Es begann damit, dass Brucks Mund sich öffnete, langsam und kaulquappengleich. Sein linkes Bein zitterte spastisch, er hob den Fuß an und ruderte gleichzeitig mit beiden Armen, augenscheinlich, um das Gleichgewicht zu halten, was ihm aber wenig nutzte.

Dann krümmte er sich, als hätte ihm jemand einen Magenschlag versetzt, ein Arm erstarrte in der kreisenden Bewegung, der andere versuchte seinen Fuß zu berühren.

Bruck drehte sich, als wolle er, dass Caspar seine kümmerlich behaarten Beine von der Seite begutachten könne, und dadurch sah er sie.

Mein persönliches Fazit:

Wie bereit erwähnt, ging ich dieses Buch ohne große Erwartungen an. Anfangs fiel es mir ziemlich schwer, mich in die Geschichte einzufinden. Nach ein paar Kapiteln, als der „Horror“ begann, war ich dann aber so tief in die Geschichte versunken, dass ich zwischen den Abschnitten immer wieder (auch größere) Pausen einlegen musste, um zu verarbeiten, was ich gerade gelesen hatte.

Gegen Ende konnte ich das Buch dann aber doch nicht mehr so gut aus den Händen legen.

Spannend fand ich, dass Fitzek es geschafft hat, mich immer wieder auf die richtige „Fährte“ zu führen, um mich dann, als ich glaubte zu wissen, was die Hintergründe der Taten und der Studie waren, mit einem oder zwei Sätzen wieder von diesen Ideen abzubringen. Und das mehrmals!

 

Ich bin auf alle Fälle (wieder) auf den Geschmack gekommen, was Thriller betrifft und werde auch bestimmt ein weiteres Werk von Sebastian Fitzek lesen.

 

Gruß und Kuss

PiusLucius

Schluss.Mit. Plastik – Martin Dorey|Kurzrezension

Plastik und dessen Vermeidung sind Themen, welche immer relevanter werden.

Tiere verhungern mit vollem Magen und auch wir essen mehr Mikroplastik als uns eigentlich lieb ist… und so habe ich zu folgendem Buch gegriffen:

Sachbuch: Schluss.Mit.Plastik. Martin Dorey

deutscher Titel: Schluss.Mit.Plastik.

Originaltitel: No.More.Plastic.

Autor: Martin Dorey

Übersetzer: Martin Bauer

Wilhelm Heyne Verlag

ISBN: 978-3-453-60509-1

159 Seiten

 

Klappentext:

Mal schnell ein bisschen die Welt retten.

Zwei Minuten für leere Mülleimer.

Zwei Minuten für ein leichteres Gewissen.

Zwei Minuten für eine saubere Umwelt.

Endlich klare Informationen und leicht umsetzbare Tipps in einer immer unübersichtlicheren Flut aus Plastik.

 

Textausschnitt:

Ich habe schlechte Nachrichten: Die meisten Teebeutel enthalten Plastik. Ein harter Schlag für alle, die brav ihre Teebeutel kompostieren und jetzt ihren Garten mit Plastik gedüngt haben. Warum sagt man das uns erst jetzt?

Und Einwegkaffeekapseln? Dass ein ehemaliger Chef von Nespresso die Kapseln im Jahr 2016 als Katastrophe für die Umwelt bezeichnete, sagt ja wohl alles.

Die 2-Minuten-Lösung

  • Kaufe dir ein wiederverwendbares Teesieb und verwende lose Teeblätter. Die kannst du hinterher direkt auf den Kompost werfen – ganz wie gewohnt, nur ohne Pastik.
  • Inzwischen gibt es auch plastikfreie Teebeutel. Überprüfe, ob deine Beutel noch Plastik enthalten. Falls ja, wechsle die Marke.

Mein persönliches Fazit

Ich habe nicht einmal zwei Stunden gebraucht, um das Buch durchzulesen. Es ist geschrieben, als würde man sich gerade mit dem Autor unterhalten, vollkommen ohne das Gefühl, dass er einen belehren möchte.

Da ich mich schon länger mit einem nachhaltigeren Lebensstil beschäftige, waren viele Fakten und Alternativen keine Neuheiten für mich, trotzdem habe ich einige neue Infos aus dem Text mitnehmen können.

Die 30 „2-Minuten-Lösungen“, die am Ende des Buches nochmals aufgelistet sind, finde ich, neben den ganzen Fakten, sind eine super Inspiration, vor allem für diejenigen, die recht neu in der Thematik sind, aber auch diejenigen, die sich schon länger damit beschäftigen und da vielleicht manchmal den Fokus aus den Augen verlieren, sind die nette kleine Erinnerungen.

Ich kann jedem dem die Umwelt und die eigene Gesundheit am Herzen liegt einen Blick in das Buch empfehlen. Keine Sorge, es ließt sich wirklich schnell – ich bin weiß Gott keine schnelle Leserin…

 

Gruß und Kuss

PiusLucius

Das war mein 2019 – Ein Jahresrückblick

Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2020 und da bietet es sich super an, über die letzten zwölf  Monate ein wenig nachzudenken und euch zu erzählen, wie mein Jahr so war und welche Ereignisse mich geprägt haben.

 

Neue Menschen in meinem Leben

Ende März habe ich mich für ein Projekt der Wiener Kinderfreunde gemeldet, über das ich ein paar wirklich tolle neue Menschen kennengelernt habe, die ich in meinem Leben nicht mehr missen möchte.

Knappe acht Monate lang war ich Mentorin eines Burschen, dessen Eltern vor jetzt genau drei Jahren mit ihm und seinen Geschwistern nach Österreich geflohen waren. In dieser Zeit durfte ich so vieles lernen und ich bin wirklich glücklich darüber, auch weiterhin mit ihm und seiner Familie befreundet bleiben zu  können.

Technisches Museum wien
Gemeinsam mit meinem Mentee habe ich einige Ausflüge gemacht. Hier waren wir im Technischen Museum und er konnte ausprobieren mit einem Rolli zu fahren.

Reise ins Nachbarland

Eine Reise habe ich dieses Jahr mit meinem Liebsten gemacht. Es ging für uns nach München. Wir haben einiges gesehen, aber leider hat mich dann eine Magendarmgrippe erwischt… Leider ging sich keine weitere richtige Reise aus, aber  für 2020 ist schon etwas geplant.

Mit Mut aufs Festival

Zwar gab es keine weitere Reise im klassischen Sinn, aber ich habe mich getraut mit meinem Liebsten und einem befreundeten Paar auf dem Nova Rock Festival. Ich bin so happy, jetzt auch mal „die Ärzte“gesehen zu haben. Aber auch die vielen anderen Künstler fand ich richtig toll und den einen oder anderen Musiker habe ich neu für mich entdeckt.

Wie ich mit meiner Angststörung auf dem Festival klar kam, habe ich euch hier zusammengefasst.

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Ich bin immer noch richtig stolz auf mich, dass ich mich getraut habe!

Abschied nehmen

Die meisten haben es wahrscheinlich mitbekommen: meine Hündin Yoyo ist im Juli verstorben. Im Alter von fast 15 Jahren ist das nicht die große Überraschung, aber egal wie vorhersehbar so etwas ist, ist es doch immer ein Einschnitt im Leben.

Oft bin ich einfach dankbar für die Zeit, die ich mit ihr hatte, aber manchmal überkommt mich noch der tiefe Schmerz, den sie hinterlassen hat.

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Eines meiner liebsten Bilder von Yoyo

ein neuer Lebensabschnitt

Eine der größten Veränderungen in diesem Jahr ist definitiv mein Umzug gewesen.

Ich hatte große Ängste und Zweifel, ob es die richtige Entscheidung ist, zu meinem Liebsten zu ziehen, doch jetzt im Nachhinein kann ich klar sagen, dass es eine super Entscheidung war.

Alles verändert sich – Gefühlskarussell

mein Buchhighlight

Irgendwie habe ich dieses Jahr auch recht wenig (zumindest für meine ganz persönlichen Verhältnisse) gelesen. Aber trotzdem habe ich ein Buchhighligt für euch.

„Nicht ohne meine Tochter“ von Betty Mahmoody

Inhalt:

Betty reist in den 1980ern mit ihrem Mann und ihrer Tochter in den Iran. Eigentlich um Urlaub bei der Familie zu machen. Doch ihr Ehemann verändert sich und hält sie gefangen. Betty gelingt es, Kontakt zu einer Botschaft aufzunehmen. Diese können allerdings nur sie über die Grenze bringen. Nicht aber ihre Tochter. Also bleibt Betty bei ihrer Tochter und riskiert mehrmals ihr Leben, bis ihnen die Flucht zurück in die Heimat gelingt.

Mich hat dieses Buch so fasziniert, da es so ungeschönt und ehrlich geschrieben ist. Ich konnte mich wunderbar in Betty hineinversetzen und habe wahnsinnig mitgefiebert. Auch hat mich das Buch motiviert, ein bisschen zu recherchieren, was die politische Lage im Iran angeht.

aufs Video gekommen

Seit einigen Monaten beschäftige ich mich mehr mit Filmen und Videos. Ich probiere verschiedene Schnittprogramme aus und ein kleines Video befindet sich schon auf YouTube.

Mein Liebster hat mir einen Gimbal (kurz gesagt ein „intelligentes“ Stativ) geschenkt und ich habe sehr viel Spaß damit und ich glaube, dass ich da in den nächsten Monaten noch einiges filmen möchte.

So lief es auf dem Blog

Ihr habt mitbekommen, dass es 2019 recht ruhig hier auf dem Blog war. Ich hatte zum Teil einfach keine Ideen und zum Teil habe ich überlegt, ob und wie ich mit dem Internet weiter machen möchte.

Ich habe viel überlegt und mir Zeit genommen.

Deshalb oder auch trotzdem kamen insgesamt 15 neue Beiträge online (beziehungsweise einen habe ich komplett umgeschrieben und neu hochgeladen)

Die drei meistgeklickten Beiträge sind übrigens

  1. 5 Benimmregeln für Hundehalter
  2. Ein Jahr ohne Pille – Nie wieder Hormone nehmen?
  3. Wie jeder die Welt ein bisschen besser machen kann

Auf meinem instagram Account war folgendes Bild am beliebtesten:

Ethletic Shoes

Und um euch auf instagram nicht mit Tierbildern zu nerven, gibt es seit 2019 den Account „pfotentruppe“, auf dem es mehr oder weniger regelmäßig Bilder von den Hunden, der Mietzekatze und den Schildkröten gibt.

Ziele fürs neue Jahr

Ich setze mir regelmäßig Ziele, die meinen Werten und Wünschen entsprechen und versuche sie in bestimmten Zeitrahmen umzusetzen.

Ein paar Punkte betreffen den Blog. Über das Jahr verteilt wird es ein paar Neuerungen geben und vor allem sind wieder regelmäßige Beiträge geplant.

Außerdem möchte ich mindestens fünf Tage in der Woche vegan essen und nur noch an maximal zwei Tagen vegetarisch. Meiner Gesundheit, den Tieren und der Umwelt zuliebe.

Auch möchte ich meinen Müll weiter reduzieren und bewusster konsumieren.

Einige Ziele betreffen meine berufliche Zukunft. Es ist einiges geplant und ich möchte in diesem Jahr ein paar Dinge verändern…Ich möchte das tun, was mich glücklich macht!

 

Ich hoffe, ihr seid gut in 2020 gestartet!

Gruß und Kuss

PiusLucius

Neue Wagnisse und Panik im Kino – MoRü September & Oktober 2019

Hallo ihr Lieben!

Ich habe wieder viel zu erzählen. Dass viel passiert ist, habt ihr in meinem letzten Gefühlskarussell bereits gelesen, aber heute möchte ich euch einen genaueren Rückblick auf den September und Oktober geben.

Leben mit dem Liebsten

Ich bin umgezogen! Und zwar bin ich zu meinem Liebsten gezogen, was mir zum Teil doch recht Angst gemacht hat, aber jetzt lebe ich schon ein paar Wochen hier und es ist alles entspannt und meine Ängste haben sich zurückgezogen.

Momentan macht es mir auch total Spaß, gemeinsam mit meinem Liebsten Kleinigkeiten in der Wohnung zu verändern, sodass es sich immer mehr nach unserem gemeinsamen Zuhause anfühlt.

Und da Sweety mit hierher gezogen ist, können wir drei die Gegend erkunden und die Parks in der Umgebung unsicher machen.

Blogger für mehr Nachhaltigkeit

Im September habe ich bei einer Blogparade teilgenommen. Ihr wisst, ich interessiere mich sehr für das Thema Nachhaltigkeit und möchte auch die Welt ein kleines bisschen besser machen. Da habe ich den Aufruf der Parade genutzt und einige Punkte zusammengefasst, mit denen jeder die Welt ein bisschen besser machen kann. Und das ohne großen Aufwand!

Ich selbst beschäftige mich auch immer mehr mit dem Thema. Schließlich haben wir nur diese eine Welt und jeder von uns kann zu ihrem Erhalt beitragen.

Bäume pflanzen mit Ecosia
Bäume sind das Atmungsorgan der Natur und ein natürlicher Filter.

Sport ist (kein) Mord!

In den letzten Wochen war ich wieder bewusst beim Sport. Ich weiß gar nicht, warum ich das so habe schleifen lassen in den letzten Monaten. Das Gefühl etwas nur für mich und meine Gesundheit zu tun macht mich richtig glücklich! Und auch meiner Psyche tut es richtig gut. Egal, ob ich ins Fitnessstudio gehe, ein kleines Work-out zu Hause mache oder mal auch nur eine große Runde mit den Hunden unterwegs bin. Ich fühle mich danach richtig gut und auch im Gesamten sinkt mein Stresslevel.

Gesundheit

Leider war ich in den letzten Monaten immer wieder krank. Von Magen-Darm bis zur klassischen Grippe hatte ich gefühlt alles und das zum Teil mehrmals. Sehr wahrscheinlich ist das eine Folge des Stresses, dem ich ausgesetzt war.

Mittlerweile geht es mir zum Glück wieder viel besser. Unter anderem deshalb, weil ich mir mehrmals die Woche ganz bewusst Zeit für mich nehme.

Nichtsdestotrotz (huch, dieses Wort musste ich erstmal nachschlagen um mir sicher zu sein, wie man es schreibt und es sieht eeecht komisch aus!) werde ich mich jetzt auch wieder bewusster mit meiner Ernährung auseinander setzen, um meinem Körper auch auf Dauer etwas Gutes zu tun.

Tierarztbesuche

Aber nicht nur ich war gesundheitlich angeschlagen. Die liebe Flocke hatte Verletzungen an den Augen (erst nur auf einem, dann auch auf dem anderen), die vermutlich von ihrer wilden Art zu spielen herrühren. Die Bindehaut war zum Teil durchstoßen, was viele Tierarztbesuche und Medikamente zur Folge hatte.

Flocke
Die Augen mehrmals täglich einzusalben und das über zwei Monate hinweg war natürlich nicht gerade das Lustigste am Tag, aber es hat sich gelohnt

Das war natürlich kosten- und vor allem zeitintensiv, aber wir waren diese Woche bei der letzten Kontrolle, denn in den zwei Monaten konnte alles gut abheilen.

Ich hoffe nur, dass auf die kleine Maus keine schlimmeren Verletzungen zukommen. Denn wir können sie ja nicht vom Spielen abhalten….

Ein Wochenende voller Feste

Bei uns im Dorf war Oktoberfest – die „Weißwurstparty“. Dieses Mal kam mein Liebster mit und ich war fast überrascht, dass es ihm gefallen hat.

Und wie jedes Jahr im September haben wir in Eggenburg eine „Zeitreise ins Mittelalter“ gemacht. Leider war es an dem Wochenende sehr verregnet, wodurch wir nicht alle Schaustellungen sehen konnten, die wir wollten, aber das Spektakel „Ritterturnier“ konnten wir uns ansehen.

Film

Filmtechnisch kann ich über September und Oktober nicht viel sagen. Obwohl ich sogar einmal im Kino war. Mein Liebster und ich hatten unseren dritten „Kennenlerntag“ (wir feiern Jahrestage nicht wirklich, aber wir zelebrieren die Jährung unseres ersten Dates.

Dieses Jahr sind wir die Donau entlang spaziert und dann ins Kino. Da waren wir aber nicht lange, denn ich bekam Panik. Mein Liebster hatte „Ready or not – auf die Plätze, fertig, tot“ ausgesucht und ich hatte den Fehler gemacht, mir den Trailer nicht vorher anzusehen.

Denn im dunklen Kinosaal, in dem ich den Film ja nicht einfach mal pausieren kann, um kurz durchzuatmen, war mir die Vorstellung einfach zu viel.

Auch wenn mich das schlechte Gewissen etwas geplagt hat, sind wir raus und durch die halbe Stadt nach Hause spaziert. Der Abend lief anders als geplant, aber es war trotzdem schön und sobald wir das Kino hinter uns gelassen hatten, ging es mir auch schon ein gutes Stück besser.

Erste Begegnung mit Sebastian Fitzek

Ihr wisst, ich bin ein großer Bücherfreund und lese wahnsinnig gern! So habe ich natürlich schon vom Autor Sebastian Fitzek gehört, aber noch nie etwas von ihm gelesen. Bis jetzt. Denn ich habe in einem offenen Bücherschrank „Der Seelenfresser“ von ihm entdeckt und dachte mir, da könnte ich ja mal reinlesen. Zwar habe ich das Buch noch nicht fertig gelesen, aber ich glaube ich bin schockverliebt!

Wie waren die letzten Monate bei euch?

Gruß und Kuss

PiusLucius

„Kauft Leute“ – Kurzrezension

Kauft Leute

Kauft Leute – Jan Kossdorff

(unbezahlte Produktplatzierung – nähere Informationen am Ende des Beitrags*)

Titel: Kauft Leute

Autor: Jan Kossdorff

Milena Verlag

ISBN 978-3-902950-91

250 Seiten

Klappentext:

Kennen Sie das, wenn Sie etwas im Schaufenster anlächelt?

Am größten Shopping-Gelände vor der Stadt öffnet ein ganz neuer Markt seine Tore. Neu ist, dass seine Ware atmet, spricht und im Schaufenster posiert: HÜMANIA ist ein Kaufhaus, das Menschen anbietet.

Arbeiter, Liebhaber, Lebensmensch oder der ersehnte Nachwuchs – jeder bekommt hier was ihm oder ihr zum Glück fehlt.

Die Werbetexterin Caro braucht einen Neustart. Sie heuert bei dem massiv gehypten Megamarkt an – und muss sich bald die Frage nach ihrem eigenen Preis stellen.

So auch Christian. Der gestrandete Globetrotter tauscht seine Freiheit gegen einen Vertrag mit HÜMANIA. Und wird als Toyboy in eine Nobelvilla verkauft.

Eine Geschichte über die perfekte Vermarktung des Produktes Mensch und die Frage: Kann etwas, das vor aller Augenpassiert, trotzdem falsch sein?

„Gut“, sagte Christian, „in all den Fällen haben wir´s also mit klassischscheußlichen Partnerschaften zu tun, aber woran erkenne ich den anderen Typus? Dass er sein Spätzchen im Markt geholt hat?“ „Ich sag dir, woran du es merkst: Er wird es dir sagen! Jeder Mann, der das Geld für so ein Spielzeug hat, hat sich seine Frauen früher auch schon gekauft. Auf andere Art eben, und an anderen Orten. Er sieht keine Qualität darin, dass Leute glauben, sie wäre wirklich seine Freundin. Genauso wenig wie er sagen würde: ‚Schaut´s amoi, dieser Porsche ist mir zugelaufen, und weil er mich so gern hat, bleibt er bei mir!‘ Er hat den Wagen gekauft, weil er ihn besitzen wollte und ihn sich leisten kann, Gleiches gilt für sein Haser´l“

Mein Fazit:

Am Anfang war es für mich schwierig, mich in den Text einzufinden, aber ich war von Seite zu Seite mehr begeistert von „Kauft Leute“.

Es ist für mich ein wahnsinnig tolles Buch. Kossdorff hat es geschafft, mich an den richtigen Stellen zum Nachdenken zu bringen. Es ist Konsumkritik auf den Punkt gebracht.

Zwar waren nicht alle Protagonisten ganz so sympathisch, wie ich es mir sonst in Romanen wünsche, doch bei diesem Werk ist es auch gar nicht nötig, da die Protagonisten in dem Fall sogar austauschbar gewesen wären.

Ich schreibe übrigens ganz bewusst von mehreren Protagonisten, da der Roman aus mehreren Geschichten besteht, die am Schluss alle zusammen führen.

Die Geschichte hat mich gleich gefesselt, vielleicht weil sie genau so passieren könnte, wie sie von Kossdorff niedergeschrieben wurde. Vielleicht aber auch, weil es so absurd wirkt. Zumindest auf den ersten Blick… Erschreckend, aber ich würde es den Menschen zutrauen, schließlich ist auch jetzt im 21. Jahrhundert Sklaverei noch längst keine Vergangenheit…

Ich hatte das Buch sogar für meine Leseliste der mündlichen Matura aus Deutsch gewählt (ich durfte/musste noch nach dem alten System maturieren) und durfte „Kauft Leute“ bei meiner Prüfung vor dem Vorsitzenden interpretieren.

Ganz zart Beseitete sollten „Kauft Leute“ vielleicht mit etwas Vorsicht genießen, aber grundsätzlich würde ich sagen, dass man dieses Buch ab etwa 16 Jahren gut lesen kann und auch die Thematik versteht.

Welches Buch fandet ihr zuletzt einfach richtig gut?

Gruß und Kuss,

PiusLucius

(*Dieses Buch habe ich selbst erworben und ich stehe in keinerlei Verbindung zum Autor oder dem Verlag. Ich habe keinerlei Vorteile durch die Veröffentlichung dieses Beitrags.)