Deutsches Museum

Wie man in der Quarantänezeit seine Psyche schützen kann + Ideen für den Zeitvertreib

Corona und Quarantäne ist in aller Munde.

Das ist stressig und die Psyche leidet, besonders wenn man bereits psychische Probleme hat, aber auch sonst kann die Situation sehr triggernd sein.

Wie kann man sich und seine psychische Gesundheit besonders schützen? Hier ein paar Ideen:

Nachrichten meiden

Fernsehen und Social Media sind voll mit Covid19, Quarantäne und Co. Das ist stressig und macht Angst, was bei Angst- bzw. Zwangsstörungen fatal werden kann. Deshalb ist es sinnvoll, Nachrichten zu meiden. Ich persönlich habe momentan Facebook von meinem Handy verbannt und Instagram nutze ich sehr eingeschränkt.

Beispielweise habe ich gewisse Accounts momentan auf stumm geschalten und sehe dadurch (fast) nur Beiträge, die sich nicht mit der Thematik beschäftigen.

Auch ist es wichtig, seriöse Quellen zu nutzen, um nicht durch Gerüchte noch mehr verunsichert zu werden.

Ihr könnt beispielsweise auch Freunde bitten, euch mit den Infos, die für euch relevant sind, zu versorgen, damit ihr nicht unnötig viele Nachrichten konsumieren müsst.

Eine Tagesroutine planen

Viele Tage zu Hause bleiben zu müssen, ohne eine Routine zu haben, kann vor allem Depressionen verstärken oder sogar depressive Episoden auslöse.

Überlegt, was ihr in der Zeit alles machen könnt, schnappt euch einen Zettel und macht euch einen groben Plan, um welche Tageszeiten ihr das am besten machen könnt.

Auch eine fixe Morgenroutine ist nicht von Nachteil. In der Früh aufstehen, sich waschen und anziehen. All das kann helfen.

Homeworkouts

Bewegung ist ein natürliches Antidepressivum. In der Quarantänezeit sind wir aber weniger unterwegs. Das ist klar.

Aber auch zu Hause kann man super Bewegung machen. Homeworkouts (ich persönlich bin ja ein Fan von Tanzworkouts) finden sich zu Hauf auf YouTube und sind super fürs Wohnzimmer geeignet.

Auch ein Spaziergang im Grünen ist (mit genügend Abstand zu anderen Personen) kein Problem.

Mit Freunden telefonieren

Nur weil wir uns nicht physisch treffen können, heißt es nicht, dass wir gar keinen Kontakt mehr zu Personen haben dürfen. Ruft eure Freunde an, schreibt mit ihnen. Vertreibt euch so gemeinsam die Zeit, damit nicht das Gefühl aufkommt, man wäre vollkommen alleine in diesem Chaos.

Mit dem Therapeuten Skypen/Facetimen/telefonieren

Fragt euren Therapeuten beziehungsweise eure Therapeutin, ob ihr eure Einheiten über beispielsweise Skype trotzdem halten könnt. Die meisten Psychologen werden damit keinerlei Probleme haben und euch weiterhin betreuen können, was in Zeiten wie diesen besonders wichtig.

Achtsamkeitsübungen

Der Kopf ist voll und wir kommen nicht zur Ruhe. Das ist auf Dauer nicht nur doof sondern kann richtig ungesund werden.

Klingt ätzend, ist aber wirklich effektiv: Achtsamkeitsübungen.  Achtsamkeit ist die liebevolle Annahme von dem, was gerade ist.

Konzentriert euch mal auf euren Atem, ohne diesen zu verändern. Spürt in euch rein, wie sich Brustkorb und Bauch heben und senken. Lasst eure Gedanken dabei ziehen, ohne sie zu bewerten.

Achtet mal darauf, wie sich das Brot auf der Zunge anfühlt, wie es genau schmeckt.

Macht die Augen mal zu und achtet darauf, welche Geräusche ihr wahrnehmt. Das Brummen des Kühlschranks, das Schnarchen des Hundes, das Zwitschern der Vögel…

Ablenkung

Mir hilft Ablenkung in Zeiten, in denen ich viel Zuhause bin sehr. Und so wird es den meisten von euch gehen. Aber was kann man machen, wenn man nicht ins Café gehen kann, um sich mit Freunden zu treffen?

Ihr könntet zum Beispiel

  • ein Buch lesen,
  • die Abstellkammer aufräumen.
  • einen Film schauen,
  • ein Projekt angehen, welches ihr schon lange angehen wolltet,
  • über Apps eine neue Sprache lernen,
  • eine Pinterest Pinnwand erstellen, 
  • ein Bild malen, 
  • Quizduell mit Freunden spielen, 
  • das Instrument wieder mal spielen,
  • Tagebuch schreiben,
  • das Bücherregal neu sortieren,
  • Videospiele spielen,
  • mit euren Großeltern oder anderen Verwandten telefonieren,
  • einen Liebesbrief an euch selbst schreiben,
  • das Gefrierfach abtauen lassen, 
  • eine Kurzgeschichte schreiben, 
  • die Kleidung aussortieren,
  • euch über den Klimaschutz informieren,
  • eine Collage basteln,
  • eine Liste mit Dingen anfertigen, für die ihr dankbar seid,
  • ein Bullet Journal anlegen,
  • eine Liste schreiben, mit Dingen, die ihr nach der Quarantänezeit machen wollt,
  • ein Bad nehmen,
  • das Lieblingsalbum ganz bewusst hören,
  • einen 5-Jahres-Plan für eure Ziele erstellen,
  • Yoga machen,
  • ein Gedicht lernen, 
  • Kalligraphie üben,
  • dem Haustier einen neuen Trick beibringen, 
  • Brettspiele mit dem Mitbewohner spielen,
  • zerrissene Kleidung flicken,
  • eine Dokumentation ansehen,  
  • die Fenster putzen, 
  • Fotos am PC sortieren,
  • neue Bands entdecken,
  • mehr von meinen Blogbeiträgen lesen 😉
  • und vieles mehr!

 

Welche Ideen habt ihr? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Passt auf euch auf!

Gruß und Kuss

PiusLucius

Was ich in 5 Jahren Therapie gelernt habe

Wie ihr wisst, bin ich in Psychotherapie. Mittlerweile sind es fünf Jahre, in denen ich regelmäßig zu Sitzungen mit meiner Gesprächstherapeutin gehe.

In der Therapie geht es nicht darum, dass meine Therapeutin mir Lösungen zu meinen Problemen gibt. Das kann sie auch gar nicht. Sondern sie gibt mir immer wieder Denkanstöße, indem sie mir die richtigen Fragen stellt, über die ich vor allem in der Zeit zwischen den Terminen nachdenke.

In den fünf Jahren habe ich einige Dinge gelernt und ein paar davon möchte ich in diesem Beitrag mit euch teilen.

Es gibt keine positiven oder negativen Gefühle

Für manche von euch mag das vielleicht gerade etwas komisch klingen. Was soll denn an Trauer, Wut und Angst positiv sein?

So einiges!

Angst schützt uns vor Gefahren. 

Trauer hilft uns, Verluste zu verarbeiten.

Wut zeigt uns, dass wir mit der Situation nicht zufrieden sind. 

Wir empfinden solche Gefühle oft als unangenehm und verurteilen sie daher schnell als „negativ“. Dabei sind auch diese Emotionen dazu da, uns zu schützen und gut durch unser Leben zu kommen.

(Deshalb ist es wichtig, diese auch zuzulassen. Nur wenn sie übermäßig und ohne „realen“ Grund aufkommen, sollte man dagegen vorgehen.)

Als ich noch sehr stark unter Angst und Trauer gelitten habe, wollte ich diese Sicht nicht wirklich wahrhaben, aber seit ich verstanden habe, dass diese Gefühle einen sinnvollen Ursprung haben, fällt es mir leichter damit umzugehen und daran zu arbeiten.

 

Auch unangenehme Gefühle vergehen

Alles ist vergänglich. So auch Gefühle. Angenehme Gefühle vergehen, aber eben auch unangenehme. Oft empfinde ich Gefühle als sehr schwer auszuhalten. Das führt schnell zu einer hohen Anspannung, die mich wiederum auf schlechte Gedanken bringt.

Meine Therapeutin sagt immer, wenn ich ihr von der Angst erzähle, die ich vor diesen Momenten habe: „Versuche dieses Gefühl auszuhalten, sitze es einfach aus. Auch wenn du schlechte Gedanken dabei hast. Deine Gefühle selbst können dir nichts tun und sie vergehen.“ 

Und ich muss sagen, dass sie recht hat mit ihrer Aussage. Auch wenn es manchmal richtig schwer ist zu glauben, vergehen auch die unschönen Zeiten.

 

Ich bin nicht verantwortlich für das Glück anderer

Oft habe ich mich sehr schlecht gefühlt, wenn jemand in meiner Umgebung wirklich unverständliche Entscheidungen trifft oder es der Person grundsätzlich schlecht geht, sich aber nicht wirklich helfen lässt.

Ehrlich gesagt überkommt mich da manchmal immer noch ein abgrundtief schlechtes Gewissen.

Ich kann ehrlich nicht sagen, wieso ich mich so dermaßen verantwortlich für andere fühle, aber es wird besser, denn ich habe gelernt, dass ich nicht für das Glück anderer Menschen verantwortlich bin, sondern nur für mein eigenes (und das meiner Tiere und später eventuell mal das meiner Kinder, aber das ist wieder eine andere Sache bezüglich Verantwortung und Abhängigkeit).

 

Ich habe das Recht NEIN zu sagen

Früher habe ich viele Dinge mit mir machen und über mich ergehen lassen, die ich so überhaupt nicht wollte. Ich ließ mir einreden, dass ich nicht zu widersprechen hätte, da ich sonst nicht geliebt werden würde.

Das macht über die Jahre ganz schön kaputt und ist einer der Gründe, warum ich zur Therapeutin gehe.

Durch die Gespräche habe ich immer mehr verstanden, dass ich durchaus das Recht habe, „nein“ zu sagen. Wer das nicht akzeptieren kann, hat an meiner Seite nichts mehr zu suchen.

Gerade dieser Punkt war für mich sehr lange schwer zu verinnerlichen. Auch jetzt habe ich manchmal noch ein schlechtes Gewissen oder fürchte, nicht mehr lieb gehabt zu werden.

Aber es ist auf alle Fälle besser geworden und meine Lebensqualität ist um einiges gestiegen.

Ich – und nur ich – darf Entscheidungen über meinen Körper treffen

Dieser Punkt hängt mit dem vorherigen zusammen, aber ich möchte ihn euch trotzdem noch einmal extra erklären.

Einige Menschen, wie beispielsweise mein Liebster, haben das Glück, so gut wie nie zum Arzt zu müssen und bis auch hin und wieder mal eine Erkältung sind sie fit.

Ich habe leider ein paar Baustellen. Nichts tragisches, aber ich muss den einen oder anderen Arzt dann doch öfter aufsuchen.

Grundsätzlich bin ich einer der Patienten, die sich leicht unterbuttern lassen. Oder besser gesagt ließen. Selbst wenn ich eine Untersuchung (natürlich keine überlebensnotwendigen) so gar nicht wollte, habe ich sie ohne Widerrede sofort machen lassen, auch wenn ich dadurch gelitten habe wie ein Hund. 

Es hat lange gedauert, aber seit dem letzten Jahr habe ich es verinnerlicht:

Ich bin die Chefin, wenn es um meinen eigenen Körper geht!

Ich bestehe, wenn ich es für nötig halte, auf eine Bedenkzeit. Wenn abgemacht war, dass diese oder jene Untersuchung nur stattfindet, wenn mein Freund dabei ist, dann beharre ich mittlerweile darauf, auch wenn ich dabei noch die eine oder andere Träne vergieße.

Mit diesem Punkt habe ich viel weniger Stress vor Arztterminen, da die vermeindliche Macht des Arztes über mich viel geringer und weniger gruselig ist.

 

Das waren meine fünf Dinge, die ich in fünf Jahren Gesprächstherapie gelernt habe.

Gruß und Kuss

PiusLucius

 

Die Zeit der Filme – Rückblick Nov. und Dez. 19

In den vergangenen Monaten war ich viel damit beschäftigt, in meinem neuen Zuhause richtig anzukommen. Ich habe viel Zeit hier auf dem Sofa oder in der Uni verbracht. Viele Gedanken mussten erst sortiert werden. Aber von ein paar Sachen möchte ich euch dennoch erzählen,

Kleidertauschparty

Wir haben ja fast alle Kleidung im Kasten hängen, die man einfach nicht mehr trägt. Auch ich habe durch meinen Umzug ordentlich aussortiert und da traf es sich sehr gut, dass eine liebe Freundin eine Kleidertauschparty organisiert hat.

Auf solchen Veranstaltungen bringt jeder aussortiertes (aber noch brauchbares) Gewand mit und tauscht es mit anderen aus. So werden wertvolle Ressourcen gespart und man trifft auf spannende Leute.

Organisiert doch auch mal unter Freunden eine kleine Kleidertauschparty, anstatt neue Kleidung shoppen zu gehen!

Sugaring

Im November war ich mal wieder bei der Zuckerfee, um mir ein paar Haare ausreißen zu lassen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich vom Sugaring recht begeistert bin, denn so wird mein von Natur aus ziemlich schneller Haarwuchs doch eingedämmt und vor allem verlangsamt.

Natürlich ist es eine rein kosmetische Sache, die nicht überlebensnotwendig ist und ich erfülle damit ein Klischee, aber ich persönlich fühle mich einfach wohler, wenn ich an manchen Stellen nicht ganz so viele Haare habe.

Möbel fürs gemeinsame Zuhause

Seit Wochen sind mein Liebster und ich durch Möbelhäuser geschlendert und haben uns verschiedene Stücke angesehen. Denn ein paar Sachen haben noch gefehlt für unser gemeinsames Zuhause und Kleinigkeiten konnten wir schon besorgen.

Was aber noch fehlte war vor allem eine Kommode und nach langem Suchen haben wir endlich etwas passendes gefunden.

Wir sind wirklich sehr glücklich mit unserer Wahl. Vor allem haben wir uns für ein sehr gut verarbeitetes, zeitloses Stück entschieden, welches uns hoffentlich viele Jahre begleiten wird.

Klassentreffen

Ein Highlight im November war auf alle Fälle das Klassentreffen der Unterstufe!

Zum Teil hatte ich meine ehemaligen Kollegen seit Jahren nicht mehr gesehen und ich war recht aufgeregt, da mir nicht alle Personen in positiver Erinnerung geblieben sind.

Trotzdem wollte ich unbedingt hin und zum Glück ist eine meiner liebsten Freundinnen eine dieser ehemaligen Kollegen und so habe ich mich überwunden. Zum Glück, denn es war ein wunderbarer Abend, den ich wirklich gerne wiederholen würde!

Mittelalter im Advent

Wie mittlerweile jedes Jahr war ich auf dem mittelalterlichen Adventsmarkt im Wiener Arsenal zu finden. Es sind ein paar nette Stunden die ich dort gerne einmal im Jahr verbringe, um auch mal anderen Klängen zu lauschen…

Heeresgeschichtliches Museum

Da wir durch den Adventsmarkt direkt vor Ort waren, nutzten wir die Gelegenheit  und spazierten durch das Heeresgeschichtliche Museum. Obwohl wir schon das eine oder andere Mal dort waren, entdeckten wir neue Räume.

Krampfanfälle

Wie ihr wisst, ist Sweety Epileptikerin. Über ein Jahr lang hatte sie keinen Krampfanfall (zumindest keinen, den wir wahrgenommen haben), doch jetzt, Ende des Jahres, war es wieder soweit.

Sweety hatte an einem Tag zwei Anfälle. Glücklicherweise waren beide eher leicht, sodass sie kein Notfallmedikament verabreicht bekommen musste.

Trotzdem mache ich mir vermehrt Gedanken, denn beide Male lag sie auf der Couch, als sie zu krampfen begann. Beide Male war ich in der Nähe und habe rechtzeitig gemerkt, was los ist und sie von der Bank gehoben.

Aber was passiert, wenn sie alleine zu Hause ist und einen Anfall bekommt und keiner sie auf den Boden legt?

Kiefer-OP

Auf Instagram habt ihr es vielleicht mitbekommen: ich wurde Anfang Dezember am Oberkiefer operiert.

Ganz ehrlich, von der ganzen Sache war ich nicht begeistert, aber da ich in den letzten Jahren immer wieder starke Beschwerden hatte und die Chance, dass diese Probleme durch diesen Eingriff beseitigt werden würden recht hoch stand, habe ich es gewagt und mich unters Messer gelegt.

Abgesehen von ein paar Kreislaufbeschwerden nach der Operation und einer richtig dicken Backe hatte ich keinerlei unschöne Nachwirkungen.

Auch die Beschwerden, die mich zu diesem Eingriff gebracht haben, kamen bisher nicht wieder, was mich guter Dinge sein lässt, dass dies auch so bleibt.

verschiedene Feiern

Vor allem der Dezember war durchzogen von verschiedensten Feiern, die ihren Höhepunkt an den Weihnachtsfeiertagen hatten. Geburtstage, Einweihungsfeiern – so gut wie alles war dabei.

Gar nicht so einfach, dazwischen immer wieder richtig runter zu kommen.

Zwar bin ich damit schnell überfordert, aber es freut mich auch immer sehr, die Menschen mal wieder zu sehen.

Der Zwiespalt introvertierter Menschen 😉

Ganz viele Filme

Harry Potter 1-8

Mein Liebster und ich haben uns in den letzten zweieinhalb Monaten alle 8 Filme der Harry Potter Saga auf englisch angesehen. Die Filme selbst habe ich schon zig Male gesehen, aber bisher immer nur auf deutsch. Für mich gehört Harry Potter einfach zum Herbst dazu.

Ich einfach unverbesserlich 1+2

Ich finde Gru und seine kleinen gelben Helfer ja einfach absolut entzückend. Den ersten Teil hatte ich schon einmal gesehen, den zweiten hatte ich an dem Tag aber verschlafen und war richtig begeistert.

Schöne Bescherung

Ein richtig lustiger Weihnachtsfilm mit vielen Pannen. Obwohl, oder vielleicht auch weil, der Film schon etwas älter ist, hat er einen ganz besonderen Scham und macht gute Laune.

Kevin allein in New York

Ich war nie ein großer Fan von den „home alone“ Filmen. Auch als Kind nicht, als mein Papa die Filme regelrecht inhaliert hatte. Aber ich habe auch nichts gegen diese Filme. So haben wir uns auch diesen Weihnachtsfilm angesehen und ja ich gebe zu, ein paar mal musste ich auch lachen.

The Thing 2011 +1982

Ich glaube das waren meine ersten Filme aus dem Genre „Body Horror“. Anfangs war ich skeptisch, ob mir sowas gefallen könnte. Aber am Ende war ich trotz leichten Eckels sehr fasziniert.

Aber Achtung, die Filme sind nichts für Leute, die Blut nicht sehen können beziehungsweise wollen.

Otto´s Eleven

Otto´s Eleven ist ein angenehm leichter Film mit dem typischen Otto-Humor. Für mich ein absolutes Highlight, welches ich mir immer wieder ansehen kann. Aber das ist eigentlich bei allen Otto-Filmen so.

Alien covenant + Prometheus

Die Filme, die wir gesehen haben in den letzten zwei Monaten waren sehr Alienlastig. Auch diese beiden Filme haben mich mit außerirdischem Leben fasziniert und ich kann die Filme wider Erwarten echt empfehlen.

Annihilation

Bei dem Film kam mein Ekel etwas an seine Grenzen. Wobei es war eher die Spannung, da es echt nicht absehbar war, was  in den nächsten Minuten passieren könnte und eine große Portion Ekel und Faszination gleichzeitig.

Gruß und Kuss

PiusLucius

 

Das war mein 2019 – Ein Jahresrückblick

Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2020 und da bietet es sich super an, über die letzten zwölf  Monate ein wenig nachzudenken und euch zu erzählen, wie mein Jahr so war und welche Ereignisse mich geprägt haben.

 

Neue Menschen in meinem Leben

Ende März habe ich mich für ein Projekt der Wiener Kinderfreunde gemeldet, über das ich ein paar wirklich tolle neue Menschen kennengelernt habe, die ich in meinem Leben nicht mehr missen möchte.

Knappe acht Monate lang war ich Mentorin eines Burschen, dessen Eltern vor jetzt genau drei Jahren mit ihm und seinen Geschwistern nach Österreich geflohen waren. In dieser Zeit durfte ich so vieles lernen und ich bin wirklich glücklich darüber, auch weiterhin mit ihm und seiner Familie befreundet bleiben zu  können.

Technisches Museum wien
Gemeinsam mit meinem Mentee habe ich einige Ausflüge gemacht. Hier waren wir im Technischen Museum und er konnte ausprobieren mit einem Rolli zu fahren.

Reise ins Nachbarland

Eine Reise habe ich dieses Jahr mit meinem Liebsten gemacht. Es ging für uns nach München. Wir haben einiges gesehen, aber leider hat mich dann eine Magendarmgrippe erwischt… Leider ging sich keine weitere richtige Reise aus, aber  für 2020 ist schon etwas geplant.

Mit Mut aufs Festival

Zwar gab es keine weitere Reise im klassischen Sinn, aber ich habe mich getraut mit meinem Liebsten und einem befreundeten Paar auf dem Nova Rock Festival. Ich bin so happy, jetzt auch mal „die Ärzte“gesehen zu haben. Aber auch die vielen anderen Künstler fand ich richtig toll und den einen oder anderen Musiker habe ich neu für mich entdeckt.

Wie ich mit meiner Angststörung auf dem Festival klar kam, habe ich euch hier zusammengefasst.

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Ich bin immer noch richtig stolz auf mich, dass ich mich getraut habe!

Abschied nehmen

Die meisten haben es wahrscheinlich mitbekommen: meine Hündin Yoyo ist im Juli verstorben. Im Alter von fast 15 Jahren ist das nicht die große Überraschung, aber egal wie vorhersehbar so etwas ist, ist es doch immer ein Einschnitt im Leben.

Oft bin ich einfach dankbar für die Zeit, die ich mit ihr hatte, aber manchmal überkommt mich noch der tiefe Schmerz, den sie hinterlassen hat.

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Eines meiner liebsten Bilder von Yoyo

ein neuer Lebensabschnitt

Eine der größten Veränderungen in diesem Jahr ist definitiv mein Umzug gewesen.

Ich hatte große Ängste und Zweifel, ob es die richtige Entscheidung ist, zu meinem Liebsten zu ziehen, doch jetzt im Nachhinein kann ich klar sagen, dass es eine super Entscheidung war.

Alles verändert sich – Gefühlskarussell

mein Buchhighlight

Irgendwie habe ich dieses Jahr auch recht wenig (zumindest für meine ganz persönlichen Verhältnisse) gelesen. Aber trotzdem habe ich ein Buchhighligt für euch.

„Nicht ohne meine Tochter“ von Betty Mahmoody

Inhalt:

Betty reist in den 1980ern mit ihrem Mann und ihrer Tochter in den Iran. Eigentlich um Urlaub bei der Familie zu machen. Doch ihr Ehemann verändert sich und hält sie gefangen. Betty gelingt es, Kontakt zu einer Botschaft aufzunehmen. Diese können allerdings nur sie über die Grenze bringen. Nicht aber ihre Tochter. Also bleibt Betty bei ihrer Tochter und riskiert mehrmals ihr Leben, bis ihnen die Flucht zurück in die Heimat gelingt.

Mich hat dieses Buch so fasziniert, da es so ungeschönt und ehrlich geschrieben ist. Ich konnte mich wunderbar in Betty hineinversetzen und habe wahnsinnig mitgefiebert. Auch hat mich das Buch motiviert, ein bisschen zu recherchieren, was die politische Lage im Iran angeht.

aufs Video gekommen

Seit einigen Monaten beschäftige ich mich mehr mit Filmen und Videos. Ich probiere verschiedene Schnittprogramme aus und ein kleines Video befindet sich schon auf YouTube.

Mein Liebster hat mir einen Gimbal (kurz gesagt ein „intelligentes“ Stativ) geschenkt und ich habe sehr viel Spaß damit und ich glaube, dass ich da in den nächsten Monaten noch einiges filmen möchte.

So lief es auf dem Blog

Ihr habt mitbekommen, dass es 2019 recht ruhig hier auf dem Blog war. Ich hatte zum Teil einfach keine Ideen und zum Teil habe ich überlegt, ob und wie ich mit dem Internet weiter machen möchte.

Ich habe viel überlegt und mir Zeit genommen.

Deshalb oder auch trotzdem kamen insgesamt 15 neue Beiträge online (beziehungsweise einen habe ich komplett umgeschrieben und neu hochgeladen)

Die drei meistgeklickten Beiträge sind übrigens

  1. 5 Benimmregeln für Hundehalter
  2. Ein Jahr ohne Pille – Nie wieder Hormone nehmen?
  3. Wie jeder die Welt ein bisschen besser machen kann

Auf meinem instagram Account war folgendes Bild am beliebtesten:

Ethletic Shoes

Und um euch auf instagram nicht mit Tierbildern zu nerven, gibt es seit 2019 den Account „pfotentruppe“, auf dem es mehr oder weniger regelmäßig Bilder von den Hunden, der Mietzekatze und den Schildkröten gibt.

Ziele fürs neue Jahr

Ich setze mir regelmäßig Ziele, die meinen Werten und Wünschen entsprechen und versuche sie in bestimmten Zeitrahmen umzusetzen.

Ein paar Punkte betreffen den Blog. Über das Jahr verteilt wird es ein paar Neuerungen geben und vor allem sind wieder regelmäßige Beiträge geplant.

Außerdem möchte ich mindestens fünf Tage in der Woche vegan essen und nur noch an maximal zwei Tagen vegetarisch. Meiner Gesundheit, den Tieren und der Umwelt zuliebe.

Auch möchte ich meinen Müll weiter reduzieren und bewusster konsumieren.

Einige Ziele betreffen meine berufliche Zukunft. Es ist einiges geplant und ich möchte in diesem Jahr ein paar Dinge verändern…Ich möchte das tun, was mich glücklich macht!

 

Ich hoffe, ihr seid gut in 2020 gestartet!

Gruß und Kuss

PiusLucius

Alles verändert sich – Gefühlskarussell

Momentan steht alles Kopf und so ist es auch in mir drinnen gerade einfach ein Chaos.

Es ist so vieles passiert in den letzten Monaten, dass ich entschlossen habe, dass es wieder ein Gefühlskarussell geben soll. Das Format, in dem ich ganz offen und ungeschönt über meine Gefühle schreibe.

 

Nachdem das Semester aus war und ich viel Zeit zu Hause verbrachte, kamen alte Gedanken, Vorstellungen und Gefühle hoch. Ich war am Verzweifeln, denn meine Therapeutin war gerade in Sommerpause gegangen und obwohl ich weiß, dass ich sie auch da jederzeit kontaktieren kann, wenn ich sie brauche, habe ich das vorerst nicht gemacht. Es widerstrebt mir irgendwie sie anzurufen oder ihr zu schreiben, wenn sie sich gerade frei genommen hat.

Irgendwann meldete ich mich dann doch bei ihr. Sie gab mir ein paar Kontakte durch, an die ich mich im Notfall wenden sollte, was ich dann auch gemacht habe, denn ich spürte immer mehr, wie ich wieder in alte, schädliche Muster verfiel.

 

Im Juli verstarb dann meine geliebte Yoyo und das Loch, das sie in mir hinterlassen hat, ist immer noch eine klaffende Wunde. Dabei habe ich bereits in einigen Therapiesitzungen und auch in der Selbsthilfe darüber gesprochen.

Es war auch kein plötzlicher Tod. Yoyo wäre jetzt 15 und das obwohl sie als Welpe als Lebenserwartung etwa fünf bis maximal sieben Jahre prognostiziert bekam. Ja, im Alter war sie nach einem Schlaganfall schon etwas schief und auch die Demenz hat ihr und uns einige Steine in den Weg gelegt, aber sie war trotzdem ein glücklicher kleiner Hund.

Ihr Tod war also abzusehen und trotzdem hat es mich innerlich zerrissen, als sie auf meinem Schoß aufgehört hat zu atmen.

Zwei Tage lang lag ich eigentlich fast nur um Bett. Hätte ich meine anderen Hunde nicht, um die ich mich kümmern musste und denen ich den Schmerz nehmen wollte, wäre ich wohl noch länger liegen geblieben.

 

Dann beschlossen mein Liebster und ich, dass ich zu ihm ziehen würde.

Denn Yoyo war es gewesen, die mich bisher daran gehindert hat, zu ihm zu ziehen. Sie war schon so pflegebedürftig, dass ich sie nicht einfach mitnehmen hätte können, aber so auf mich bezogen, dass es auch keine Option gewesen war, sie bei meiner Mutter zu lassen.

Und ich brauchte eine Veränderung, die ich selbst in die Wege leiten konnte und mir nicht einfach vom Schicksal vor die Nase gesetzt bekam.

Natürlich habe ich mich über den Entschluss gefreut. Aber dann überkamen mich Ängste und Schuldgefühle.

Was, wenn die Beziehung nicht mehr funktioniert, wenn ich mit Davor zusammen ziehe? Trennen wir uns dann?

Und ist es nicht gemein Yoyo gegenüber, die Situation mehr oder weniger auszunutzen?

 

Sollte ich nicht lieber trauern, anstatt einen Umzug zu planen?

Das waren die Fragen, die sich immer mehr in mein Gehirn brannten, bis ich nicht mehr schlafen konnte und wieder instabiler wurde.

Immer mehr Ängste und Befürchtungen kamen auf und endlich kam der Tag, an dem ich nach der Sommerpause wieder bei meiner Therapeutin war.

Allerdings hatte ich mich in den Tagen und Wochen zuvor schon bei Freunden so weit geöffnet, dass es bei der Therapie gar nicht mehr so schwierig war auszusprechen, was gerade alles in meinem Kopf vor sich geht.

 

Nach und nach ging es mir besser.

Der Rest des Sommers verging und jetzt stand der Umzug schon vor der Tür. Nochmal überfielen mich meine Ängste. Ich konnte nicht schlafen und manchmal musste ich ganz plötzlich weinen. Zum Beispiel im Supermarkt, weil ich nicht gleich fand, was ich wollte.

Plötzlich war ich wieder total instabil. Meine innere Anspannung stieg immer wieder stark an, ich war schreckhaft und ängstlich. Die „kleine Pia“ in mir drängte sich in den Vordergrund.

 

Nach außen hin wirkte ich wohl auch ziemlich launisch. Naja, ich war es auch.

Jetzt wohne ich seit drei Wochen mit meinem Liebsten zusammen und ich merke, wie ich immer entspannter werde. Klar gibt es so Tage wie heute, an denen ich in nicht so guter Stimmung bin, aber das wird es immer geben und das ist auch okay so.

Ganz zu Beginn war es auch schwierig für mich, wirklich jede Nacht jemanden neben mir im Bett liegen zu haben, aber auch hier freue ich mich mittlerweile, dass ich jede Nacht die Möglichkeit habe, mit meinem Freund zu kuscheln.

Ich vermisse auch Anka und Flocke, die Hunde, die bei meiner Mama geblieben sind, ganz schrecklich. Dabei sehe ich sie mehrmals in der Woche.

 

Die verschiedensten Gefühle prasseln teilweise im Minutentakt auf mich ein und ich freue mich ehrlich auf die nächste Therapie-Einheit …

 

Gruß und Kuss,

PiusLucius