Yoyo – ein Tag im Leben eines behinderten Hundes | PiusLucius

Guten Tag meine lieben Menschen!

Heute darf ich euch schreiben, denn mein jüngeres Frauchen Pia hat mir erlaubt euch einen Tag in meinem Leben mitzunehmen! Ich bin schon ganz aufgeregt!

Nun, es dämmert schon, es ist also schon lange Zeit um die anderen zu wecken, schließlich will ich spielen. Ich mag es wirklich gerne, früh am Tag zu spielen, da bin ich ausgeschlafen und meine Glieder tun mir kaum weh.

Hops, da ist der Ball! Früher hat er Geräusche gemacht, wenn ich auf ihn gebissen habe, allerdings tut er das schon viele Winter nicht mehr.

Yoyo
Ich darf den Ball nicht aus den Augen lassen…

Wenn mich jemand spielen sieht, da wird er sich denken „die Yoyo macht ja gar nichts“ aber dem ist nicht so. Ich schupfe mit einem meiner Frauchen eigentlich jeden Morgen den Ball hin und her und manchmal, ja da laufe ich ihm sogar nach! An guten Tagen kann das sogar recht oft passieren. Und glaubt mir, für meine drei kurzen Beinchen ist das auch schon ganz schön viel! Werdet einmal so alt, wie ich es bin!

behinderter Hund
Schaut mal was für ein tolles Tuch ich da hab

Jetzt ist aber genug, ich habe Hunger! Dummerweise müssen wir Hundemädchen immer vorher mit unseren Menschen raus gehen, um unser Geschäft zu erledigen. Weil ich aber schon alt bin und bei mir in der Popo-Gegend schon viel kaputt war, habe ich im Fliesenzimmer (ich glaube, dass die Menschen es Badezimmer nennen, oder so ähnlich) ein eigenes Klo! Ja ich genieße bei meinen Menschen wahren Luxus.

Trotzdem muss ich auch hinaus, schließlich muss ich ja mein Revier inspizieren. Das ist meine tägliche Pflicht.

Pia trägt mich da hinaus, damit ich meine Kräfte sparen kann.

Nachdem ich alles inspiziert und kontrolliert und natürlich auch markiert habe, geht’s zurück ins Haus, denn dort wartet schon das Frühstück! Morgens gibt es meist richtige Köstlichkeiten. Meine Hundefreundinnen Sweety und Anka stellen sich mit mir gemeinsam und schon bekommen wir etwas – wurde ja auch schon Zeit, bin schließlich schon lange wach und brauche Energie!

Und weil ich jetzt schon so lange wach bin, ist es bereits Zeit für ein kleines Schläfchen – ja so ein alter Hund, wie ich es bin, braucht viel Schlaf.

Yoyo
Es ist Zeit für ein Nickerchen

Wer weckt mich? Oh es  ist Anka! Sie berichtet mir, dass wir gerufen wurden. Das ist lieb von ihr! Schließlich höre ich schon nicht mehr gut und wenn ich schlafe, da merke ich oft nicht mehr, wenn man nach mir verlangt.

Na schauen wir mal, was unsere Menschen mit uns vorhaben!

Scheinbar gehen wir wieder raus. Uns werden die Geschirre angezogen. Unsere Menschen sagen uns immer wieder, dass wir ohne unsere Geschirre nicht aus dem Garten raus dürfen. Sie sagen es ist verboten. Also helfen wir kräftig mit beim Anziehen – ich stecke mein Bein durch die Schlaufe und Pia gibt mir Halt, damit ich nicht umkippe. Auf zwei Beinen kann ich schließlich nicht so gut stehen.

Wir fahren mit dem Auto weg. Juhu! Ich fahre gerne weg und erweitere so mein Revier. Es gibt ja so viel zu entdecken!

Am besten nutze ich die Zeit im Käfig zum Schlafen….

… Oh ich glaube wir sind da! Sind wir da? Ich will raus! Pia! Frauchen! Ich will raus! Jetzt macht schon den Käfig auf! Bitte vergesst mich nicht!

 

Ah, endlich wir werden raus gelassen. Manchmal brauchen diese Menschen echt lange… Wahnsinn!

Na zum Glück haben sie wenigstens meinen Wagen mit. Wisst ihr, den haben mir meine Menschen nach meinem letzten großen Besuch bei der Frau Doktor geschenkt. Ich finde ihn toll. Er ist wie ein Bettchen, nur eben auf Rädern. Wenn ich müde bin darf ich darin geschoben werden.

Yoyo im Hundewagen
Na? Habt ihr auch einen so schicken Wagen?

Hier sind große Steine und es macht Spaß auf ihnen herum zu laufen. Anka und Sweety klettern alleine auf ihnen herum. Das schaffe ich nicht mehr so, aber mit der Hilfe meiner Menschen schaffe ich da auch noch einiges!

Yoyo
He du! Streichel mich!

 

Wieder zu Hause angekommen lege ich mich hin. Ich bin sehr müde …

 

Ich werde aufgeweckt … irgendwie ist mein Popo warm und nass … ui … ich hoffe Pia schimpft nicht, weil ich nicht gespürt habe, dass ich Lulu machen musste …

Sie hebt mich hoch und gibt mir ein Bussi auf den Kopf. Scheinbar ist sie nicht böse auf mich, aber ich fühle mich trotzdem doof. Und meinen Popo waschen müssen wir jetzt auch. Das mag ich gar nicht…

 

Naja, wenigstens gibt es jetzt was zum fressen … das ist sehr gutes Futter!

 

Und jetzt gute Nacht, also macht bitte das Licht aus.

 

Das Tuch haben wir vom Verein Behinderter Hund – Na und?

8 Kommentare zu „Yoyo – ein Tag im Leben eines behinderten Hundes | PiusLucius

  1. Yoyo hätte sicher sehr viel Spass mit Hannes – sie sehen sich sogar ähnlich … Ich hoffe zwar dass Hannes noch ganz lange sehr fit sein wird, weiss aber genau dass ich immer für ihn da werde – in guten wie in schlechten Tagen!

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  2. Was für tolle Einblicke in den Hundetag. 🙂 Ich liebe ja solche Geschichten, vor allem weil ich ja auch Hundemama von zwei Fellnasen bin. Gerne mehr davon!

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com und thepawsometyroleans.com

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