Deutsches Museum

Wie man in der Quarantänezeit seine Psyche schützen kann + Ideen für den Zeitvertreib

Corona und Quarantäne ist in aller Munde.

Das ist stressig und die Psyche leidet, besonders wenn man bereits psychische Probleme hat, aber auch sonst kann die Situation sehr triggernd sein.

Wie kann man sich und seine psychische Gesundheit besonders schützen? Hier ein paar Ideen:

Nachrichten meiden

Fernsehen und Social Media sind voll mit Covid19, Quarantäne und Co. Das ist stressig und macht Angst, was bei Angst- bzw. Zwangsstörungen fatal werden kann. Deshalb ist es sinnvoll, Nachrichten zu meiden. Ich persönlich habe momentan Facebook von meinem Handy verbannt und Instagram nutze ich sehr eingeschränkt.

Beispielweise habe ich gewisse Accounts momentan auf stumm geschalten und sehe dadurch (fast) nur Beiträge, die sich nicht mit der Thematik beschäftigen.

Auch ist es wichtig, seriöse Quellen zu nutzen, um nicht durch Gerüchte noch mehr verunsichert zu werden.

Ihr könnt beispielsweise auch Freunde bitten, euch mit den Infos, die für euch relevant sind, zu versorgen, damit ihr nicht unnötig viele Nachrichten konsumieren müsst.

Eine Tagesroutine planen

Viele Tage zu Hause bleiben zu müssen, ohne eine Routine zu haben, kann vor allem Depressionen verstärken oder sogar depressive Episoden auslöse.

Überlegt, was ihr in der Zeit alles machen könnt, schnappt euch einen Zettel und macht euch einen groben Plan, um welche Tageszeiten ihr das am besten machen könnt.

Auch eine fixe Morgenroutine ist nicht von Nachteil. In der Früh aufstehen, sich waschen und anziehen. All das kann helfen.

Homeworkouts

Bewegung ist ein natürliches Antidepressivum. In der Quarantänezeit sind wir aber weniger unterwegs. Das ist klar.

Aber auch zu Hause kann man super Bewegung machen. Homeworkouts (ich persönlich bin ja ein Fan von Tanzworkouts) finden sich zu Hauf auf YouTube und sind super fürs Wohnzimmer geeignet.

Auch ein Spaziergang im Grünen ist (mit genügend Abstand zu anderen Personen) kein Problem.

Mit Freunden telefonieren

Nur weil wir uns nicht physisch treffen können, heißt es nicht, dass wir gar keinen Kontakt mehr zu Personen haben dürfen. Ruft eure Freunde an, schreibt mit ihnen. Vertreibt euch so gemeinsam die Zeit, damit nicht das Gefühl aufkommt, man wäre vollkommen alleine in diesem Chaos.

Mit dem Therapeuten Skypen/Facetimen/telefonieren

Fragt euren Therapeuten beziehungsweise eure Therapeutin, ob ihr eure Einheiten über beispielsweise Skype trotzdem halten könnt. Die meisten Psychologen werden damit keinerlei Probleme haben und euch weiterhin betreuen können, was in Zeiten wie diesen besonders wichtig.

Achtsamkeitsübungen

Der Kopf ist voll und wir kommen nicht zur Ruhe. Das ist auf Dauer nicht nur doof sondern kann richtig ungesund werden.

Klingt ätzend, ist aber wirklich effektiv: Achtsamkeitsübungen.  Achtsamkeit ist die liebevolle Annahme von dem, was gerade ist.

Konzentriert euch mal auf euren Atem, ohne diesen zu verändern. Spürt in euch rein, wie sich Brustkorb und Bauch heben und senken. Lasst eure Gedanken dabei ziehen, ohne sie zu bewerten.

Achtet mal darauf, wie sich das Brot auf der Zunge anfühlt, wie es genau schmeckt.

Macht die Augen mal zu und achtet darauf, welche Geräusche ihr wahrnehmt. Das Brummen des Kühlschranks, das Schnarchen des Hundes, das Zwitschern der Vögel…

Ablenkung

Mir hilft Ablenkung in Zeiten, in denen ich viel Zuhause bin sehr. Und so wird es den meisten von euch gehen. Aber was kann man machen, wenn man nicht ins Café gehen kann, um sich mit Freunden zu treffen?

Ihr könntet zum Beispiel

  • ein Buch lesen,
  • die Abstellkammer aufräumen.
  • einen Film schauen,
  • ein Projekt angehen, welches ihr schon lange angehen wolltet,
  • über Apps eine neue Sprache lernen,
  • eine Pinterest Pinnwand erstellen, 
  • ein Bild malen, 
  • Quizduell mit Freunden spielen, 
  • das Instrument wieder mal spielen,
  • Tagebuch schreiben,
  • das Bücherregal neu sortieren,
  • Videospiele spielen,
  • mit euren Großeltern oder anderen Verwandten telefonieren,
  • einen Liebesbrief an euch selbst schreiben,
  • das Gefrierfach abtauen lassen, 
  • eine Kurzgeschichte schreiben, 
  • die Kleidung aussortieren,
  • euch über den Klimaschutz informieren,
  • eine Collage basteln,
  • eine Liste mit Dingen anfertigen, für die ihr dankbar seid,
  • ein Bullet Journal anlegen,
  • eine Liste schreiben, mit Dingen, die ihr nach der Quarantänezeit machen wollt,
  • ein Bad nehmen,
  • das Lieblingsalbum ganz bewusst hören,
  • einen 5-Jahres-Plan für eure Ziele erstellen,
  • Yoga machen,
  • ein Gedicht lernen, 
  • Kalligraphie üben,
  • dem Haustier einen neuen Trick beibringen, 
  • Brettspiele mit dem Mitbewohner spielen,
  • zerrissene Kleidung flicken,
  • eine Dokumentation ansehen,  
  • die Fenster putzen, 
  • Fotos am PC sortieren,
  • neue Bands entdecken,
  • mehr von meinen Blogbeiträgen lesen 😉
  • und vieles mehr!

 

Welche Ideen habt ihr? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Passt auf euch auf!

Gruß und Kuss

PiusLucius

Eine Überlebende sexueller Belästigung – Gastgeflüster

Hallo ihr Lieben!

Heute gebe ich wieder jemanden über das „Gastgeflüster“ die Möglichkeit, über seine Erfahrungen mit psychischen Problemen zu berichten. Dieses mal ist es die liebe Meike, der ich auf Instagram begegnet bin.

Sie schreibt:

„Ich heiße Meike, bin 17 Jahre alt und ich bin eine Überlebende. Wer die Serie „ToteMädchen lügen nicht“ gesehen hat, weiß jetzt sofort, über welches Thema ich in diesem Beitrag schreiben werde.

Sexuelle Belästigung!

Als ich das erste Mal sexuell belästigt wurde war ich 11. Aber das schlimmste Malwar, als ich gerade 15 geworden war. Ich war bei einem Jungen auf eine „Party“ eingeladen. Als ich nichtsahnend angekommen war, hatte ich bereits ein mulmiges Gefühl im Bauch. Im Keller, wo die Party stattfinden sollte saßen er undzwei seiner Freunde. Mir war sofort klar, dass das hier alles andere, als eine Party geben würde. Dennoch ging ich nicht, was ich bis heute bereue. Zuerst war alles okay, aber dennoch sehr angespannt und auf einmal ging es Schlag auf Schlag. Seine Freunde und er begangen mich abwechselnd anzufassen. Überall… Ich war wie erstarrt, wollte wegrennen, aber es ging nicht. Als einer der drei dann mein T-Shirt auszog und mich alle anstarrten, kam ein letzter Lebenswille in mir hoch. Ichschaffte es mich von den Händen der Jungs loszureißen und rannte. Ich rannte so schnell, wie nie zuvor und ich war geschockt, wie nie zuvor. In dieser Nacht dachten meine Eltern, dass ich bei einer Freundin schlafe, aber in Wirklichkeit warich die ganze Nacht zusammengekauert dagesessen und wusste nicht weiter.

Als ich am nächsten Tag heimkam, waren meine Eltern arbeiten. An diesem Tag war ich verstört in einer Ecke gesessen und vor mich hingestarrt. Ich fühlte völlige Leere, aber war dennoch voll mit Emotionen. Auch das viele und lange Duschen an diesem Tag und das Aufkratzen der Haut, bis sie blutig war ließ mich nicht von diesem widerlichen Gefühl auf meiner Haut entkommen.

Was macht ein solches Erlebnis mit einer Person?

Man mag es zuerst nicht glauben, aber es gibt tatsächlich ein paar wenige, gute Nebeneffekte neben den unendlich scheinenden Schlechten. Seitdem ist mir das Wohl anderer Menschen sehr wichtig. Ich sehe, wenn es einer Person nicht gut geht und irgendwie schaffe ich es meistens, dass die Personen mit mir über ihre Probleme reden und mich um Hilfe bitten, obwohl ich bisher nur einer Person auf dieser Welt die ganze Geschichte erzählt habe.

Allerdings verändert man sich auch sehr stark. Ich denke das Schlimmste ist, dass ein solches Ereignis es fast unmöglich macht einer Person blind zu vertrauen. Man denkt nach, ob vielleicht Freunde oder Menschen im eigenen Umfeld auch solche Dinge tun oder, ob ihnen schon solche Dinge passiert sind. Man wird in sich gekehrter, ruhiger und gibt sich die Schuld für das Geschehene.

Außerdem wird diese Situation mindestens 5 Mal am Tag in meinem Kopf abgespielt, wie ein Film, von dem man immer wieder die selbe Szene gezeigt bekommt. Ganz zu schweigen von den Alpträumen, die nachts auf mich warten. Was das sexuelle angeht, konnte ich mich zwei Jahre lang nicht wirklich öffnen. Küssen war das höchste der Gefühle, aber wenn mein Exfreund mir zum Spaß auf den Po klatschte oder meine Brust anfasste, kamen immer wieder diese Bilder in mir hoch und ich bekam jedes Mal Panik.

Ich spüre heute, zwei Jahre später, immer noch ihre Blicke auf meiner Haut.Aber es gibt Hoffnung! Das Wichtigste ist, dass darüber geredet wird und, dass man sich nicht selbst dafür verurteilt. Man selbst hat keine Schuld! Ich lenke mich viel durch Malen, Cello spielen oder singen auch, wenn ich keine begabte Sängerin bin, ab. Jeder muss seinen eigenen Weg finden mit einem solchen Erlebnis klar zu kommen und jeder wird damit klar kommen!“

 

gefangene Frau
Betroffene fühlen sich oft gefangen in ihren eigenen Gedanken und Erinnerungen…
Meikes Instagramseite : hilfe.bei.depressionen ; E-Mail: askmeforhelp@web.de

Bin ich unglücklich? – Gefühlskarussell

Hallo ihr Lieben!

Heute nehme ich euch wieder mit in mein Gefühlskarussell. Zur Zeit ist es eine richtige Achterbahn und ich hoffe, dass sich das bald wieder legt.

Was ist los?

Es hat mehrere Gründe, warum ich momentan so aufgewühlt bin. Einer dieser Gründe ist der enorme Prüfungsstress, in dem ich zur Zeit stecke. Die Zeit für mich kommt daher viel zu kurz und ich laufe auf Hochtouren. Selbst wenn ich nicht gerade über meinen Skripten hänge, rotieren meine Gedanken.

Schaffe ich das alles?

Was passiert, wenn ich es nicht schaffe?

Wie geht es weiter?

Was könnte ich besser machen?

Wann kann ich wieder in den Reitstall?

Wie mache ich mit dem Blog weiter?

 

Und manchmal ist mein Kopf einfach leer. Wahnsinnig leer.

Bin ich unglücklich?

Nicht nur meine Gedanken kreisen, auch meine Gefühle erleben eine Achterbahnfahrt.

In einem Moment bin ich einfach gestresst und im nächsten bin ich unglücklich. Aber bin ich wirklich unglücklich? Im nächsten Augenblick bin ich schließlich einfach wahnsinnig froh.

Auch die Hochspannung, die ein Symptom meiner Borderline-Erkrankung ist, macht mir in letzter Zeit Probleme. Allerdings habe ich sie noch unter Kontrolle.

Doch nicht nur die Hochspannung ist momentan Thema. Nein, auch die Angst, besser gesagt die Panikattacken, haben sich wieder zurück gemeldet. Warum sie wieder da sind? Vielleicht, weil ich vor kurzem eine Retraumatisierung hatte. Oder weil ich momentan nicht die Zeit habe, mich so um mich selbst zu kümmern, wie ich es eigentlich bräuchte. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem.

Trotzdem froh?

In den Zeiten, in denen es mir nicht so gut geht, merke ich schnell, wie froh ich um so manchen Menschen in meiner Umgebung bin.

Ich bin froh über meine Mutter, die mich aus dem Bett katapultiert und mir auch manchmal ein Spiegel ist, wie ich gerade drauf bin.

Ich bin froh über meine beste Freundin, die mir zur Seite steht, wenn sonst niemand da ist.

Ich bin froh über meinen Liebsten, der mir nicht böse ist, wenn ich ihn angrantl, weil ich mit der Gesamtsituation unzufrieden bin und einfach motzen will.

Ich bin froh über meine Therapeutin, die sich gefühlt jedes mal das Gleiche anhören muss, wenn ich zu ihr komme.

Früher war ich in den Momenten, in denen ich am Boden war, gar nicht mal so froh über all das. Ich konnte nicht erkennen, wie viel mir gegeben wurde. Jedes Wort hörte sich für mich an wie pure Kritik an meiner Person. Doch heute versuche ich ein bisschen Abstand zu nehmen. Quasi meine Situation von außen  zu betrachten.

Das, in Kombination mit vielen wertvollen Gesprächen und einer guten Form der Selbsthilfe, gibt mir Hoffnung. Ich weiß, dass es wieder besser werden wird. Und wenn nicht, habe ich immer einen Notfallplan.

 

Hier könnt ihr noch die anderen Beiträge zum Gefühlskarussell lesen, wenn es euch interessiert, was so in der Welt einer psychisch Kranken passiert.

Panik und Selbsthass

Depressive Phase?

 

Wie man jeden Tag gegen seine Depressionen kämpfen kann

Hallo meine Lieben! Ich hoffe, es geht euch gut 🙂

Heute gibt es mal wieder was zum Thema “psychische Gesundheit“. Genauer gesagt, soll es um Depressionen gehen und was man selbst jeden Tag tun kann, damit sie leichter werden.

(ACHTUNG! Diese Punkte können euch helfen, ersetzen aber keinesfalls professionelle Hilfe. Sollte es euch nicht gut gehen, dann wendet euch bitte an einen Arzt oder einen Therapeuten.)

Aufstehen

Das klingt für viele vielleicht ein bisschen absurd. Aber ja, ihr lest richtig.

Bei Depressionen ist es sehr wichtig, täglich aus dem Bett zu kommen. Nicht nur, um aufs Klo zu gehen. Morgens aufstehen (egal, ob man einen Termin hat oder nicht), sich waschen und anziehen.

Je nach Schwere der Depression ist das schon eine ziemliche Herausforderung, aber gerade wenn es einem sehr schlecht geht, ist das ein sehr wichtiger Schritt.

Bewegung

Bewegung hat mir bis jetzt immer sehr gut geholfen. Mittlerweile gehe ich sehr gerne und nach Möglichkeit regelmäßig zum Sport, da ich merke, wie er meiner Seele gut tut.

Ihr müsst aber gar nicht zum Marathonläufer werden, um gegen eure Depressionen zu kämpfen. Es reicht schon, wenn ihr jeden Tag eine Runde spazieren geht.

Schnappt euch also einen Freund oder Kopfhörer und raus mit euch 😉

Gesundes Essen

Gesunde Ernährung ist essentiell. Sie gibt unserem Körper Kraft und die brauchen wir. Vor allem, wenn unsere Psyche keine Kraft mehr hat, schließlich hängen Körper und Seele eng zusammen.

Viel frisches Obst und Gemüse empfehle ich euch an dieser Stelle. Vor allem, wenn es mir schlechter geht, versuche ich mich dazu zu zwingen, mich mit meinem Essen zu beschäftigen. Wenn ich (zu viel) Junkfood esse, geht es mir auffallend schlechter.

Obstsalat

Positives festhalten

Mir hilft es wahnsinnig viel, Erlebnisse und Momente festzuhalten, in denen ich glücklich war. Zum Beispiel jeden Tag eine Sache aufschreiben, für die ich dankbar bin.

Vor kurzem hat mir meine liebste Freundin ein Glas geschenkt, in das ich die Glücksmomente werfe, die ich vorher auf kleine Zettel geschrieben habe.

So beschäftige ich mich bewusster mit den positiven Dingen im Alltag und wenn es mir schlechter geht, kann ich mir die Erinnerungen immer wieder ins Bewusstsein rufen.

Vielleicht wäre das ja auch was für euch?

Raus in die Natur

Geht jeden Tag raus und so oft wie nur möglich in die Natur. Und wenn ihr euch dort nur auf eine Parkbank setzt, dann ist das auch okay. Hauptsache ihr bleibt nicht permanent in euren vier Wänden, sondern schnappt frische Luft.

Soziale Kontakte

Ein weiterer wichtiger Punkt im täglichen Kampf gegen die Depressionen? Kontakte pflegen!

Oft ist es gar nicht so einfach, seine Freunde regelmäßig zu treffen, aber es tut gut, wenn man regelmäßig in Kontakt ist.

Schnappt euch also euer Handy und ruft eure Liebsten an und schreibt ihnen doch einfach mal, wie lieb ihr sie habt. Und weil’s schon so gut läuft, trefft euch doch auf einen Kaffee oder Kocht gemein etwas Gutes!

Ziele setzen

Ein großes Problem bei Depressionen ist die Antriebslosigkeit. Dieser muss man entgegen steuern.

Auch wenn es hart ist, setzt euch kleine Ziele (am besten welche, die ihr noch am gleichen Tag umsetzen könnt) und wenn es euch besser geht, steigert sie Schritt für Schritt.

Kleine Erfolge feiern

Und wenn wir uns Ziele setzen, haben wir ja auch vor sie zu erreichen. Wichtig ist es, sich dafür auch ein bisschen zu belohnen. Und damit meine ich nicht nur die großen Erfolge, nein, die entstehen ja auch nur durch viele kleine Schritte, die man erledigen muss. Meistens zumindest.

Ein Kollege hat mir mal erzählt, dass er ein ,,Erfolgstagebuch“ führt, in dem er alles aufschreibt, was er an dem Tag geschafft hat. Und sei es nur, dass er aufgestanden ist und sich fertig gemacht hat.

Probiert es doch einfach mal aus!

PiusLucius

Ich hoffe, dass euch diese Punkte ein bisschen helfen konnten. Wie kämpft ihr gegen eure Depressionen? Welche Tipps habt ihr?

Gruß und Kuss,

PiusLucius

Depressive Phase? – Gefühlskarussell – PiusLucius

Hallo ihr Lieben! Ich hoffe es geht euch gut!

Heute gibt es wieder einen Beitrag aus dem Format „Gefühlskarussell„, in dem ich euch ein bisschen einen Einblick in die Gefühlswelt einer an Depressionen und Borderline erkrankten Person geben will.

Seit dem letzten Beitrag habe ich kaum in mein Tagebuch geschrieben und es gibt da dieses mal einfach nichts, was ich euch zeigen kann beziehungsweise möchte. Darum werde ich euch einfach ein bisschen erzählen, wie es mir die letzten Wochen ging.

(Im Gegensatz zum Monatsrückblick, werde ich hier ausschließlich von meinen Gefühlen berichten und nicht von Erlebnissen per se.)

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass die letzten Wochen schwierig für mich waren. Draußen wird es immer dunkler und das schlägt mir ziemlich aufs Gemüt. Ich kann mich nur schlecht aufraffen und würde am liebsten unter meiner Decke versteckt bleiben.

Meine Befürchtung ist es, dass ich gerade wieder in eine depressive Phase rutsche. Im Herbst beziehungsweise Winter ist das auch gar nicht so ungewöhnlich.

Es ist gar nicht so ein „Ich will nicht“, sondern ein „Ich kann nicht“, dass in mir schreit. Das Gefühlschaos, dass durch meinen Clown im Kopf verursacht wird, dominiert oft meine Gefühlswelt. Langsam wird dieses Chaos immer mehr von der inneren Leere  verdrängt.

Für mich persönlich ist das schlimmer als es die Symptome der BPS für mich sind. Aber ich kann diese Leere nur indirekt beeinflussen. Durch Bewegung, Licht und die richtige Ernährung, versuche ich dem gegen zu steuern.

Letztes Jahr habe ich euch auch ein paar Tipps gegeben, wie man mit Depressionen gut durch den Winter kommen kann. Diese Tipps versuche ich jetzt einfach vermehrt selbst zu befolgen.

Aber ich versuche meine momentane Situation, möglichst positiv zu sehen.

Ich habe euch in meinem Beitrag „Trotz Angst auf Konzerte gehen“ habe ich euch unter anderem von meinen Erlebnissen und Gefühlen erzählt, die ich am österreichischen Nationalfeiertag 2016 gehabt habe. Dieses Jahr war ich wieder an diesem Feiertag unterwegs und auch wenn ich zwischendurch ein mulmiges Gefühl hatte, war es um einiges besser als vergangenes Jahr. Zwar kann ich nicht sagen, ob ich einfach wieder mutiger geworden bin, oder ob ich die Gefühle wie zum Beispiel Angst durch die aufkeimende Depression einfach nicht so sehr spüre, aber das versuche ich jetzt einfach einmal auszublenden.

 

Wie erging es euch so in letzter Zeit?

 

Gruß und Kuss, 

PiusLucius

 

Panik und Selbsthass – Gefühlskarussell – das neue Format |PiusLucius

Willkommen im neuen Format „Gefühlskarussell“!

Hier könnt ihr Ausschnitte aus meinem Tagebuch und auch Gedankenprotokollen lesen.

Warum ich mich hier so öffne? Naja, mir wurde schon öfter gesagt (im privaten Umfeld, aber auch von Lesern), dass es schwer ist, sich in den Alltag einer psychisch erkrankten Person hineinzuversetzen. So versuche ich ein bisschen mehr Verständnis in die Gesellschaft einzubringen.

Natürlich sind das von mir bewusst gewählte Ausschnitte, die für euch interessant sein könnten, aber mich trotzdem noch als Privatperson existieren lassen.

 

Montag 11.09.17

Die letzten Tage waren anstrengend. Am Wochenende war das Mittelalterfest in Eggenburg. Es war schön und den Großteil der Zeit haben mich die Menschenmengen und die hohen Lautstärken nicht sonderlich gestört. Aber dann plötzlich, als wir uns zu einer Bude stellten, weil ein Teil der Gruppe sich etwas zum Essen holen wollte, da kam die Nervosität. Sie entwickelte sich nur ganz knapp nicht zur Panik. Ich habe mich auf meinen Atem konzentriert und habe still vor mich hin gezählt. Es hat geholfen. Auch dass ich Davor gesagt habe, was los ist, hat gut getan. Aber trotzdem waren diese Minuten sehr kräfteraubend.

Gestern Abend ging es mir auch wirklich nicht gut. Den ganzen Tag über haben meine Gefühle geschwankt. Ein Gespräch, das ich am Samstag mit meinem Freund geführt habe, ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Gegen Abend wurde es immer schlimmer, bis sich Schuldgefühle in mir festgesetzt haben. Erinnerungen kamen hoch, die ich am liebsten für immer aus meinem Kopf verbannen würde.

Ich konnte lange nicht einschlafen. Ich war zwar müde, hatte aber zu große Angst vor den Träumen, die in solchen Nächten häufig vorkamen. Irgendwann konnte ich mich zum Glück genug entspannen, um die Augen zu schließen und bin dann auch schnell eingeschlafen.

 

 

Dienstag 12.09.2017 (Gedankenprotokoll)

16:31

Unterricht

Nervös, unruhig

Ich mag hier weg. Es sind so viele Menschen hier.

Sie sollen leise sein

 

Freitag 15.09.17

Ich bin in den letzten Tagen irgendwie sehr unruhig. Ich kann es mir nur teilweise erklären.

Gestern hat mich eine wahnsinnige Angst vor den kommenden Monaten überfallen. Im Winter ist es ja immer recht finster und die Kälte zusätzlich macht mir auch oft zu schaffen. Hoffentlich überstehe ich diese Zeit gut. 

Mein Hoffnungsschimmer ist da die Weihnachtszeit. Die mag ich. Da gibt es Kekse, heißen Tee und bunte Lichter überall!

 

Montag 18.09.17

[…]

Heute bin ich wieder leicht nervös. Die vielen Geräusche überall machen mich momentan regelrecht wahnsinnig!

Das Wochenende war anstrengend. […] Da ging es mir auch gar nicht gut. Ich habe mich sehr einsam gefühlt und viel geweint. Irgendwann kam dann auch der Selbsthass. Ich war wütend auf mich, weil ich teilweise bei so alltäglichen und normalen Dingen so arge Probleme hab.

Gestern ging es mir dann schon viel besser. War bei Davor und wir haben uns „Coraline“ angeschaut. Bis auf den Frust durch die Regelschmerzen war die Verzweiflung weg.

 

Ihr wollt mehr von mir lesen? Dann schaut doch mal bei meiner Facebook-Seite vorbei, da halte ich euch immer auf dem Laufenden.

Gruß und Kuss, 

PiusLucius

 

Hier sind noch ein paar Beiträge, die euch interessieren könnten:

Mit Depressionen den Winter überstehen

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Der Winter ist für Menschen mit Depressionen eine besondere Herausforderung… Ich habe für euch ein paar Tipps zusammengestellt, die mir helfen, die dunklen und kalten Monate zu überstehen…

 

Der Clown in meinem Kopf

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In meinem Kopf lebt ein Clown…aber der ist nicht immer so lustig, wie man es sich wünscht. Mein Leben mit Borderline – eine Herausforderung.

6 Gute Gründe, am Leben zu bleiben

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Ich war selbst schon am Rand des Lebens. Ich wollte nicht mehr. Es gibt aber so viele gute Gründe, am Leben bleiben zu wollen!

Beziehung mit einem psychisch Kranken? – PiusLucius & Davor

 

 

 

Hallo ihr Lieben 🙂

Ich hatte ja bereits angekündigt, dass mein Liebster und ich an einem kleinen Projekt für euch arbeiten. Und jetzt ist es endlich soweit! Wir haben einen gemeinsamen Beitrag für euch!

Eine Beziehung an sich ist ja schon nicht immer einfach. Eine Beziehung bedeutet auch Arbeit, auch wenn diese nicht unbedingt als Belastung wahrgenommen werden muss (das wollen wir ja vermeiden 😉 ) Wenn aber einer der beiden Parteien eine seelische Erkrankung hat, gestaltet sich eine Partnerschaft gleich nochmal schwieriger. Ihr meint, es ist kaum oder gar nicht möglich, eine funktionierende Partnerschaft zu führen, wenn einer von beiden psychische Probleme hat, die über eine „normale“ Krise hinausgeht? Die vielleicht sogar chronisch ist? Da sind wir anderer Meinung.

Wir haben unsere Tipps und Tricks für euch zusammengefasst, wie wir unsere Beziehung meistern – trotz psychischer Erkrankungen.

(M)ein Teil ist logischerweise aus der Sicht des Erkrankten und mein Liebster schreibt aus der Sicht des Angehörigen, also wundert euch nicht, wenn zwei unterschiedliche Schreibstile aufeinander prallen.

Meine Sicht der Dinge:

Mit dem Partner reden

Niemand kann uns hinter die Stirn schauen. Deshalb ist es umso wichtiger, mit dem Partner zu kommunizieren. Das gilt ja eigentlich für jede Beziehung, ob Krankheit oder nicht spielt da keine so große Rolle. Allerdings ist es umso wichtiger, wenn euer Partner eure „absurden“ Ängste, Sorgen oder Gedankengänge verstehen soll. Oft unterscheidet sich das Empfinden verschiedener Situationen sehr stark. Das sollte der oder die Liebste wissen.

Ich habe beispielsweise meinem Schatz meine Skillstasche und sogar ein paar Unterlagen aus verschiedenen Therapien mitgenommen, um ihm leichter erklären zu können, was so los ist. Er weiß auch, dass es für mich ein Skill ist, wenn ich irgendetwas in der Hand halte und die Struktur des Gegenstandes fühle.

Er weiß, welche Ängste ich habe. Er weiß von meiner Vergangenheit. Nur so kann er darauf achtgeben, mich nicht unnötig zu triggern.

All das funktioniert nur, weil wir miteinander kommunizieren. Weil wir uns über unser Befinden austauschen und so Verständnis und Vertrauen aufbauen können.

Der Partner ist kein Therapeut

Das widerspricht dem vorigen Punkt? Nein eigentlich nicht. Mit dem Partner Probleme zu besprechen ist wichtig. Ja. Allerdings ist er kein Therapeut, zumindest nicht eurer. Ein Therapeut hat eine ganz spezielle Verbindung zu seinem Klienten. Der Therapeut hat aber auch gelernt, sich zu schützen. Er hat gelernt, wie er berufliches und privates trennt. Deshalb kann man sich auch immer wieder bei ihm ausheulen, ohne sich mit seinen Problemen beschäftigen zu müssen.

Euer Partner kann das allerdings nicht. Schließlich steht er in einem ganz anderen Verhältnis zu euch! Er kann sich da nicht so sehr abgrenzen. Wie denn auch?

Achtet also darauf, dass ihr ihn nicht zu sehr belastet. Euer Freund bzw. eure Freundin hat es verdient, seine eigenen Probleme zu besprechen und einfach Spaß mit euch zu haben.

Findet euren gemeinsamen Weg

Jede Person ist individuell und hat somit seine ganz eigenen Bedürfnisse und Schwierigkeiten. Was für andere Paare funktioniert, muss nicht unbedingt für euch funktionieren.

Gerade wenn psychische Probleme vorhanden sind, kann es immer wieder zu kleineren und größeren Hürden kommen. Diese müssen aber nicht unbedingt ein Grund sein, warum eure Beziehung scheitert! Vielleicht müsst ihr nur einen anderen Lösungsweg ausprobieren?

pinwheel-1716620__340Probiert aus, was für euch funktioniert. Was andere davon halten ist da ziemlich egal – sie müssen es ja auch nicht zwingend wissen.

Ich schreibe meinem Freund zum Beispiel Briefe, wenn es um für mich schwierige Themen geht. Ich kann mich in ihnen besser ausdrücken, als durch gesprochene Sprache. Ich fühle mich wohler, weil ich mich selbst weniger unter Druck setze, schließlich kann ich im Zweifel den Text noch einmal neu schreiben, wenn ich will, ohne dass mein Freund die erste Version kennt.

Mit kleinen Tricks und kreativen Lösungsansätzen lässt es sich da ziemlich gut etwas Gemeinsames aufbauen. Nur Mut!

Man muss sich um sich selbst auch kümmern

Es ist als Einzelperson schon wichtig, dass man sich um sich selbst kümmert. Sei es eine Therapie, regelmäßige Urlaube oder sonst was. Ausgeglichenheit macht das Leben viel schöner! Und auch eurer Beziehung wird es gut tun, schließlich ist es auch für den Partner nicht einfach, wenn er merkt, dass es einem gar nicht gut geht.

Damit meine ich nicht, dass es einem ständig gut gehen muss, oder dass ich euch hiermit auffordere, eurem Liebling die Wahrheit über euren Gemütszustand zu sagen. Um Gottes Willen, Nein! Ihr sollt weiterhin aufrichtig sein und mal ehrlich, wer ist schon immer gut drauf? Nicht einmal eine „gesunde“ Person ist das. Aber so ein bisschen selfcare ist nun mal für euch selbst und auch für euren Partner wichtig.

Auch ist es wichtig, dass ihr euch bewusst macht, dass euer Glück nicht von der Beziehung abhängt! Nur ihr seid dafür zuständig! Wenn dann noch von außen eine Person hinzukommt, die einen noch glücklicher macht – toll! Aber die Welt geht ohne diese Person nicht unter. Auch wenn es sich vielleicht so anfühlen mag.

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Und jetzt aus Davors Sicht:

Ehrlichkeit, Vertrauen, Verständnis

Menschen bei denen die Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wurde, nehmen den

Alltag etwas anders wahr, als Menschen ohne. Auch bei Beziehungen. Viele Dinge die für einen selbst nicht problematisch und ganz selbstverständlich sind, können für einen Menschen mit BPS eine Herausforderung darstellen. Aber das ist nichts, was einen dabei aufhalten könnte, eine Beziehung zu führen. =)

– Aller Anfang ist schwer –

Schon das kennenlernen von anderen Menschen und das tägliche miteinander ist für Menschen mit BPS eine kleine Achterbahnfahrt. Ständiges Kreisen der Gedanken, wie einen die andere wahrnehmen, kann schon dazu führen, dass man an sich selbst zweifelt. Im Zweifelsfall können diese Gedanken dann auch zu Reaktionen führen, die dann für den anderen unangenehm sind. Doch wie können Menschen ohne BPS, Menschen mit BPS helfen, sich in schwierigen Situationen wohler zu fühlen? Vor allem in einer Beziehung?

Diese und andere Fragen haben die liebe PiusLucius und ich uns auch schon einige Male gefragt. Am Ende sind wir auf drei einfache, aber doch kraftvolle und manchmal schwierig zu handhabende Begriffe gekommen, die für uns und unsere Beziehung sehr wichtig sind: Ehrlichkeit, Vertrauen und Verständnis

– Ehrlichkeit –

Was bedeutet es denn genau, „ehrlich“ zum Partner zu sein? Ihm zu sagen, dass das eine Kleidungsstück doch nicht so gut an ihm aussieht, oder das man den Schokoriegel gegessen hat, der ja eigentlich dem Partner gehört?

Auch! Aber viel wichtiger ist es, mit dem Partner über seine Ängste zu sprechen und ihm ehrliche Meinungen/Antworten auf bestimmte Fragen zu geben, die diese Ängste betreffen. Menschen mit BPS wird so dann sogar doppelt geholfen: Ihre Gedanken kreisen nicht mehr die ganze Zeit nur um dieses eine Thema, das sie beschäftigt. Sie können sich entspannen. Außerdem trauen sie sich so auch immer mehr nachzufragen anstatt die Zweifel in sich hinein zu fressen.

Die liebe PiusLucius und ich haben uns am Anfang etwas schwer getan über diverse Themen zu reden, weil da eben immer diese Furcht und diese Zweifel waren. Also habe ich immer zuerst mit etwas angefangen das mich beschäftigt hat. Als Beweis, dass ich es ehrlich mit ihr meine und sie ernst nehme. Immer mehr und immer öfter haben wir dann über Dinge geredet und gemeinsame Antworten darauf gefunden.

– Vertrauen –

„Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat.“

Dieses Zitat stammt vom deutschen Dichter Matthias Claudius und sagt etwas ganz Wichtiges aus: Vertrauen ist eines der wichtigsten Geschenke die ein Mensch einem anderen Menschen machen kann.

town-sign-822236__340In jeder Beziehung ist das Vertrauen dem Partner gegenüber sehr wichtig, und wenn der Partner eine psychische Erkrankung (wie z.B. BPS) hat, ist es fast schon der wichtigste Grundpfeiler dieser Beziehung. Für Menschen mit BPS ist es gar nicht so einfach Vertrauen zu jemanden aufzubauen, weil immer wieder Zweifel und Ängste aufkommen. Dabei können Dinge, die einem in der Vergangenheit zugestoßen sind, ziemlich behindernd sein, aber durch gemeinsames Erleben, Erkunden und Erzählen, entsteht dann eine Verbindung zum anderen und man kann sich immer mehr vertrauen. So werden dann ganz alltägliche Dinge und Dinge die für andere „normal“ sind, einfacher zu bewältigen und man traut sich immer mehr neue Dinge.

– Verständnis –

Damit eine Beziehung über lange Zeit hinweg gut funktioniert, sind verschiedene Faktoren dafür ausschlaggebend. Neben Ehrlichkeit und Vertrauen, ist das Verständnis ein wichtiger Teil jeder Beziehung.

Doch was heißt das eigentlich? Dem Partner zuliebe etwas machen oder nicht machen, damit sich dieser bei einer bestimmten Handlung wohler fühlt?

Menschen mit psychischen Erkrankungen nehmen verschiedenes im Alltag anders wahr, als Menschen ohne. Vieles bereitet ihnen Unbehagen, obwohl es für andere Menschen nichts Außergewöhnliches ist. Auch in Beziehungen. Oder manchmal sogar vor allem in Beziehungen. Da ist es dann wichtig, den Partner bei der Bewältigung seiner Ängste zu unterstützen. Da kann es manchmal schon helfen, wenn man ihn auch einfach mal in Ruhe lässt, weil dieser gerade keine Lust hat sich zu unterhalten.

Verständnis zeigen heißt nicht unbedingt etwas dem Partner zuliebe zu tun, was man selber eigentlich nicht mag. Es heißt, ihn bei Schwierigkeiten unterstützen und ihm helfen sich wohler zu fühlen. PiusLucius und ich haben da mittlerweile schon unsere kleinen Tricks, wie wir mit diversen Situationen fertig werden. Z.b. lasse ich Ihr viel Zeit bei wichtigen Fragen und Entscheidungen oder gebe ihr eine kreative Möglichkeit, mir etwas mitzuteilen. Sie schreibt mir gelegentlich Briefe in denen sie beschreibt was sie beschäftigt und an dem sie gerne arbeiten möchte. So haben wir schon vieles geschafft, von dem sie bis vor gar nicht allzu lange Zeit gedacht hat, das sie es niemals schaffen wird.

– Zu guter Letzt –

Wie ihr lesen konntet, ist es nicht unmöglich eine Beziehung mit einem Menschen zu führen, der eine psychische Erkrankung hat. Es ist manchmal etwas anders und fordernder, weil verschiedenes anders angegangen werden muss, aber es ist nicht schlimm. Ich finde, dass so etwas die Beziehung nur stärker macht. Wenn man dann auf die diversen Meilensteine zurück schaut, die man gemeinsam passiert hat, ist es das alle mal wert gewesen. Ich hoffe ihr fandet meinen Beitrag zu unserem gemeinsamen Projekt interessant. Ich hoffe, dass ich demnächst mal wieder ein paar Zeilen für euch hinterlassen kann. =)

 

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Wir sind ein Team, denn so macht die Beziehung am meisten Spaß – trotz Hürden
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Trotz der Angststörung gehen wir gemeinsam auf Konzerte – mit genug Sicherheit und Vertrauen ist das möglich

Wir wünschen Euch allen von ganzem Herzen alles Gute und viel Kraft für euren Weg!

Pia&Davor