Was ich in 5 Jahren Therapie gelernt habe

Wie ihr wisst, bin ich in Psychotherapie. Mittlerweile sind es fünf Jahre, in denen ich regelmäßig zu Sitzungen mit meiner Gesprächstherapeutin gehe.

In der Therapie geht es nicht darum, dass meine Therapeutin mir Lösungen zu meinen Problemen gibt. Das kann sie auch gar nicht. Sondern sie gibt mir immer wieder Denkanstöße, indem sie mir die richtigen Fragen stellt, über die ich vor allem in der Zeit zwischen den Terminen nachdenke.

In den fünf Jahren habe ich einige Dinge gelernt und ein paar davon möchte ich in diesem Beitrag mit euch teilen.

Es gibt keine positiven oder negativen Gefühle

Für manche von euch mag das vielleicht gerade etwas komisch klingen. Was soll denn an Trauer, Wut und Angst positiv sein?

So einiges!

Angst schützt uns vor Gefahren. 

Trauer hilft uns, Verluste zu verarbeiten.

Wut zeigt uns, dass wir mit der Situation nicht zufrieden sind. 

Wir empfinden solche Gefühle oft als unangenehm und verurteilen sie daher schnell als „negativ“. Dabei sind auch diese Emotionen dazu da, uns zu schützen und gut durch unser Leben zu kommen.

(Deshalb ist es wichtig, diese auch zuzulassen. Nur wenn sie übermäßig und ohne „realen“ Grund aufkommen, sollte man dagegen vorgehen.)

Als ich noch sehr stark unter Angst und Trauer gelitten habe, wollte ich diese Sicht nicht wirklich wahrhaben, aber seit ich verstanden habe, dass diese Gefühle einen sinnvollen Ursprung haben, fällt es mir leichter damit umzugehen und daran zu arbeiten.

 

Auch unangenehme Gefühle vergehen

Alles ist vergänglich. So auch Gefühle. Angenehme Gefühle vergehen, aber eben auch unangenehme. Oft empfinde ich Gefühle als sehr schwer auszuhalten. Das führt schnell zu einer hohen Anspannung, die mich wiederum auf schlechte Gedanken bringt.

Meine Therapeutin sagt immer, wenn ich ihr von der Angst erzähle, die ich vor diesen Momenten habe: „Versuche dieses Gefühl auszuhalten, sitze es einfach aus. Auch wenn du schlechte Gedanken dabei hast. Deine Gefühle selbst können dir nichts tun und sie vergehen.“ 

Und ich muss sagen, dass sie recht hat mit ihrer Aussage. Auch wenn es manchmal richtig schwer ist zu glauben, vergehen auch die unschönen Zeiten.

 

Ich bin nicht verantwortlich für das Glück anderer

Oft habe ich mich sehr schlecht gefühlt, wenn jemand in meiner Umgebung wirklich unverständliche Entscheidungen trifft oder es der Person grundsätzlich schlecht geht, sich aber nicht wirklich helfen lässt.

Ehrlich gesagt überkommt mich da manchmal immer noch ein abgrundtief schlechtes Gewissen.

Ich kann ehrlich nicht sagen, wieso ich mich so dermaßen verantwortlich für andere fühle, aber es wird besser, denn ich habe gelernt, dass ich nicht für das Glück anderer Menschen verantwortlich bin, sondern nur für mein eigenes (und das meiner Tiere und später eventuell mal das meiner Kinder, aber das ist wieder eine andere Sache bezüglich Verantwortung und Abhängigkeit).

 

Ich habe das Recht NEIN zu sagen

Früher habe ich viele Dinge mit mir machen und über mich ergehen lassen, die ich so überhaupt nicht wollte. Ich ließ mir einreden, dass ich nicht zu widersprechen hätte, da ich sonst nicht geliebt werden würde.

Das macht über die Jahre ganz schön kaputt und ist einer der Gründe, warum ich zur Therapeutin gehe.

Durch die Gespräche habe ich immer mehr verstanden, dass ich durchaus das Recht habe, „nein“ zu sagen. Wer das nicht akzeptieren kann, hat an meiner Seite nichts mehr zu suchen.

Gerade dieser Punkt war für mich sehr lange schwer zu verinnerlichen. Auch jetzt habe ich manchmal noch ein schlechtes Gewissen oder fürchte, nicht mehr lieb gehabt zu werden.

Aber es ist auf alle Fälle besser geworden und meine Lebensqualität ist um einiges gestiegen.

Ich – und nur ich – darf Entscheidungen über meinen Körper treffen

Dieser Punkt hängt mit dem vorherigen zusammen, aber ich möchte ihn euch trotzdem noch einmal extra erklären.

Einige Menschen, wie beispielsweise mein Liebster, haben das Glück, so gut wie nie zum Arzt zu müssen und bis auch hin und wieder mal eine Erkältung sind sie fit.

Ich habe leider ein paar Baustellen. Nichts tragisches, aber ich muss den einen oder anderen Arzt dann doch öfter aufsuchen.

Grundsätzlich bin ich einer der Patienten, die sich leicht unterbuttern lassen. Oder besser gesagt ließen. Selbst wenn ich eine Untersuchung (natürlich keine überlebensnotwendigen) so gar nicht wollte, habe ich sie ohne Widerrede sofort machen lassen, auch wenn ich dadurch gelitten habe wie ein Hund. 

Es hat lange gedauert, aber seit dem letzten Jahr habe ich es verinnerlicht:

Ich bin die Chefin, wenn es um meinen eigenen Körper geht!

Ich bestehe, wenn ich es für nötig halte, auf eine Bedenkzeit. Wenn abgemacht war, dass diese oder jene Untersuchung nur stattfindet, wenn mein Freund dabei ist, dann beharre ich mittlerweile darauf, auch wenn ich dabei noch die eine oder andere Träne vergieße.

Mit diesem Punkt habe ich viel weniger Stress vor Arztterminen, da die vermeindliche Macht des Arztes über mich viel geringer und weniger gruselig ist.

 

Das waren meine fünf Dinge, die ich in fünf Jahren Gesprächstherapie gelernt habe.

Gruß und Kuss

PiusLucius

 

Das war mein 2019 – Ein Jahresrückblick

Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2020 und da bietet es sich super an, über die letzten zwölf  Monate ein wenig nachzudenken und euch zu erzählen, wie mein Jahr so war und welche Ereignisse mich geprägt haben.

 

Neue Menschen in meinem Leben

Ende März habe ich mich für ein Projekt der Wiener Kinderfreunde gemeldet, über das ich ein paar wirklich tolle neue Menschen kennengelernt habe, die ich in meinem Leben nicht mehr missen möchte.

Knappe acht Monate lang war ich Mentorin eines Burschen, dessen Eltern vor jetzt genau drei Jahren mit ihm und seinen Geschwistern nach Österreich geflohen waren. In dieser Zeit durfte ich so vieles lernen und ich bin wirklich glücklich darüber, auch weiterhin mit ihm und seiner Familie befreundet bleiben zu  können.

Technisches Museum wien
Gemeinsam mit meinem Mentee habe ich einige Ausflüge gemacht. Hier waren wir im Technischen Museum und er konnte ausprobieren mit einem Rolli zu fahren.

Reise ins Nachbarland

Eine Reise habe ich dieses Jahr mit meinem Liebsten gemacht. Es ging für uns nach München. Wir haben einiges gesehen, aber leider hat mich dann eine Magendarmgrippe erwischt… Leider ging sich keine weitere richtige Reise aus, aber  für 2020 ist schon etwas geplant.

Mit Mut aufs Festival

Zwar gab es keine weitere Reise im klassischen Sinn, aber ich habe mich getraut mit meinem Liebsten und einem befreundeten Paar auf dem Nova Rock Festival. Ich bin so happy, jetzt auch mal „die Ärzte“gesehen zu haben. Aber auch die vielen anderen Künstler fand ich richtig toll und den einen oder anderen Musiker habe ich neu für mich entdeckt.

Wie ich mit meiner Angststörung auf dem Festival klar kam, habe ich euch hier zusammengefasst.

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Ich bin immer noch richtig stolz auf mich, dass ich mich getraut habe!

Abschied nehmen

Die meisten haben es wahrscheinlich mitbekommen: meine Hündin Yoyo ist im Juli verstorben. Im Alter von fast 15 Jahren ist das nicht die große Überraschung, aber egal wie vorhersehbar so etwas ist, ist es doch immer ein Einschnitt im Leben.

Oft bin ich einfach dankbar für die Zeit, die ich mit ihr hatte, aber manchmal überkommt mich noch der tiefe Schmerz, den sie hinterlassen hat.

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Eines meiner liebsten Bilder von Yoyo

ein neuer Lebensabschnitt

Eine der größten Veränderungen in diesem Jahr ist definitiv mein Umzug gewesen.

Ich hatte große Ängste und Zweifel, ob es die richtige Entscheidung ist, zu meinem Liebsten zu ziehen, doch jetzt im Nachhinein kann ich klar sagen, dass es eine super Entscheidung war.

Alles verändert sich – Gefühlskarussell

mein Buchhighlight

Irgendwie habe ich dieses Jahr auch recht wenig (zumindest für meine ganz persönlichen Verhältnisse) gelesen. Aber trotzdem habe ich ein Buchhighligt für euch.

„Nicht ohne meine Tochter“ von Betty Mahmoody

Inhalt:

Betty reist in den 1980ern mit ihrem Mann und ihrer Tochter in den Iran. Eigentlich um Urlaub bei der Familie zu machen. Doch ihr Ehemann verändert sich und hält sie gefangen. Betty gelingt es, Kontakt zu einer Botschaft aufzunehmen. Diese können allerdings nur sie über die Grenze bringen. Nicht aber ihre Tochter. Also bleibt Betty bei ihrer Tochter und riskiert mehrmals ihr Leben, bis ihnen die Flucht zurück in die Heimat gelingt.

Mich hat dieses Buch so fasziniert, da es so ungeschönt und ehrlich geschrieben ist. Ich konnte mich wunderbar in Betty hineinversetzen und habe wahnsinnig mitgefiebert. Auch hat mich das Buch motiviert, ein bisschen zu recherchieren, was die politische Lage im Iran angeht.

aufs Video gekommen

Seit einigen Monaten beschäftige ich mich mehr mit Filmen und Videos. Ich probiere verschiedene Schnittprogramme aus und ein kleines Video befindet sich schon auf YouTube.

Mein Liebster hat mir einen Gimbal (kurz gesagt ein „intelligentes“ Stativ) geschenkt und ich habe sehr viel Spaß damit und ich glaube, dass ich da in den nächsten Monaten noch einiges filmen möchte.

So lief es auf dem Blog

Ihr habt mitbekommen, dass es 2019 recht ruhig hier auf dem Blog war. Ich hatte zum Teil einfach keine Ideen und zum Teil habe ich überlegt, ob und wie ich mit dem Internet weiter machen möchte.

Ich habe viel überlegt und mir Zeit genommen.

Deshalb oder auch trotzdem kamen insgesamt 15 neue Beiträge online (beziehungsweise einen habe ich komplett umgeschrieben und neu hochgeladen)

Die drei meistgeklickten Beiträge sind übrigens

  1. 5 Benimmregeln für Hundehalter
  2. Ein Jahr ohne Pille – Nie wieder Hormone nehmen?
  3. Wie jeder die Welt ein bisschen besser machen kann

Auf meinem instagram Account war folgendes Bild am beliebtesten:

Ethletic Shoes

Und um euch auf instagram nicht mit Tierbildern zu nerven, gibt es seit 2019 den Account „pfotentruppe“, auf dem es mehr oder weniger regelmäßig Bilder von den Hunden, der Mietzekatze und den Schildkröten gibt.

Ziele fürs neue Jahr

Ich setze mir regelmäßig Ziele, die meinen Werten und Wünschen entsprechen und versuche sie in bestimmten Zeitrahmen umzusetzen.

Ein paar Punkte betreffen den Blog. Über das Jahr verteilt wird es ein paar Neuerungen geben und vor allem sind wieder regelmäßige Beiträge geplant.

Außerdem möchte ich mindestens fünf Tage in der Woche vegan essen und nur noch an maximal zwei Tagen vegetarisch. Meiner Gesundheit, den Tieren und der Umwelt zuliebe.

Auch möchte ich meinen Müll weiter reduzieren und bewusster konsumieren.

Einige Ziele betreffen meine berufliche Zukunft. Es ist einiges geplant und ich möchte in diesem Jahr ein paar Dinge verändern…Ich möchte das tun, was mich glücklich macht!

 

Ich hoffe, ihr seid gut in 2020 gestartet!

Gruß und Kuss

PiusLucius

Advent – Gefahrenzeit für Hunde

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt!

Der Advent ist für viele eine wunderbare Zeit. Es wird gebacken, gebastelt, gesungen… Aber die Zeit, die für uns so wunderbar sein kann, kann für unsere geliebten Vierbeiner zur gefährlichsten Zeit im Jahr werden.

Hier habe ich einige Infos zusammen getragen, damit auch euer Advent nicht zum Horrortrip mit dem Hund wird.

giftiges Grünzeug

Haustiere knabbern gerne Pflanzen an, oder nehmen Blätter bzw. Nadeln auf, die auf den Boden fallen. Unter anderem folgende Pflanzen werden in der (Vor-)Weihnachtszeit gerne zur Deko verwendet, sind aber giftig für den Hund:

Weihnachtsstern

Schön anzusehen, aber falls Hund oder Katze von der Pflanze naschen, kann dies zu Entzündungen und Blasenbildung im Maul, zu Durchfall, Bewegungs- und Kreislaufstörungen sowie zu Atemnot führen. Der in den Blättern enthaltene weiße Saft ist giftig und wirkt stark reizend. Somit kann er starke Vergiftungen beim Haustier hervorrufen.

Eibe

In unserer Natur eine der giftigsten Pflanzen.

Erkennbar an den grünen Nadeln und roten Beeren, welche im späten Herbst enstehen  – vor allem die Beeren sind gefährlich, da diese die giftigen Samen enthalten, die bereits in kleinen Mengen bei Hunden zum Tode führen können.

Buchsbaum

Die Blätter lösen bei Ihrem Haustier starke Magenreizungen und großes Unwohlsein aus. Besonders die eintretenden Atembeschwerden machen dem Tier zu schaffen.

Dekofalle

Die immer länger werdenden Abende werden oft und gerne zum Basteln genutzt. Mache ich auch sehr gerne! Aber Hundehalter (generell Tierhalter) müssen aufpassen:

Kleine Splitter, Schnipsel, Kunststofffetzen etc. können im Ernstfall tödlich enden für unsere Liebsten.

Achtet darauf, dass sie nichts erwischen. Falls doch etwas verschluckt wird → am Ende des Beitrags findet ihr Erste-Hilfe-Tipps.

tödliche Weihnachtsbäckerei

Generell ist Süßes nichts für Hunde. Wer also grundsätzlich darauf achtet, dass der Hund nichts von der Weihnachtsbäckerei erwischt, ist auf der sicheren Seite. Bei folgendes Zutaten müsst ihr aber auf alle Fälle acht geben:

Birkenzucker (Xylit[ol]) – absolutes Gift für Hunde!

Bei Hunden führt Xylitol zu einer starken Ausschüttung von Insulin, die wiederum zu lebensbedrohlichen Hypoglykämien (Abfall des Blutzuckerspiegels) führt. Auch kann es zu schweren Leberschäden bis hin zu einem tödlichen Leberversagen kommen. Als tödliche Dosis gilt für einen Hund etwa 3-4 Gramm Xylitol pro Kilogramm Körpergewicht. (Quelle: http://www.vetzentrum.de)

Rosinen

Weintrauben (und somit auch Rosinen) sind pures Gift für Hunde, auf welches sie mit Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfen und Zittern reagieren können. Bei zu hoher Aufnahme, kann ein Nierenversagen oder sogar der Tod folgen.

Weintrauben und Rosinen sind regelrechtes Gift für Hunde. Nach dem Verzehr der süßen Früchte können Hunde mit Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfen und Zittern reagieren. Bei einer hohen Dosierung kann die Aufnahme ein Nierenversagen verursachen und sogar tödlich verlaufen.

Zimt

Falls Hund (oder Katze) viel von dem Gewürz verschlucken (oder an Zimtöl lecken), kann es zu lokalen Schleimhautreizungen, Erbrechen oder Benommenheit kommen – Nicht schön, oder?

Also die Gewürze am Besten außer Reichweite aufbewahren.

Schokolade

In Schokolade (besser gesagt im Kakao) ist Theobromin enthalten. Dieses führt beim Hund zu einer Überstimulation des Nervensystems.

Die Aufnahme dieses Stoffes hat (auch auf längerem Zeitraum verteilt!) diese Folgen:

  • Über-Nervosität
  • Herzrasen

Letzteres kann zum Tod führen. Wenn euer Hund Schokolade aufnimmt, kontaktiert euren Tierarzt!

Weitere Infos findet ihr hier.

(Im Internet gibt es viele tolle Rezepte für Weihnachtskekse für Hunde – falls ihr euren tierischen Freunden doch etwas zu naschen geben wollt)

Brandgefahr

Adventkränze, Weihnachtsbäume, Duftkerzen, … in der Vorweihnachtszeit werden viele kleine Flammen entzündet.

Hübsch, nicht wahr?

Aber im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich! Gerade junge Hunde sind neugierig und werfen so auch mal etwas um, oder auch im Vorbeigehen kann ein Hund mit der Rute zu nah an die Flammen kommen.

Auf keinen Fall sollten die Tiere mit offenen Flammen allein gelassen werden (auch nicht  „einfach kurz aus dem Raum gehen“)!

Noch besser bieten sich künstliche – mit Batterie betriebene – Kerzen an. Da kann nichts passieren.

Silvester naht

Wenn Weihnachten vor der Tür steht, dann rückt auch der Jahreswechsel immer näher und wir wissen alle, dass nicht nur in der Silvesternacht Böller fliegen. Hier in der Großstadt ist es so schlimm, dass ich Sweety bereits Ende November am Sicherheitsgeschirr führe.

Aber auch bei Hunden, die an sich schussfest sind, kann ich nur an die Vernunft der Hundehalter appellieren:

Bitte sichert eure Hunde um die Zeit rund um Silvester!

Jeder kann sich mal erschrecken und wenn der Hund in Panik verfällt, dann kann eine Leine Leben retten (nicht nur das des Hundes … stellt euch vor, er rennt vor ein Auto und der Fahrer versucht noch auszuweichen…)

Erste-Hilfe-Tipps

  • Wenn der Hund etwas Spitzes oder Scharfkantiges geschluckt hat (oder ihr es einfach vermutet) sofort rohes Sauerkraut füttern. Das Kraut wickelt sich im Verdauungstrakt um den Gegenstand, wodurch er, meist ohne weitere Schäden, den Darmtrakt wieder verlassen kann. Trotzdem sollte man zur Sicherheit auch den Tierarzt kontaktieren.
  • Wen der Hund etwas Giftiges gefressen haben könnte bzw hat, dann hilft Aktiv-Kohle, diese bindet (schwächere) Giftstoffe. Zur Sicherheit sollte man sich danach sofort mit der Giftnotrufzentrale oder dem Tierarzt in Verbindung setzen.

 

Ich wünsche euch eine besinnliche Weihnachtszeit!

Gruß und Kuss, 

PiusLucius

Karikaturmuseum & Museum Krems – ein kleiner Ausflug nach Krems an der Donau

Hallihallo ihr Lieben!

Endlich ist die Matura vorbei, und auch wenn nicht alles so gelaufen ist, wie ich es mir gewünscht hatte, bin ich wahnsinnig froh darüber. So viel Last, die von meinen Schultern gefallen ist. Und endlich kann ich wieder mehr Zeit mit meinem Liebsten verbringen.

Wir wollten unbedingt einen Ausflug machen und so entschieden wir uns für Krems an der Donau.

Von unserem Sommerdomizil aus braucht man dort hin etwa 30 Minuten … wenn man nicht gerade durch den Freund verwirrt wird, der behauptet, man hätte die falsche Abfahrt genommen (rückblickend gesehen hätten wir beide nehmen können, aber gut, so sind wir halt ein Stück zurück und haben die andere Abfahrt genommen).

In Krems angekommen parkten wir das Auto im Einkaufszentrum „Mariandl“ und erledigten gleich ein paar Besorgungen.

Das Karikaturmuseum

Zu Fuß gingen wir dann die etwa 1,8km zum Karikaturmuseum (Steiner Landstraße 3a, 3500 Krems an der Donau) und zückten unsere Niederösterreich-Cards (einmaliger freier Eintritt statt 9,00 bzw. 10,00 Euro). Bei meinem Liebsten klappte alles ohne Probleme doch bei mir zeigte das Gerät an, dass meine Karte nicht gültig sei. Dabei hatte ich sie dieses Jahr doch schon verwendet? Die Dame am Schalter war allerdings sehr freundlich und akzeptierte den Rechnungsbeleg der Karte und notierte einfach ein paar Daten in einem Heft.

So konnten wir dann, auf zwei Stockwerke aufgeteilt, Kunstwerke unter anderem von Sokol oder Deix betrachten. Ich muss zugeben, ich habe mich länger nicht mehr mit Karikaturen beschäftigt. Das letzte Mal wohl im Unterricht im Fach „Bildnerische Erziehung“ und seien wir uns mal ganz ehrlich, was man lernen MUSS macht gleich weniger Spaß…

Auf alle Fälle eine sehr interessante Ausstellung, die auch zum Selbst-zeichnen anregt. Dazu hat man dort auch mit Anleitungsmaterial die Möglichkeit – eine sehr nette Idee, wie ich finde.

(Das Karikaturmuseum war übrigens unser Favorit des Tages!)

Museum Krems

Nach einer kleinen Stärkung spazierten wir in die Innenstadt zum Museum Krems (Körnermarkt 14, 3500 Krems an der Donau). Am Empfang wieder das Problem mit den Karten (einmaliger freier Eintritt statt 7,50 Euro) … Diesmal wollte die Karte meines Liebsten aber nicht funktionieren. Diesmal dauerte der Prozess ein bisschen länger, wir durften im Endeffekt aber ins Museum.

Große Teile des ehemaligen Dominikanerklosters wurden in ein Museum verwandelt, in dem man spannendes über die Geschichte von Krems, dem Maler Martin Johann Schmidt (ein Kremser Künstler aus dem Spätbarock/Rokoko), den Weinbau und Handwerk, und natürlich den Kremser Senf erfahren konnte.

Die Innenstadt

Auf meinen Wunsch hin bestritten wir den Weg zurück zu einem großen Teil durch die Innenstadt. Die Gebäude und die Atmosphäre hatten eine magische Anziehungskraft auf mich. Da machte mir auch das Gewusel der Menschen weniger aus als sonst.

Wart ihr schon mal in Krems? Was müssen wir uns noch unbedingt ansehen?

Gruß und Kuss,

PiusLucius

21 Dinge, die ich in 21 Jahren gelernt habe |PiusLucius

Vor zwei Tagen hatte ich Geburtstag. 21 Jahre bin ich nun. Und damit bin ich in allen Ländern dieser Welt volljährig.

21 Jahre sind eine lange Zeit und obwohl ich mir so manches mal noch wahnsinnig jung vorkomme, bin ich kein Kind mehr. Ich habe in meinem Leben schon viel erlebt und bin so manches mal ordentlich auf die Schnauze gefallen. Und ich habe auch so einiges gelernt,

Heute möchte ich euch 21 Dinge sagen, die ich in den 21 Jahren gelernt habe. Meine „Lebensweisheiten quasi. 😉

1. Nicht mal das Mädel aus der Zeitschrift sieht aus wie das Mädel aus der Zeitschrift.

 

2. Eine Beziehung die nur unglücklich macht ist es nicht wert.

3. Im Endeffekt interessiert es niemanden, wenn du deinen Weg etwas anders gehst.

4. Das Leben kann sich von einem Tag auf den Anderen schlagartig ändern. Ob man will oder nicht.

5. Andere um Hilfe zu bitten, ist kein Zeichen von Schwäche.

 

6. Nichts ist so schlecht, dass nicht auch etwas Gutes daran ist.

7. Manchmal ist es genau das Richtige, sich aus der Komfort-Zone zu bewegen.

8. Nicht jeder Mensch auf dieser Welt kann einen mögen. Und das ist auch gut so.

9. Hunde sind besser als Menschen. Punkt.

 

10. Organisation und Planung ist gar nicht so furchtbar, wie es anfangs vielleicht klingt.

11. Es ist ein gutes Gefühl, etwas Geld auf die Seite gelegt zu haben. Man kann nie wissen, wann man es braucht.

12. „Nein“ sagen zu können, ist wahnsinnig wichtig.

 

13. Socken verschwinden. Immer. Genauso wie Haarspangen jeglicher Art.

14. Probleme ansprechen kann wahre Wunder wirken.

15. Veränderungen können schmerzhaft sein, aber an das Meiste gewöhnt man sich recht schnell.

16. Man darf nicht alles glauben, was andere sagen. Lieber sein eigenes Bild machen.

 

17. Erwachsen sein ist gar nicht so fancy, wie man als Kind und Jugendlicher glaubt.

18. Es ist nicht schlimm, lieber ein Buch zu lesen, statt in einen Club feiern zu gehen.

19. Guter Sonnenschutz ist immer eine sinnvolle Investition.

20. Man sollte niemanden dafür verurteilen, dass er anders ist, als man selbst.

21. Liebe ist das schönste und schmerzhafteste Gefühl, welches ich je kennengelernt habe.

 

Ich wünsche euch noch einen wundervollen Tag 🙂

 

 

Gruß und Kuss, 

PiusLucius

30 tolle Freizeit-Ideen für Paare

Hallo ihr Lieben!

Mittlerweile bin ich mit meinem Liebsten ja doch auch schon ein Weilchen zusammen. Irgendwann kehrt Alltag ein und dann stellt man sich schon mal die Frage, wie man die gemeinsame Zeit gestalten kann.

Ich habe 30 Ideen für euch zusammengetragen, wie ihr mit euren liebsten Menschen Zeit verbringen könnt und so immer wieder das Gefühl des Verliebt-Seins wieder aufflammen lassen könnt.

1. Eis essen

Momentan ein großer Favorit von uns! Wir haben schon viele tolle Salons in Wien probiert uns haben ungewöhnliche Sorten und Kombinationen gekostet.

2. Wandern

Okay, es muss nicht mal unbedingt eine große Bergtour sein. Aber geht raus in die Natur und spaziert durch Parks, Wälder oder Alleen.  Dabei kann man sich prima unterhalten, aber auch einfach mal das Schweigen genießen.

3. Ab ins Museum

Es ist ganz egal, ob ihr ins Nationalmuseum oder in eine kleine Ausstellung geht. Sucht euch einfach mal was raus, was euch interessiert oder worüber ihr mehr erfahren wollt. Oft gibt es Audio-Guides, die sich wirklich auszahlen. Danach habt ihr neue Gesprächsthemen und seit ein bisschen klüger.

4.ein gemeinsames Projekt starten

Ich finde, es macht wahnsinnig Spaß, mit dem Partner gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.  Es ist egal, ob ihr eine Feier gemeinsam plant, einen Raum umbaut, oder einen gemeinsamen Blogbeitrag schreibt. Hauptsache gemeinsam planen und umsetzen.

5. mit einem anderen Paar treffen

Auch wenn es im ersten Moment doof klingt, aber Doppeldates sind gar nicht so schlimm. Man kann als Paar mit Freunden etwas unternehmen, ohne dass diese sich wie das fünfte Rad am Wagen fühlen. (Trefft euch aber auch mit euren Freunden, die in keiner Beziehung sind…).

6. gemeinsam kochen

Gemeinsam schnibbeln und rühren macht Spaß. Spannend ist es auch, wenn man dem anderen sein Lieblingsgericht kocht oder man gemeinsam vollkommen neue Rezepte ausprobiert.

7. alte Kisten durchstöbern

Die Kisten, die sich im Keller oder im Abstellkammerl befinden, bewahren oft richtige Schätze auf. Die kann man gemeinsam super durchforsten und eventuell auch gleich ein bisschen ausmisten. Aber Pausen nicht vergessen!

8. Gesellschaftsspiele

Egal ob Klassiker wie UNO oder weniger bekannte Spiele MAGIC. Hauptsache Spaß haben und sich im Spiel gegenseitig die Stirn bieten!

9. Essen gehen

Wir kochen gerne zusammen, aber es ist auch schön, mal einfach Essen zu gehen. Ohne konkreten Anlass. Entdeckt neue Lokale oder entwickelt Traditionen. Hauptsache, ihr wählt ein Lokal mit guter Küche ;-).

10. gemeinsam zum Sport gehen

Beiden fehlt ein bisschen Motivation zum Sport? Vielleicht braucht ihr einfach die richtige Begleitung! Wenn ihr euch nicht davor scheut, euch eurem Partner verschwitzt und schwer atmend zu zeigen, dann wählt doch ihn als Partner in Crime. So macht Sport gleich viel mehr Spaß.

11. eine Reise planen

Mein Liebster und ich reisen gerne. Wir wollen die Welt sehen. Also wird recherchiert und geplant. Welche Ausflüge kann man in der Nähe machen? Wohin soll die nächste Reise gehen? Was wollen wir unbedingt erleben?

Hier kommt ihr zu unseren Reisen: Budapest und Amsterdam&DenHaag.

12. sich gegenseitig etwas beibringen

Mein Liebster bringt mir ein bisschen seine Muttersprache bei und ich habe auch eine Mission. So verbringt man Zeit miteinander und lernt dabei auch noch etwas – perfekt!

13. gemeinsam Besorgungen machen

Manchmal, da hat man nicht wirklich Zeit, weil man Besorgungen machen muss. Aber was spricht dagegen, diese gemeinsam mit dem Schatz zu erledigen? Eigentlich ja nichts (außer man möchte ein Geschenk für den Liebsten holen…da braucht er nicht mitkommen 😉 ).

14. das Hobby des Anderen ausprobieren

Ich bin nicht der Meinung, dass man alle Hobbies mit dem Partner teilen muss. Ganz und gar nicht, schließlich sollte doch jeder auch „sein eigenes Ding“ haben. Trotzdem ist es richtig nett, wenn man das Hobby des Partners mal ausprobiert – quasi „reinschnuppert“. Wenn es einem auch gefällt – super. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm.

Mein Liebster hat mich beispielsweise in den Reitstall begleitet und ich möchte bei nächster Gelegenheit mit zum Bogenschießen kommen.

15. ins Theater gehen

Ein bisschen Kultur hat noch niemandem geschadet. Es muss auch nicht immer Shakespeare sein (ich mag Shakespeare überhaupt nicht …). Es können auch durch und durch moderne Stücke sein. Oder eben doch ein Klassiker. Ganz egal, was ihr euch anseht, geht zumindest einmal in ein Theater und lasst euch vom Schauspiel faszinieren.

16. gemeinsame Pläne schmieden

Wohin will man gemeinsam reisen? Was will man gemeinsam erreichen? Wo sieht man sich als Paar in 10 Jahren? Grundsätzlich sollte man ja in der Gegenwart leben, aber das bedeutet nicht, dass man keine Ziele haben soll, auf die man hinarbeiten kann, auch wenn es manchmal einfach Träume sind….

17. Musik hören

Musik verbindet die Menschen. Zeigt euren Liebsten doch die Songs, die ihr in eurer Jugend gefeiert habt, oder jene, die ihr beim Autofahren im Radio gehört habt und für toll empfunden habt.

18. Videospiele

Zugegeben, es ist nicht jedermanns Sache, aber wenn man Videospielen nicht abgeneigt ist, kann es ziemlich witzig sein, mit dem Partner die verschiedenen Aufgaben der virtuellen Welt zu bewältigen.

19. Bowlen

Das kombinieren wir sehr gerne mit dem Punkt 5. Aber auch sonst ist es eine tolle Unternehmung, die man gemeinsam mit Freunden machen kann.

20. Büchereien oder Buchhandlungen

Bücher sind wahre Schätze. Mit dem Liebsten durch Buchhandlungen zu schlendern bringt neuen Gesprächsstoff (zumindest bei uns…) und vielleicht findet man auch einen dieser Schätze, die beide gerne lesen wollen.

21. Radfahren

Das ist ein Punkt, den wir – bis jetzt – noch nicht gemeinsam geschafft haben. Die Bremsen von meinem Rad müssen erst noch gerichtet werden (es ist nicht so witzig, mit den Füßen bremsen zu müssen, weil man sonst in ein Auto kracht…), aber ich stelle es mir sehr schön vor, mit dem Liebsten durch die Gegend zu radeln.

22. Tourist in der eigenen Stadt spielen

In jeder Stadt gibt es so viele tolle Attraktionen, doch oft kennt man die der eigenen Stadt gar nicht so wirklich. Dabei ist auch die eigene Heimat spannend! Oft gibt es auch verschiedene Pässe, Karten oder sonstige Aktionen, mit denen man nicht unbedingt so unendlich viel Geld ausgeben muss und trotzdem so viel sieht. (Wir haben zum Beispiel die Niederösterreich-Card)

23. über einen Markt bummeln

Wenn man über einen Mark bummelt, kann man so viele tolle Dinge entdecken. Neue Gewürze, kuriose Käsesorten und vieles mehr. Beim Schlendern kann man auch wunderbar plaudern.

24. Kleidung shoppen

Ich gebe zu, ich bin keine Shopping Queen. Mich stresst es eher, wenn ich neue Kleidung brauche. Aber gemeinsam macht auch das gleich viel mehr Spaß und der oder die Liebste kann auch gleich Feedback geben.

25. Konzerte besuchen

Nicht jeder ist ein Fan von Konzerten. Manche besuchen kaum eines und andere gehen mindestens einmal im Monat auf eines. Aber ein Erlebnis ist es allemal und wenn man einen ähnlichen Musikgeschmack wie sein Partner hat, dann findet sich bestimmt mal was in der Nähe.

26. Kurse belegen

Man kann sich nicht nur gegenseitig etwas beibringen, sondern auch Kurse belegen. Auch hier ist es eigentlich vollkommen egal, was für ein Kurs es ist, Hauptsache beide können etwas damit anfangen und haben Freude dabei.

27. sich gegenseitig Fragen stellen

Klingt komisch? Irgendwie schon, schließlich kennt man den Partner doch eh schon gut. Oder? Aber auch der Partner entwickelt sich weiter und hat bestimmt noch etwas zu erzählen, was man noch nicht wusste.

Hier ein paar Ideen:

Was würdest du tun, wenn du so viel Geld hättest, dass du es nicht aufbrauchen kannst?

Welchen Berufswunsch hattest du in der Volksschule (Grundschule)?

Wenn du drei Wünsche frei hättest, was würdest du dir wünschen?

28. ein Fotoalbum bekleben

Wer viel mit seinem Schatz unternimmt, hat oft auch viele Fotos. Lasst die nicht auf der Festplatte verstauben (abgesehen davon, dass die schnell mal weg sind, wenn mit der Technik was nicht stimmt), sondern druckt sie aus und klebt sie gemeinsam in ein Fotoalbum. Beschriftet die Bilder am besten auch, nach Jahren wird es sonst oft schwierig, sie gedanklich einzuordnen.

29. Filmabend

Die meisten Menschen schauen gerne Filme. Das kann man zwar alleine auch machen, aber zu zweit macht es noch mehr Spaß. Holt euch vielleicht noch Freunde dazu, kocht gemeinsam und dann ab aufs Sofa!

30. gemeinsam Pause machen

Manchmal ist es auch schön, einfach mal gemeinsam nichts zu tun. Ausschlafen, ausgiebig frühstücken, wieder ins Bett und kuscheln, Blödsinn machen, dösen und nochmal ganz viel kuscheln. So lange, bis sich einer aufrafft, um Kaffee zu machen…

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Ideen mit auf den Weg geben.

Was macht ihr mit eurem Partner in der Freizeit?

Gruß und Kuss,

PiusLucius

Bin ich unglücklich? – Gefühlskarussell

Hallo ihr Lieben!

Heute nehme ich euch wieder mit in mein Gefühlskarussell. Zur Zeit ist es eine richtige Achterbahn und ich hoffe, dass sich das bald wieder legt.

Was ist los?

Es hat mehrere Gründe, warum ich momentan so aufgewühlt bin. Einer dieser Gründe ist der enorme Prüfungsstress, in dem ich zur Zeit stecke. Die Zeit für mich kommt daher viel zu kurz und ich laufe auf Hochtouren. Selbst wenn ich nicht gerade über meinen Skripten hänge, rotieren meine Gedanken.

Schaffe ich das alles?

Was passiert, wenn ich es nicht schaffe?

Wie geht es weiter?

Was könnte ich besser machen?

Wann kann ich wieder in den Reitstall?

Wie mache ich mit dem Blog weiter?

 

Und manchmal ist mein Kopf einfach leer. Wahnsinnig leer.

Bin ich unglücklich?

Nicht nur meine Gedanken kreisen, auch meine Gefühle erleben eine Achterbahnfahrt.

In einem Moment bin ich einfach gestresst und im nächsten bin ich unglücklich. Aber bin ich wirklich unglücklich? Im nächsten Augenblick bin ich schließlich einfach wahnsinnig froh.

Auch die Hochspannung, die ein Symptom meiner Borderline-Erkrankung ist, macht mir in letzter Zeit Probleme. Allerdings habe ich sie noch unter Kontrolle.

Doch nicht nur die Hochspannung ist momentan Thema. Nein, auch die Angst, besser gesagt die Panikattacken, haben sich wieder zurück gemeldet. Warum sie wieder da sind? Vielleicht, weil ich vor kurzem eine Retraumatisierung hatte. Oder weil ich momentan nicht die Zeit habe, mich so um mich selbst zu kümmern, wie ich es eigentlich bräuchte. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem.

Trotzdem froh?

In den Zeiten, in denen es mir nicht so gut geht, merke ich schnell, wie froh ich um so manchen Menschen in meiner Umgebung bin.

Ich bin froh über meine Mutter, die mich aus dem Bett katapultiert und mir auch manchmal ein Spiegel ist, wie ich gerade drauf bin.

Ich bin froh über meine beste Freundin, die mir zur Seite steht, wenn sonst niemand da ist.

Ich bin froh über meinen Liebsten, der mir nicht böse ist, wenn ich ihn angrantl, weil ich mit der Gesamtsituation unzufrieden bin und einfach motzen will.

Ich bin froh über meine Therapeutin, die sich gefühlt jedes mal das Gleiche anhören muss, wenn ich zu ihr komme.

Früher war ich in den Momenten, in denen ich am Boden war, gar nicht mal so froh über all das. Ich konnte nicht erkennen, wie viel mir gegeben wurde. Jedes Wort hörte sich für mich an wie pure Kritik an meiner Person. Doch heute versuche ich ein bisschen Abstand zu nehmen. Quasi meine Situation von außen  zu betrachten.

Das, in Kombination mit vielen wertvollen Gesprächen und einer guten Form der Selbsthilfe, gibt mir Hoffnung. Ich weiß, dass es wieder besser werden wird. Und wenn nicht, habe ich immer einen Notfallplan.

 

Hier könnt ihr noch die anderen Beiträge zum Gefühlskarussell lesen, wenn es euch interessiert, was so in der Welt einer psychisch Kranken passiert.

Panik und Selbsthass

Depressive Phase?