Deutsches Museum

Wie man in der Quarantänezeit seine Psyche schützen kann + Ideen für den Zeitvertreib

Corona und Quarantäne ist in aller Munde.

Das ist stressig und die Psyche leidet, besonders wenn man bereits psychische Probleme hat, aber auch sonst kann die Situation sehr triggernd sein.

Wie kann man sich und seine psychische Gesundheit besonders schützen? Hier ein paar Ideen:

Nachrichten meiden

Fernsehen und Social Media sind voll mit Covid19, Quarantäne und Co. Das ist stressig und macht Angst, was bei Angst- bzw. Zwangsstörungen fatal werden kann. Deshalb ist es sinnvoll, Nachrichten zu meiden. Ich persönlich habe momentan Facebook von meinem Handy verbannt und Instagram nutze ich sehr eingeschränkt.

Beispielweise habe ich gewisse Accounts momentan auf stumm geschalten und sehe dadurch (fast) nur Beiträge, die sich nicht mit der Thematik beschäftigen.

Auch ist es wichtig, seriöse Quellen zu nutzen, um nicht durch Gerüchte noch mehr verunsichert zu werden.

Ihr könnt beispielsweise auch Freunde bitten, euch mit den Infos, die für euch relevant sind, zu versorgen, damit ihr nicht unnötig viele Nachrichten konsumieren müsst.

Eine Tagesroutine planen

Viele Tage zu Hause bleiben zu müssen, ohne eine Routine zu haben, kann vor allem Depressionen verstärken oder sogar depressive Episoden auslöse.

Überlegt, was ihr in der Zeit alles machen könnt, schnappt euch einen Zettel und macht euch einen groben Plan, um welche Tageszeiten ihr das am besten machen könnt.

Auch eine fixe Morgenroutine ist nicht von Nachteil. In der Früh aufstehen, sich waschen und anziehen. All das kann helfen.

Homeworkouts

Bewegung ist ein natürliches Antidepressivum. In der Quarantänezeit sind wir aber weniger unterwegs. Das ist klar.

Aber auch zu Hause kann man super Bewegung machen. Homeworkouts (ich persönlich bin ja ein Fan von Tanzworkouts) finden sich zu Hauf auf YouTube und sind super fürs Wohnzimmer geeignet.

Auch ein Spaziergang im Grünen ist (mit genügend Abstand zu anderen Personen) kein Problem.

Mit Freunden telefonieren

Nur weil wir uns nicht physisch treffen können, heißt es nicht, dass wir gar keinen Kontakt mehr zu Personen haben dürfen. Ruft eure Freunde an, schreibt mit ihnen. Vertreibt euch so gemeinsam die Zeit, damit nicht das Gefühl aufkommt, man wäre vollkommen alleine in diesem Chaos.

Mit dem Therapeuten Skypen/Facetimen/telefonieren

Fragt euren Therapeuten beziehungsweise eure Therapeutin, ob ihr eure Einheiten über beispielsweise Skype trotzdem halten könnt. Die meisten Psychologen werden damit keinerlei Probleme haben und euch weiterhin betreuen können, was in Zeiten wie diesen besonders wichtig.

Achtsamkeitsübungen

Der Kopf ist voll und wir kommen nicht zur Ruhe. Das ist auf Dauer nicht nur doof sondern kann richtig ungesund werden.

Klingt ätzend, ist aber wirklich effektiv: Achtsamkeitsübungen.  Achtsamkeit ist die liebevolle Annahme von dem, was gerade ist.

Konzentriert euch mal auf euren Atem, ohne diesen zu verändern. Spürt in euch rein, wie sich Brustkorb und Bauch heben und senken. Lasst eure Gedanken dabei ziehen, ohne sie zu bewerten.

Achtet mal darauf, wie sich das Brot auf der Zunge anfühlt, wie es genau schmeckt.

Macht die Augen mal zu und achtet darauf, welche Geräusche ihr wahrnehmt. Das Brummen des Kühlschranks, das Schnarchen des Hundes, das Zwitschern der Vögel…

Ablenkung

Mir hilft Ablenkung in Zeiten, in denen ich viel Zuhause bin sehr. Und so wird es den meisten von euch gehen. Aber was kann man machen, wenn man nicht ins Café gehen kann, um sich mit Freunden zu treffen?

Ihr könntet zum Beispiel

  • ein Buch lesen,
  • die Abstellkammer aufräumen.
  • einen Film schauen,
  • ein Projekt angehen, welches ihr schon lange angehen wolltet,
  • über Apps eine neue Sprache lernen,
  • eine Pinterest Pinnwand erstellen, 
  • ein Bild malen, 
  • Quizduell mit Freunden spielen, 
  • das Instrument wieder mal spielen,
  • Tagebuch schreiben,
  • das Bücherregal neu sortieren,
  • Videospiele spielen,
  • mit euren Großeltern oder anderen Verwandten telefonieren,
  • einen Liebesbrief an euch selbst schreiben,
  • das Gefrierfach abtauen lassen, 
  • eine Kurzgeschichte schreiben, 
  • die Kleidung aussortieren,
  • euch über den Klimaschutz informieren,
  • eine Collage basteln,
  • eine Liste mit Dingen anfertigen, für die ihr dankbar seid,
  • ein Bullet Journal anlegen,
  • eine Liste schreiben, mit Dingen, die ihr nach der Quarantänezeit machen wollt,
  • ein Bad nehmen,
  • das Lieblingsalbum ganz bewusst hören,
  • einen 5-Jahres-Plan für eure Ziele erstellen,
  • Yoga machen,
  • ein Gedicht lernen, 
  • Kalligraphie üben,
  • dem Haustier einen neuen Trick beibringen, 
  • Brettspiele mit dem Mitbewohner spielen,
  • zerrissene Kleidung flicken,
  • eine Dokumentation ansehen,  
  • die Fenster putzen, 
  • Fotos am PC sortieren,
  • neue Bands entdecken,
  • mehr von meinen Blogbeiträgen lesen 😉
  • und vieles mehr!

 

Welche Ideen habt ihr? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Passt auf euch auf!

Gruß und Kuss

PiusLucius

Resilienz – Was ist das? | Gastgeflüster

Resilienz? Was ist das und wie können wir sie stärken?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich heute Saskia, die Gastautorin dieses Beitrags:

Resilienz – wieder so ein neumodischer „Psychokram“?

Ich muss zugeben, nach dem Hype um Stressmanagement, Work-Life-Balance & Co., wird Resilienz etwas sein, mit dem Sie sich zunächst skeptisch auseinandersetzen werden.

Zu Recht … es kommt ja nun wirklich permanent immer wieder irgendetwas Neues, mit dem es uns besser gehen soll … wir noch leistungsfähiger werden usw.

Hier muss ich Sie aber zu einem Teil enttäuschen, Resilienz ist kein neues „Wundermittel“ und wird auch mit Sicherheit nicht Ihre Leistung ins unermessliche steigern oder all Ihre Probleme und Unwägbarkeiten des täglichen Lebens lösen.

Resilienz ist ein Fachbegriff für etwas, das wir alle – der Eine mehr, der Andere weniger – bereits haben … nämlich die psychische Widerstandsfähigkeit. Also die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, bis hin zur Selbsterhaltung. Sozusagen das „Immunsystem der Seele“.

Den Begriff der Resilienz gibt es seit den 50-er Jahren. Im Laufe der Zeit hat sich die Begrifflichkeit etwas gewandelt. In den 50-er Jahren bezog sich die Bezeichnung „resilient“ auf die psychische Widerstandsfähigkeit in Extremsituationen. Heutzutage geht es auch um die angemessene Umgehensweise mit Belastungen der Arbeitswelt und Lebenskrisen.

Im Rahmen verschiedener Resilienzstudien wurden zum Beispiel resiliente Kinder als anpassungsfähig, belastbar, aufmerksam, tüchtig, neugierig und voller Selbstvertrauen beschrieben (Längsschnittstudie von Asendorpf und van Aken). Erstaunlich ist hier, dass Mädchen häufiger als resilient eingestuft wurden als Jungen.

Was beeinflusst nun die persönliche Resilienz?

Ihre persönliche Resilienz wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Von Umweltfaktoren (Familie, Kultur, soziales Umfeld etc.) über personale Faktoren (Intelligenz, Religiösität etc.) bis hin zu emotionalen Faktoren (Fähigkeit Emotionen und Handlungen zu kontrollieren).

Resilienz macht es Ihnen möglich, Bewältigungsstrategien für sich zu entwickeln. Je ausgeprägter Sie resilient sind, umso eher können Sie Krisensituationen bewältigen.

„Resiliente Personen besitzen die Fähigkeit, Möglichkeiten dort zu ergreifen, wo sie sich bieten.“ (Quelle: unbekannt) – dieses Zitat ist sehr zutreffend, ABER: auch resiliente Menschen stoßen an ihre Grenzen.

Nun genug zur „trockenen Theorie“ – was können Sie dafür tun, Ihre persönliche Resilienz zu steigern? Geht nicht, sagen Sie? Doch … das geht!

Ein paar kurz gefasste Denkanstöße:

  • Bestimmt das Schicksal über mein Leben, oder gibt es vielleicht auch andere Möglichkeiten? Einen Neuanfang zum Beispiel.

 

  • Lassen Sie sich im Falle einer Krisensituation nicht gänzlich davon lähmen. Fragen Sie sich lieber, was Ihnen jetzt gut tun würde … und TUN SIE ES! Wenn Sie sich von der Situation lähmen lassen, kommen Sie dort nie heraus.

 

  • Es ist vollkommen okay auch mal auf Abstand zu gehen. Es ist legitim, dass Sie sich Zeit nehmen die Situation zu betrachten und darüber nachzudenken, wie es nun weitergeht … OHNE „gute Ratschläge“ von außen.

 

  • Finden Sie Ihren „Gral“ … den Ort oder Tätigkeit, der zu Ihrem Wohlbefinden und klaren Gedanken beiträgt. Beim Einen ist es Sport, beim Anderen einfach nur für sich sein und nachdenken.

 

  • Wenn Sie denken, Sie bräuchten Rat, scheuen Sie sich nicht diesen einzuholen. Egal was Freunde und Familie evtl. dazu sagen, dass Sie deren „gute Ratschläge“ in den Wind schlagen und sich anderswo Rat holen.

 

Das Wichtigste ist aber: es ist IHR LEBEN – Sie und NUR SIE wissen am besten, wie Sie die Krise bewältigen und nicht kapitulieren.

Mir zum Beispiel hat es sehr geholfen ein Ehrenamt auszuüben. Auf meinem Blog führe ich den Zusammenhang von Resilienz und Ehrenamt genauer aus.

„In jeder Krise gibt es nicht nur eine Chance, sondern auch eine Möglichkeit“ (Martin Luther King).

In diesem Sinne: lassen Sie sich nicht beirren … es ist okay in einer schwierigen Situation wütend, traurig oder lethargisch zu sein. Aber: Sie finden einen Weg dort hinaus – jeder von uns hat ein gewisses Maß an Resilienz!

 

Ihr wollt mehr von Saskia lesen? Dann kommt ihr hier auf ihren Blog.

 

 

 

Was ich in 5 Jahren Therapie gelernt habe

Wie ihr wisst, bin ich in Psychotherapie. Mittlerweile sind es fünf Jahre, in denen ich regelmäßig zu Sitzungen mit meiner Gesprächstherapeutin gehe.

In der Therapie geht es nicht darum, dass meine Therapeutin mir Lösungen zu meinen Problemen gibt. Das kann sie auch gar nicht. Sondern sie gibt mir immer wieder Denkanstöße, indem sie mir die richtigen Fragen stellt, über die ich vor allem in der Zeit zwischen den Terminen nachdenke.

In den fünf Jahren habe ich einige Dinge gelernt und ein paar davon möchte ich in diesem Beitrag mit euch teilen.

Es gibt keine positiven oder negativen Gefühle

Für manche von euch mag das vielleicht gerade etwas komisch klingen. Was soll denn an Trauer, Wut und Angst positiv sein?

So einiges!

Angst schützt uns vor Gefahren. 

Trauer hilft uns, Verluste zu verarbeiten.

Wut zeigt uns, dass wir mit der Situation nicht zufrieden sind. 

Wir empfinden solche Gefühle oft als unangenehm und verurteilen sie daher schnell als „negativ“. Dabei sind auch diese Emotionen dazu da, uns zu schützen und gut durch unser Leben zu kommen.

(Deshalb ist es wichtig, diese auch zuzulassen. Nur wenn sie übermäßig und ohne „realen“ Grund aufkommen, sollte man dagegen vorgehen.)

Als ich noch sehr stark unter Angst und Trauer gelitten habe, wollte ich diese Sicht nicht wirklich wahrhaben, aber seit ich verstanden habe, dass diese Gefühle einen sinnvollen Ursprung haben, fällt es mir leichter damit umzugehen und daran zu arbeiten.

 

Auch unangenehme Gefühle vergehen

Alles ist vergänglich. So auch Gefühle. Angenehme Gefühle vergehen, aber eben auch unangenehme. Oft empfinde ich Gefühle als sehr schwer auszuhalten. Das führt schnell zu einer hohen Anspannung, die mich wiederum auf schlechte Gedanken bringt.

Meine Therapeutin sagt immer, wenn ich ihr von der Angst erzähle, die ich vor diesen Momenten habe: „Versuche dieses Gefühl auszuhalten, sitze es einfach aus. Auch wenn du schlechte Gedanken dabei hast. Deine Gefühle selbst können dir nichts tun und sie vergehen.“ 

Und ich muss sagen, dass sie recht hat mit ihrer Aussage. Auch wenn es manchmal richtig schwer ist zu glauben, vergehen auch die unschönen Zeiten.

 

Ich bin nicht verantwortlich für das Glück anderer

Oft habe ich mich sehr schlecht gefühlt, wenn jemand in meiner Umgebung wirklich unverständliche Entscheidungen trifft oder es der Person grundsätzlich schlecht geht, sich aber nicht wirklich helfen lässt.

Ehrlich gesagt überkommt mich da manchmal immer noch ein abgrundtief schlechtes Gewissen.

Ich kann ehrlich nicht sagen, wieso ich mich so dermaßen verantwortlich für andere fühle, aber es wird besser, denn ich habe gelernt, dass ich nicht für das Glück anderer Menschen verantwortlich bin, sondern nur für mein eigenes (und das meiner Tiere und später eventuell mal das meiner Kinder, aber das ist wieder eine andere Sache bezüglich Verantwortung und Abhängigkeit).

 

Ich habe das Recht NEIN zu sagen

Früher habe ich viele Dinge mit mir machen und über mich ergehen lassen, die ich so überhaupt nicht wollte. Ich ließ mir einreden, dass ich nicht zu widersprechen hätte, da ich sonst nicht geliebt werden würde.

Das macht über die Jahre ganz schön kaputt und ist einer der Gründe, warum ich zur Therapeutin gehe.

Durch die Gespräche habe ich immer mehr verstanden, dass ich durchaus das Recht habe, „nein“ zu sagen. Wer das nicht akzeptieren kann, hat an meiner Seite nichts mehr zu suchen.

Gerade dieser Punkt war für mich sehr lange schwer zu verinnerlichen. Auch jetzt habe ich manchmal noch ein schlechtes Gewissen oder fürchte, nicht mehr lieb gehabt zu werden.

Aber es ist auf alle Fälle besser geworden und meine Lebensqualität ist um einiges gestiegen.

Ich – und nur ich – darf Entscheidungen über meinen Körper treffen

Dieser Punkt hängt mit dem vorherigen zusammen, aber ich möchte ihn euch trotzdem noch einmal extra erklären.

Einige Menschen, wie beispielsweise mein Liebster, haben das Glück, so gut wie nie zum Arzt zu müssen und bis auch hin und wieder mal eine Erkältung sind sie fit.

Ich habe leider ein paar Baustellen. Nichts tragisches, aber ich muss den einen oder anderen Arzt dann doch öfter aufsuchen.

Grundsätzlich bin ich einer der Patienten, die sich leicht unterbuttern lassen. Oder besser gesagt ließen. Selbst wenn ich eine Untersuchung (natürlich keine überlebensnotwendigen) so gar nicht wollte, habe ich sie ohne Widerrede sofort machen lassen, auch wenn ich dadurch gelitten habe wie ein Hund. 

Es hat lange gedauert, aber seit dem letzten Jahr habe ich es verinnerlicht:

Ich bin die Chefin, wenn es um meinen eigenen Körper geht!

Ich bestehe, wenn ich es für nötig halte, auf eine Bedenkzeit. Wenn abgemacht war, dass diese oder jene Untersuchung nur stattfindet, wenn mein Freund dabei ist, dann beharre ich mittlerweile darauf, auch wenn ich dabei noch die eine oder andere Träne vergieße.

Mit diesem Punkt habe ich viel weniger Stress vor Arztterminen, da die vermeindliche Macht des Arztes über mich viel geringer und weniger gruselig ist.

 

Das waren meine fünf Dinge, die ich in fünf Jahren Gesprächstherapie gelernt habe.

Gruß und Kuss

PiusLucius

 

Bin ich unglücklich? – Gefühlskarussell

Hallo ihr Lieben!

Heute nehme ich euch wieder mit in mein Gefühlskarussell. Zur Zeit ist es eine richtige Achterbahn und ich hoffe, dass sich das bald wieder legt.

Was ist los?

Es hat mehrere Gründe, warum ich momentan so aufgewühlt bin. Einer dieser Gründe ist der enorme Prüfungsstress, in dem ich zur Zeit stecke. Die Zeit für mich kommt daher viel zu kurz und ich laufe auf Hochtouren. Selbst wenn ich nicht gerade über meinen Skripten hänge, rotieren meine Gedanken.

Schaffe ich das alles?

Was passiert, wenn ich es nicht schaffe?

Wie geht es weiter?

Was könnte ich besser machen?

Wann kann ich wieder in den Reitstall?

Wie mache ich mit dem Blog weiter?

 

Und manchmal ist mein Kopf einfach leer. Wahnsinnig leer.

Bin ich unglücklich?

Nicht nur meine Gedanken kreisen, auch meine Gefühle erleben eine Achterbahnfahrt.

In einem Moment bin ich einfach gestresst und im nächsten bin ich unglücklich. Aber bin ich wirklich unglücklich? Im nächsten Augenblick bin ich schließlich einfach wahnsinnig froh.

Auch die Hochspannung, die ein Symptom meiner Borderline-Erkrankung ist, macht mir in letzter Zeit Probleme. Allerdings habe ich sie noch unter Kontrolle.

Doch nicht nur die Hochspannung ist momentan Thema. Nein, auch die Angst, besser gesagt die Panikattacken, haben sich wieder zurück gemeldet. Warum sie wieder da sind? Vielleicht, weil ich vor kurzem eine Retraumatisierung hatte. Oder weil ich momentan nicht die Zeit habe, mich so um mich selbst zu kümmern, wie ich es eigentlich bräuchte. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem.

Trotzdem froh?

In den Zeiten, in denen es mir nicht so gut geht, merke ich schnell, wie froh ich um so manchen Menschen in meiner Umgebung bin.

Ich bin froh über meine Mutter, die mich aus dem Bett katapultiert und mir auch manchmal ein Spiegel ist, wie ich gerade drauf bin.

Ich bin froh über meine beste Freundin, die mir zur Seite steht, wenn sonst niemand da ist.

Ich bin froh über meinen Liebsten, der mir nicht böse ist, wenn ich ihn angrantl, weil ich mit der Gesamtsituation unzufrieden bin und einfach motzen will.

Ich bin froh über meine Therapeutin, die sich gefühlt jedes mal das Gleiche anhören muss, wenn ich zu ihr komme.

Früher war ich in den Momenten, in denen ich am Boden war, gar nicht mal so froh über all das. Ich konnte nicht erkennen, wie viel mir gegeben wurde. Jedes Wort hörte sich für mich an wie pure Kritik an meiner Person. Doch heute versuche ich ein bisschen Abstand zu nehmen. Quasi meine Situation von außen  zu betrachten.

Das, in Kombination mit vielen wertvollen Gesprächen und einer guten Form der Selbsthilfe, gibt mir Hoffnung. Ich weiß, dass es wieder besser werden wird. Und wenn nicht, habe ich immer einen Notfallplan.

 

Hier könnt ihr noch die anderen Beiträge zum Gefühlskarussell lesen, wenn es euch interessiert, was so in der Welt einer psychisch Kranken passiert.

Panik und Selbsthass

Depressive Phase?

 

Tierisch verreist? – Monatsrückblick Februar 18

Huhu ihr Lieben!

Endlich kann ich mich mal wieder von hier aus melden. Mein Laptop wollte nicht so, wie ich und ich muss es euch ganz ehrlich sagen: Vom Handy aus so viel tippen ist doof. Darum und aus ein paar anderen Gründen, habt ihr im Februar wenig von mir gehört.

Reisefieber? Immer wieder!

Wie ihr bestimmt mitbekommen habt, war ich am Anfang des Monats mit meinem Liebsten in Amsterdam. Wir haben unseren Urlaub wirklich genossen und ich werde euch bald noch mehr von der Reise erzählen.

(Ich weiß, ich verspreche jetzt schon länger, dass ihr einen Reisebericht bekommt, aber grad am Handy war das Formatieren der Bilder extrem langwierig und ich habe beschlossen, doch den Monatsrückblick vorzuziehen, damit ich nicht ganz von der Bildfläche verschwinde.)

PiusLucius und Davor in Amsterdam
So eine kleine Reise tut der Beziehung gut

Einfach tierisch?

Ein Besuch im Haus des Meeres

Zehn Jahre war mein letzter Besuch des Haus des Meeres her. Obwohl wir schon länger den Plan hatten, es zu besuchen, hatten wir es bisher nicht geschafft. Bis Jetzt.

So viele Meerestiere! Ein Wahnsinn, daran konnte ich mich gar nicht erinnern. Und ganz oben angekommen, hat man einen wunderbaren Ausblick über Wien.

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Diese Meeresschildkröte heißt so wie eine unserer Schildkröten 😀

Ein Gruß an den „Behinderten Hund – Na und?“ auf der Haustiermesse Wien

Ich hab euch ja schon ein paar mal vom Verein “Behinderter Hund – Na und?“ erzählt. Er hatte dieses Jahr auf der Haustiermesse wieder einen Stand und so musste ich bei ein paar lieben Leuten unbedingt vorbei schauen.

(Vielleicht habe ich euch ja sogar auch schon erzählt, dass sich da ein nettes Grüppchen zusammen gefunden hat, das befreundet ist.)

Und neben den Gesprächen mit der Obfrau Kathi, die auch das Buch geschrieben hat, welches ich euch letztens empfohlen habe, fielen mir auch Manschetten auf, wovon ich eine mit der Aufschrift “TAUB!“ für meine geliebte Yoyo mitgenommen habe.

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Yoyo ist jetzt gut gekennzeichnet durch Halstuch und Manschette vom “Behinderter Hund – Na und?“

Hallo Flocke!

Vielleicht habt ihr es ja schon auf meinem Instagram Profil oder auf Facebook gesehen – wir haben ein neues Mitglied in unserem Rudel! Um genau zu sein, ist sie schon im Jänner bei uns eingezogen, aber ihr versteht bestimmt, wenn ich solche Sachen nicht sofort mit der Öffentlichkeit teile.

Die kleine Chihuahua-Dame ist Anfang November geboren und ist eine ganz schön freche Laus!

Natürlich werde ich euch über sie am Laufenden halten.

Chihuahua Hündin Flocke
langsam verliert sie ihre kindlichen Züge

Neue Orte entdecken

Der Wunderladen

Vor kurzem habe ich mich mit meiner Liebsten Freundin getroffen und wir setzten uns in den „Wunderladen“. Es ist ein kleines Café, in dem nicht nur Kaffee und Cupcakes verkauft werden, sondern auch Schmuck verkauft wird.

Der „Wunderladen“ ist im vierten Bezirk, ganz in der Nähe der Wiener Karlskirche.

Und was soll ich sagen, ich habe mich einfach ein bisschen verliebt 😉

Wunderladen Wien
Ich finde die Einrichtung wirklich entzückend

Wunderladen Wien

Ziele für den März

Ich habe mich dazu entschieden, euch meine Ziele für den März zu verraten. Natürlich nicht all meine Ziele, schließlich habe ich auch welche, die zu privat sind, um sie im Internet mit der ganzen Welt zu teilen, aber so ein bisschen was und ich werde euch im nächsten Rückblick von der Umsetzung erzählen.

Meinen Kleiderschrank ausmisten

Sogar einer meiner Jahresziele! Ich hoffe einfach, dass es jetzt langsam wieder wärmer wird und da hat mein Kleiderschrank einfach einen Frühlingsputz verdient…

Wieder besser um den Blog kümmern

Ganz ehrlich, ich habe es wirklich vermisst und ich kann euch nicht mal sagen, warum ich das Schreiben so schweifen gelassen habe! Wie ihr aber bestimmt wisst, gehört zu einem Blog mehr als schreiben und so möchte ich auch im März

jeden Tag bei Instagram posten

und etwa jeden zweiten Tag auf meiner Facebook-Seite

Natürlich werde ich auch versuchen, mich um meinen verloren gegangenen Schreibfluss zu kümmern.

Gewicht verlieren

Ich habe in den letzten Wochen oder vielleicht sogar Monaten viel an mir herumgemeckert, weil ich über meinen Körper unzufrieden war. Ich hatte einfach in den letzten Monaten ein bisschen zugelegt und und das hat mich gestört – mich stört es auch immer noch.

Aber es hat vor etwa zwei Wochen „Klick“ gemacht. Wenn es mich stört, dann bringt es mir nichts, wenn ich rumjammer – ich muss etwas tun. So habe ich angefangen mir einen Überblick zu verschaffen, wie viel ich wovon esse und wie viele Kalorien mein Essen hat.

Erste Ergebnisse lassen sich übrigens schon verzeichnen.

 

Wie ging es euch in diesem kalten Februar? 

 

Gruß und Kuss,

PiusLucius

Wie man jeden Tag gegen seine Depressionen kämpfen kann

Hallo meine Lieben! Ich hoffe, es geht euch gut 🙂

Heute gibt es mal wieder was zum Thema “psychische Gesundheit“. Genauer gesagt, soll es um Depressionen gehen und was man selbst jeden Tag tun kann, damit sie leichter werden.

(ACHTUNG! Diese Punkte können euch helfen, ersetzen aber keinesfalls professionelle Hilfe. Sollte es euch nicht gut gehen, dann wendet euch bitte an einen Arzt oder einen Therapeuten.)

Aufstehen

Das klingt für viele vielleicht ein bisschen absurd. Aber ja, ihr lest richtig.

Bei Depressionen ist es sehr wichtig, täglich aus dem Bett zu kommen. Nicht nur, um aufs Klo zu gehen. Morgens aufstehen (egal, ob man einen Termin hat oder nicht), sich waschen und anziehen.

Je nach Schwere der Depression ist das schon eine ziemliche Herausforderung, aber gerade wenn es einem sehr schlecht geht, ist das ein sehr wichtiger Schritt.

Bewegung

Bewegung hat mir bis jetzt immer sehr gut geholfen. Mittlerweile gehe ich sehr gerne und nach Möglichkeit regelmäßig zum Sport, da ich merke, wie er meiner Seele gut tut.

Ihr müsst aber gar nicht zum Marathonläufer werden, um gegen eure Depressionen zu kämpfen. Es reicht schon, wenn ihr jeden Tag eine Runde spazieren geht.

Schnappt euch also einen Freund oder Kopfhörer und raus mit euch 😉

Gesundes Essen

Gesunde Ernährung ist essentiell. Sie gibt unserem Körper Kraft und die brauchen wir. Vor allem, wenn unsere Psyche keine Kraft mehr hat, schließlich hängen Körper und Seele eng zusammen.

Viel frisches Obst und Gemüse empfehle ich euch an dieser Stelle. Vor allem, wenn es mir schlechter geht, versuche ich mich dazu zu zwingen, mich mit meinem Essen zu beschäftigen. Wenn ich (zu viel) Junkfood esse, geht es mir auffallend schlechter.

Obstsalat

Positives festhalten

Mir hilft es wahnsinnig viel, Erlebnisse und Momente festzuhalten, in denen ich glücklich war. Zum Beispiel jeden Tag eine Sache aufschreiben, für die ich dankbar bin.

Vor kurzem hat mir meine liebste Freundin ein Glas geschenkt, in das ich die Glücksmomente werfe, die ich vorher auf kleine Zettel geschrieben habe.

So beschäftige ich mich bewusster mit den positiven Dingen im Alltag und wenn es mir schlechter geht, kann ich mir die Erinnerungen immer wieder ins Bewusstsein rufen.

Vielleicht wäre das ja auch was für euch?

Raus in die Natur

Geht jeden Tag raus und so oft wie nur möglich in die Natur. Und wenn ihr euch dort nur auf eine Parkbank setzt, dann ist das auch okay. Hauptsache ihr bleibt nicht permanent in euren vier Wänden, sondern schnappt frische Luft.

Soziale Kontakte

Ein weiterer wichtiger Punkt im täglichen Kampf gegen die Depressionen? Kontakte pflegen!

Oft ist es gar nicht so einfach, seine Freunde regelmäßig zu treffen, aber es tut gut, wenn man regelmäßig in Kontakt ist.

Schnappt euch also euer Handy und ruft eure Liebsten an und schreibt ihnen doch einfach mal, wie lieb ihr sie habt. Und weil’s schon so gut läuft, trefft euch doch auf einen Kaffee oder Kocht gemein etwas Gutes!

Ziele setzen

Ein großes Problem bei Depressionen ist die Antriebslosigkeit. Dieser muss man entgegen steuern.

Auch wenn es hart ist, setzt euch kleine Ziele (am besten welche, die ihr noch am gleichen Tag umsetzen könnt) und wenn es euch besser geht, steigert sie Schritt für Schritt.

Kleine Erfolge feiern

Und wenn wir uns Ziele setzen, haben wir ja auch vor sie zu erreichen. Wichtig ist es, sich dafür auch ein bisschen zu belohnen. Und damit meine ich nicht nur die großen Erfolge, nein, die entstehen ja auch nur durch viele kleine Schritte, die man erledigen muss. Meistens zumindest.

Ein Kollege hat mir mal erzählt, dass er ein ,,Erfolgstagebuch“ führt, in dem er alles aufschreibt, was er an dem Tag geschafft hat. Und sei es nur, dass er aufgestanden ist und sich fertig gemacht hat.

Probiert es doch einfach mal aus!

PiusLucius

Ich hoffe, dass euch diese Punkte ein bisschen helfen konnten. Wie kämpft ihr gegen eure Depressionen? Welche Tipps habt ihr?

Gruß und Kuss,

PiusLucius

18 Ziele für 2018

Na ihr Lieben 🙂

Heute habe ich meine 18 Ziele für das Jahr 2018 für euch!

Warum keine Vorsätze?

Vorsätze sind oft schwammig formuliert und nicht so aufgebaut, dass man Ergebnisse sieht. „Mehr Sport“ „gesünder ernähren“ und Co. sind so typische Vorsätze, die sich fast jeder aufhalst. Und wie viele ziehen das wirklich durch? Kaum wer.

Ziele klar setzen!

Darum setze ich mir klare Ziele, die ich ausformuliere und auch so setze, dass ich sie erreichen kann. Schließlich ist nichts demotivierender, als zu wissen, sein Ziel sowieso nicht erreichen zu können.

Meine Motivation

Die Ziele die ich mir stecke sind an sich schon recht motivierend – zumindest für mich. Als zusätzlichen Ansporn habe ich mir gedacht, dass ich sie euch verrate und in einem Jahr auflöse, was ich alles geschafft habe.

Aber was sind denn jetzt eigentlich meine Ziele für 2018?

400€ zur Seite legen

Warum? Ich denke es ist nie schlecht, ein bisschen was zur Seite zu legen, schließlich kann es immer mal wieder sein, dass man unerwartet Geld braucht.

Die Matura bestehen

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der könnte wissen, dass ich gerade dabei bin, die Matura nachzuholen. Natürlich möchte ich sie auch in allen Fächern bestehen und 2018 sollte es dann soweit sein, dass ich die letzten Prüfungen ablege.

Den Aufnahmetest für die Uni schaffen

Dieses Ziel hängt vom vorigen Ziel (der Matura) ab. Ohne diese brauche ich gar nicht antreten.

Den Erste Hilfe Kurs auffrischen

Sollte man immer mal wieder machen – für alle Fälle!

Einen Tagesritt machen

Ich reite seit ich sieben Jahre jung war. Und ich liebe es! Das Arbeiten auf dem Platz aber natürlich auch die Ausritte durch die Wälder. Mein Ziel ist es, einen Tagesritt mitzumachen.

Ein Gewinnspiel veranstalten

Ja, auch ihr sollt nicht leer ausgehen 😉 Ich glaube, ich hab sogar schon eine Idee …

Ein Konzert besuchen

Wer meinen Blogpost Trotz Angst auf Konzerte gehen gelesen hat, weiß warum ich ein paar Probleme damit habe, auf Konzerte zu gehen. Obwohl ich sie so gerne mag, muss ich mich ein bisschen zu meinem Glück zwingen … und immer wieder üben.

Meinen Kleiderschrank komplett ausmisten

Ein voller Kleiderschrank und trotzdem einfach nichts anzuziehen? Jap, das kenne ich, darum ist es an der Zeit, meinen Kleiderschrank auszumisten um mehr Platz zu schaffen und die Kleidung, die ich wirklich gerne trage, besser schätzen zu können.

25 Bücher lesen

Eigentlich würde ich ja mehr Bücher lesen wollen, aber da ein sehr anstrengendes Jahr auf mich zukommt, beschränke ich mich auf 25 Bücher, die ich 2018 lesen möchte.

Ein Kulturtrip mit einer lieben Freundin

Hasiii, du weißt ich meine dich ♥ Wir MÜSSEN dieses Jahr einen Städtebummel machen! Vielleicht Spanien? Oder etwas in den skandinavischen Ländern?

Einen Newsletter einrichten

PiusLucius soll einen Schritt weiter gehen und da habe ich an einen Newsletter gedacht. Jetzt muss ich mich dann nur noch damit auskennen, wie man sowas einrichtet 😉

3 Kilometer in 20 Minuten locker laufen können

Ich war echt mal sportlicher…aber ich habe 2017 wieder die Liebe zum Sport entdeckt und habe mir jetzt das Ziel gesetzt, in 20 Minuten 3 Kilometer laufen zu können, ohne danach um zu fallen. 😉

Mein Zimmer umbauen

Die 13-jährige Pia muss jetzt endgültig aus diesem Zimmer raus. Ich weiß auch schon, wie es aussehen soll, wenn es fertig ist. Bis dahin muss aber noch einiges getan werden.

Komplett auf Stoff umsteigen

Ich verwende während meiner Periode ja Stoffbinden. Allerdings habe ich eine recht starke Blutung, wodurch ich weit mehr brauche, als ich zur Zeit habe. Deshalb möchte ich mir bis Ende des Jahres genug Stoffbinden zulegen, dass ich komplett auf den chemisch gebleichten Schmarn aus der Drogerie verzichten kann.

Eine Reise mit meinem Liebsten

Ich war mit meinem Freund schon eine Nacht in Budapest und wir haben zig Ausflüge unternommen. Auch im kommenden Jahr möchte ich mit ihm wegfahren! Am liebsten so lange wie möglich 😛

Eine Blog-Parade erstellen

Mitgemacht habe ich ja bereits bei einer Blog-Parade. Meinen Beitrag dazu findet ihr hier. Aber ich möchte eine eigene Parade erstellen. Mal sehen welches Thema sich da finden wird.

Arzt-Check

Von A wie Augenarzt bis Z wie Zahnarzt. Sich hin und wieder mal durchchecken zu lassen ist nie eine schlechte Idee.

Einen Workshop belegen

Am liebsten einen Schauspiel- oder Tanzworkshop! Beides habe ich früher so gerne gemacht, aber leider fehlt mir für regelmäßige Kurse einfach die Zeit und das Geld.

So das sind meine Ziele für das kommende Jahr. Wie sehen eure aus? Setzt ihr euch überhaupt Ziele?

Gruß und Kuss,

PiusLucius8