3 Tage Triest – ein Reisebericht

Meine Liebste Freundin und ich beschlossen Anfang des Jahres wegzufahren. Schnell fiel die Entscheidung, dass es die italienische Hafenstadt Triest werden sollte – hier ein ehrlicher Bericht über unsere Reise.

Anfahrt

Wir fuhren vom Wiener Hauptbahnhof mit dem Nightjet bis nach Undine (etwa neun einhalb Stunden) und von dort mit einem weiteren Zug nach Triest (etwa eine Stunde).

Ich muss ganz ehrlich zugeben, es war eine sehr anstrengende Nacht, da ich mit zwei fremden Personen im Abteil nicht wirklich entspannen konnte und auf zusammengeschobenen Sitzen ist es auch nicht soo bequem.

Für den Preis (eine Auflistung der Kosten findet ihr am Ende des Beitrags) kann man sich aber auch nicht wirklich beklagen und durch das bisschen Schlaf vergingen die neun Stunden dann doch recht schnell.

Mit dem Zug von Udine nach Triest hatten wir auch Glück, da er trotz der vielen Pendler nicht überfüllt war.

Tag 1

Faszination Meer – immer wieder

Schon auf der Fahrt von Udine nach Triest waren wir vom Blick aufs Meer begeistert. Das letzte Mal, als ich das Meer gesehen hatte, war in Den Haag und obwohl es die gleiche Jahreszeit war, war es irgendwie ein ganz anderes Gefühl.

Die Begeisterung spiegelt sich auch in den Fotos wieder – auf den meisten ist Wasser zu sehen.

Triest 2020

Hafen in Triest

Der erste Kaffee in Triest – eine spannende Kaffeehauskultur

Wie die meisten meiner Leser wahrscheinlich wissen, bin ich aus Wien (und trinke mittlerweile auch gerne Kaffee). So kenne ich die Wiener Kaffeehauskultur und obwohl ich bereits gelesen hatte, dass Kaffeehäuser in Triest denen in Wien ähnlich seien, war ich erstaunt, WIE ähnlich sie sich sind.

Der erste Kaffee in der „La Ceffetteria del Borgo“ war nach der nicht ganz so erholsamen Nacht im Zug auf alle Fälle sehr erholsam und es war bei weitem nicht unser letzter Besuch in einem Kaffeehaus, von denen gibt es in Triest nämlich genug.

Triest gehörte von 1382 bis 1918 zur Habsburgermonarchie beziehungsweise zu Österreich-Ungarn, wodurch die Ähnlichkeiten beispielsweise in Architektur und eben der Kaffeehauskultur zu erklären sind.

Schloss Miramare – zwei verschiedene Eindrücke

Die weiße Kalksteinfassade lässt das Schloss von außen kühl und sommerlich erscheinen. Im Gegensatz dazu fühlt sich die Inneneinrichtung sehr schwer und überladen an.

Das Schloss wurde für Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich, den Bruder Kaiser Franz Josephs I., und seine Gattin Charlotte von Belgien errichtet.

Nach dem Tod des Erzherzogs kehrte seine Frau geistig verwirrt nach Belgien zurück und das Schloss wurde als Sommerresidenz von den Habsburgern genutzt.

Eine Legende besagt, dass Charlottes Geist bis heute im Schlosspark nach ihrem Gatten P.P.sucht.

miramare

Miramare

Triest zu Fuß erkunden – hügelig aber durchaus machbar

Wir hatten uns ganz motiviert direkt am Bahnhof Tagestickets für die Busse gekauft, aber insgesamt sind wir nur zwei mal mit dem Bus hin und retour gefahren, der Rest war wunderbar zu Fuß zu erreichen.

Zwar waren wir abends dementsprechend müde und mein Schrittzähler am Handy hat lange nicht mehr so eine hohe Zahl angezeigt, aber es hat sich wirklich gelohnt.

So viele nette Ecken haben wir entdeckt, als wir durch die schmalen Gassen gewandert sind. Allerdings ist Triest eine sehr hügelige Stadt, die uns mit dem Gepäck am Rücken dann doch auch einige Male aus der Puste gebracht hat.

Der alte Hafen – nichts großartiges, aber dennoch wahrlich schön

Abends machten wir noch einen Spaziergang über den alten Hafen, der eine ganz eigene Stimmung hatte. Man konnte regelrecht spüren, wie hier einige Jahre zuvor die Fracht von den Schiffen geladen wurde und die Seemänner erleichtert an Land gingen.

Tag 2

„Mimi e Cocotte“ – ein wirklich gutes Frühstück

Ein wahnsinnig süßes Cafe mit absolut gutem Essen!

Wir haben uns beide für Pancakes entschieden. Meine Begleitung hat eine pikante Version gewählt und ich die mit Früchten und wir beide waren gut satt.

Mimmi e cocotte

Kathedrale San Giusto – einen Besuch wert

Wie überall in Italien gibt es auch in Triest viele Gotteshäuser. Wir haben auch die eine oder andere Kirche besucht, das Highlight war aber eindeutig die Kathedrale San Giusto.

Die Kathedrale ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Der romanische Bau geht auf das 14. Jahrhundert zurück, wobei Reste der heidnischen, christlichen und weltlichen Gebäude in ihm eingeschlossen sind, die an dieser Stelle seit der Römerzeit aufeinander folgten.

Castello di San Giusto – kann man mal machen

Nur einige Meter von der Kathedrale entfernt befindet sich die mittelalterliche Festung, die ebenfalls ein Wahrzeichen von Triest ist.

Von dort aus hat man einen schönen Ausblick auf die Umgebung und in einem unterirdischen Gang kann man einige Büsten betrachten. Wir haben die Zeit auf der Burg durchaus genossen, aber als „Must-see“ würden wir sie wohl nicht bezeichnen…

Die Festung hat eine fast 200 Jahre lange Bauzeit (1471 bis 1630).

Castello di San Giusto

Castello di San Giusto

Der Leuchtturm – viel besser geht’s nicht

Wir wollten unbedingt rauf auf den Leuchtturm (welcher übrigens nicht derjenige war, der in sämtlichen Reiseführern steht, sondern der direkt am Wasser) und tatsächlich bekamen wir im Restaurant, welches im Leuchtturm ist, den Schlüssel.

Nachfragen und die vielen Stufen haben sich wirklich gelohnt, denn der Ausblick war einfach Bombe!

Triest Leuchtturm

Ausblick Triest

Grotta Gigante – eine wirklich große Grotte

Nur einige Minuten Busfahrt von Triest entfernt findet man die weltweit größte (für Touristen begehbare) Grotte und wir sind wirklich froh, uns den Besuchder Grotte entschieden haben.

Da wir unter der Woche und in der Nebensaison in Triest waren, hatten wir quasi eine Privatführung und hatten mit der Dame, die uns durch die Grotte geführt hat, auch wirklich Spaß.

Bereits beim Eingang stand mehrmals, dass es 500 Stufen hinab, einige hundert Meter Ebene und dann natürlich wieder 500 Stufen hinauf ans Tageslicht sind, die zu bewältigen sind. Ich kann euch sagen, 500 Stufen sind wirklich nicht wenig und wir sind auch ordentlich ins Schwitzen gekommen, wer also körperlich gerade nicht in der besten Verfassung ist, sollte sich den Besuch also gut überlegen.

Die Grotta Gigante wurde 1908 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der natürliche Höhlenraum hat ein Volumen von 365.000 Kubikmeter und im Inneren der Höhle hat es ganzjährig eine Temperatur von +11°C.

Grotta Gigante

Eine Pause am Piazza Grande – und an vielen anderen Orten

Da Triest überhaupt nicht touristisch ist, hatten wir auch überhaupt nicht diesen innerlichen Druck, stets unterwegs sein zu müssen und so haben wir in den verschiedensten Kaffeehäusern einen Zwischenstopp gemacht – ganz ohne schlechten Gewissens!

Interessant zu beobachten war, dass man als Gast immer eine Schale Chips oder eine andere Knabberei zum Kaffee, Saft, Wein oder Cocktail bekommt.

Piazza Grande

Tag 3

Café Eppinger – wirklich gute Crossaints

Am Morgen muss man sich auf Reisen gut stärken, schließlich ist man den ganzen Tag auf den Beinen.

Wir entschieden uns für Crossaints im Café Eppinger und auch dieses Lokal kann ich guten Gewissens empfehlen, auch wenn das „Mimi e Cocotte“ eindeutig mein Favorit war.

Pläne – sie gehen nie ganz auf

Eigentlich wollten wir am letzten Tag unserer Reise einen Luftschutzbunker, die Synagoge und die Zahnradbahn besichtigen… Eigentlich.

Leider hatten wir uns zuvor nicht gut genug über Öffnungszeiten erkundigt und die Zahnradbahn war zu dem Zeitpunkt gerade nicht da.

Nunja, irgendeinen Haken muss es bei Reisen ja geben, sonst würde irgendwas komisch laufen.

Am Steg sitzen – Sonnenstrahlen genießen

Da wir jetzt ja mehr Zeit hatten, bis wir beim Bus sein mussten, setzten wir uns nochmals in ein Café am Canal Grande und genossen dann die Sonne am großen Steg. Der Ausblick aufs Meer war auch am dritten Tag immer noch ein Traum und ich gebe zu, ich war ein bisschen wehmütig, dass die Reise wieder in Richtung Heimat ging.

Triest

Triest

Heimreise

Etwas über sieben Stunden (mit einer kurzen Pause an einer Raststätte) dauerte die Heimreise über Slowenien nach Wien.

Die Fahrt war eine Herausforderung, da mir grundsätzlich in Bussen sehr schnell übel wird, aber mit einigen lustigen Videos, Musik und Assoziationsspielen verging die Zeit dann doch relativ schnell und schon waren wir wieder Zuhause und am Weg in unsere Betten.

Kosten pro Person*

Zugfahrt von Wien nach Udine (Sparschiene): 34,9€

Zugfahrt von Udine nach Triest: 7,95€

Airbnb für zwei Nächte: ~ 45€

24 Stunden Bus-Ticket: 4,6€

Bus-Ticket für 2 Strecken: 1,65€

Eintritt Schloss Miramare (Studentenrabatt): 2€

Eintritt Castello … (Studentenrabatt): 3€

Eintritt (inkl. Führung) Grotta Gigante (Studentenrabatt): 10€

FlixBus von Triest nach Wien: 29,99€

*Stand Februar 2020

Das war mein 2019 – Ein Jahresrückblick

Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2020 und da bietet es sich super an, über die letzten zwölf  Monate ein wenig nachzudenken und euch zu erzählen, wie mein Jahr so war und welche Ereignisse mich geprägt haben.

 

Neue Menschen in meinem Leben

Ende März habe ich mich für ein Projekt der Wiener Kinderfreunde gemeldet, über das ich ein paar wirklich tolle neue Menschen kennengelernt habe, die ich in meinem Leben nicht mehr missen möchte.

Knappe acht Monate lang war ich Mentorin eines Burschen, dessen Eltern vor jetzt genau drei Jahren mit ihm und seinen Geschwistern nach Österreich geflohen waren. In dieser Zeit durfte ich so vieles lernen und ich bin wirklich glücklich darüber, auch weiterhin mit ihm und seiner Familie befreundet bleiben zu  können.

Technisches Museum wien
Gemeinsam mit meinem Mentee habe ich einige Ausflüge gemacht. Hier waren wir im Technischen Museum und er konnte ausprobieren mit einem Rolli zu fahren.

Reise ins Nachbarland

Eine Reise habe ich dieses Jahr mit meinem Liebsten gemacht. Es ging für uns nach München. Wir haben einiges gesehen, aber leider hat mich dann eine Magendarmgrippe erwischt… Leider ging sich keine weitere richtige Reise aus, aber  für 2020 ist schon etwas geplant.

Mit Mut aufs Festival

Zwar gab es keine weitere Reise im klassischen Sinn, aber ich habe mich getraut mit meinem Liebsten und einem befreundeten Paar auf dem Nova Rock Festival. Ich bin so happy, jetzt auch mal „die Ärzte“gesehen zu haben. Aber auch die vielen anderen Künstler fand ich richtig toll und den einen oder anderen Musiker habe ich neu für mich entdeckt.

Wie ich mit meiner Angststörung auf dem Festival klar kam, habe ich euch hier zusammengefasst.

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Ich bin immer noch richtig stolz auf mich, dass ich mich getraut habe!

Abschied nehmen

Die meisten haben es wahrscheinlich mitbekommen: meine Hündin Yoyo ist im Juli verstorben. Im Alter von fast 15 Jahren ist das nicht die große Überraschung, aber egal wie vorhersehbar so etwas ist, ist es doch immer ein Einschnitt im Leben.

Oft bin ich einfach dankbar für die Zeit, die ich mit ihr hatte, aber manchmal überkommt mich noch der tiefe Schmerz, den sie hinterlassen hat.

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Eines meiner liebsten Bilder von Yoyo

ein neuer Lebensabschnitt

Eine der größten Veränderungen in diesem Jahr ist definitiv mein Umzug gewesen.

Ich hatte große Ängste und Zweifel, ob es die richtige Entscheidung ist, zu meinem Liebsten zu ziehen, doch jetzt im Nachhinein kann ich klar sagen, dass es eine super Entscheidung war.

Alles verändert sich – Gefühlskarussell

mein Buchhighlight

Irgendwie habe ich dieses Jahr auch recht wenig (zumindest für meine ganz persönlichen Verhältnisse) gelesen. Aber trotzdem habe ich ein Buchhighligt für euch.

„Nicht ohne meine Tochter“ von Betty Mahmoody

Inhalt:

Betty reist in den 1980ern mit ihrem Mann und ihrer Tochter in den Iran. Eigentlich um Urlaub bei der Familie zu machen. Doch ihr Ehemann verändert sich und hält sie gefangen. Betty gelingt es, Kontakt zu einer Botschaft aufzunehmen. Diese können allerdings nur sie über die Grenze bringen. Nicht aber ihre Tochter. Also bleibt Betty bei ihrer Tochter und riskiert mehrmals ihr Leben, bis ihnen die Flucht zurück in die Heimat gelingt.

Mich hat dieses Buch so fasziniert, da es so ungeschönt und ehrlich geschrieben ist. Ich konnte mich wunderbar in Betty hineinversetzen und habe wahnsinnig mitgefiebert. Auch hat mich das Buch motiviert, ein bisschen zu recherchieren, was die politische Lage im Iran angeht.

aufs Video gekommen

Seit einigen Monaten beschäftige ich mich mehr mit Filmen und Videos. Ich probiere verschiedene Schnittprogramme aus und ein kleines Video befindet sich schon auf YouTube.

Mein Liebster hat mir einen Gimbal (kurz gesagt ein „intelligentes“ Stativ) geschenkt und ich habe sehr viel Spaß damit und ich glaube, dass ich da in den nächsten Monaten noch einiges filmen möchte.

So lief es auf dem Blog

Ihr habt mitbekommen, dass es 2019 recht ruhig hier auf dem Blog war. Ich hatte zum Teil einfach keine Ideen und zum Teil habe ich überlegt, ob und wie ich mit dem Internet weiter machen möchte.

Ich habe viel überlegt und mir Zeit genommen.

Deshalb oder auch trotzdem kamen insgesamt 15 neue Beiträge online (beziehungsweise einen habe ich komplett umgeschrieben und neu hochgeladen)

Die drei meistgeklickten Beiträge sind übrigens

  1. 5 Benimmregeln für Hundehalter
  2. Ein Jahr ohne Pille – Nie wieder Hormone nehmen?
  3. Wie jeder die Welt ein bisschen besser machen kann

Auf meinem instagram Account war folgendes Bild am beliebtesten:

Ethletic Shoes

Und um euch auf instagram nicht mit Tierbildern zu nerven, gibt es seit 2019 den Account „pfotentruppe“, auf dem es mehr oder weniger regelmäßig Bilder von den Hunden, der Mietzekatze und den Schildkröten gibt.

Ziele fürs neue Jahr

Ich setze mir regelmäßig Ziele, die meinen Werten und Wünschen entsprechen und versuche sie in bestimmten Zeitrahmen umzusetzen.

Ein paar Punkte betreffen den Blog. Über das Jahr verteilt wird es ein paar Neuerungen geben und vor allem sind wieder regelmäßige Beiträge geplant.

Außerdem möchte ich mindestens fünf Tage in der Woche vegan essen und nur noch an maximal zwei Tagen vegetarisch. Meiner Gesundheit, den Tieren und der Umwelt zuliebe.

Auch möchte ich meinen Müll weiter reduzieren und bewusster konsumieren.

Einige Ziele betreffen meine berufliche Zukunft. Es ist einiges geplant und ich möchte in diesem Jahr ein paar Dinge verändern…Ich möchte das tun, was mich glücklich macht!

 

Ich hoffe, ihr seid gut in 2020 gestartet!

Gruß und Kuss

PiusLucius

Neue Wagnisse und Panik im Kino – MoRü September & Oktober 2019

Hallo ihr Lieben!

Ich habe wieder viel zu erzählen. Dass viel passiert ist, habt ihr in meinem letzten Gefühlskarussell bereits gelesen, aber heute möchte ich euch einen genaueren Rückblick auf den September und Oktober geben.

Leben mit dem Liebsten

Ich bin umgezogen! Und zwar bin ich zu meinem Liebsten gezogen, was mir zum Teil doch recht Angst gemacht hat, aber jetzt lebe ich schon ein paar Wochen hier und es ist alles entspannt und meine Ängste haben sich zurückgezogen.

Momentan macht es mir auch total Spaß, gemeinsam mit meinem Liebsten Kleinigkeiten in der Wohnung zu verändern, sodass es sich immer mehr nach unserem gemeinsamen Zuhause anfühlt.

Und da Sweety mit hierher gezogen ist, können wir drei die Gegend erkunden und die Parks in der Umgebung unsicher machen.

Blogger für mehr Nachhaltigkeit

Im September habe ich bei einer Blogparade teilgenommen. Ihr wisst, ich interessiere mich sehr für das Thema Nachhaltigkeit und möchte auch die Welt ein kleines bisschen besser machen. Da habe ich den Aufruf der Parade genutzt und einige Punkte zusammengefasst, mit denen jeder die Welt ein bisschen besser machen kann. Und das ohne großen Aufwand!

Ich selbst beschäftige mich auch immer mehr mit dem Thema. Schließlich haben wir nur diese eine Welt und jeder von uns kann zu ihrem Erhalt beitragen.

Bäume pflanzen mit Ecosia
Bäume sind das Atmungsorgan der Natur und ein natürlicher Filter.

Sport ist (kein) Mord!

In den letzten Wochen war ich wieder bewusst beim Sport. Ich weiß gar nicht, warum ich das so habe schleifen lassen in den letzten Monaten. Das Gefühl etwas nur für mich und meine Gesundheit zu tun macht mich richtig glücklich! Und auch meiner Psyche tut es richtig gut. Egal, ob ich ins Fitnessstudio gehe, ein kleines Work-out zu Hause mache oder mal auch nur eine große Runde mit den Hunden unterwegs bin. Ich fühle mich danach richtig gut und auch im Gesamten sinkt mein Stresslevel.

Gesundheit

Leider war ich in den letzten Monaten immer wieder krank. Von Magen-Darm bis zur klassischen Grippe hatte ich gefühlt alles und das zum Teil mehrmals. Sehr wahrscheinlich ist das eine Folge des Stresses, dem ich ausgesetzt war.

Mittlerweile geht es mir zum Glück wieder viel besser. Unter anderem deshalb, weil ich mir mehrmals die Woche ganz bewusst Zeit für mich nehme.

Nichtsdestotrotz (huch, dieses Wort musste ich erstmal nachschlagen um mir sicher zu sein, wie man es schreibt und es sieht eeecht komisch aus!) werde ich mich jetzt auch wieder bewusster mit meiner Ernährung auseinander setzen, um meinem Körper auch auf Dauer etwas Gutes zu tun.

Tierarztbesuche

Aber nicht nur ich war gesundheitlich angeschlagen. Die liebe Flocke hatte Verletzungen an den Augen (erst nur auf einem, dann auch auf dem anderen), die vermutlich von ihrer wilden Art zu spielen herrühren. Die Bindehaut war zum Teil durchstoßen, was viele Tierarztbesuche und Medikamente zur Folge hatte.

Flocke
Die Augen mehrmals täglich einzusalben und das über zwei Monate hinweg war natürlich nicht gerade das Lustigste am Tag, aber es hat sich gelohnt

Das war natürlich kosten- und vor allem zeitintensiv, aber wir waren diese Woche bei der letzten Kontrolle, denn in den zwei Monaten konnte alles gut abheilen.

Ich hoffe nur, dass auf die kleine Maus keine schlimmeren Verletzungen zukommen. Denn wir können sie ja nicht vom Spielen abhalten….

Ein Wochenende voller Feste

Bei uns im Dorf war Oktoberfest – die „Weißwurstparty“. Dieses Mal kam mein Liebster mit und ich war fast überrascht, dass es ihm gefallen hat.

Und wie jedes Jahr im September haben wir in Eggenburg eine „Zeitreise ins Mittelalter“ gemacht. Leider war es an dem Wochenende sehr verregnet, wodurch wir nicht alle Schaustellungen sehen konnten, die wir wollten, aber das Spektakel „Ritterturnier“ konnten wir uns ansehen.

Film

Filmtechnisch kann ich über September und Oktober nicht viel sagen. Obwohl ich sogar einmal im Kino war. Mein Liebster und ich hatten unseren dritten „Kennenlerntag“ (wir feiern Jahrestage nicht wirklich, aber wir zelebrieren die Jährung unseres ersten Dates.

Dieses Jahr sind wir die Donau entlang spaziert und dann ins Kino. Da waren wir aber nicht lange, denn ich bekam Panik. Mein Liebster hatte „Ready or not – auf die Plätze, fertig, tot“ ausgesucht und ich hatte den Fehler gemacht, mir den Trailer nicht vorher anzusehen.

Denn im dunklen Kinosaal, in dem ich den Film ja nicht einfach mal pausieren kann, um kurz durchzuatmen, war mir die Vorstellung einfach zu viel.

Auch wenn mich das schlechte Gewissen etwas geplagt hat, sind wir raus und durch die halbe Stadt nach Hause spaziert. Der Abend lief anders als geplant, aber es war trotzdem schön und sobald wir das Kino hinter uns gelassen hatten, ging es mir auch schon ein gutes Stück besser.

Erste Begegnung mit Sebastian Fitzek

Ihr wisst, ich bin ein großer Bücherfreund und lese wahnsinnig gern! So habe ich natürlich schon vom Autor Sebastian Fitzek gehört, aber noch nie etwas von ihm gelesen. Bis jetzt. Denn ich habe in einem offenen Bücherschrank „Der Seelenfresser“ von ihm entdeckt und dachte mir, da könnte ich ja mal reinlesen. Zwar habe ich das Buch noch nicht fertig gelesen, aber ich glaube ich bin schockverliebt!

Wie waren die letzten Monate bei euch?

Gruß und Kuss

PiusLucius

Trotz Angststörung aufs Festival

Ein Festival kann eine echt coole Sache sein, wenn man das richtige für sich gefunden hat.

Wenn man allerdings eine Angststörung hat, kann so ein Festival aber eine sehr große Herausforderung werden.

Ich habe es gewagt und bin dieses Jahr aufs Nova Rock gefahren. Das letzte Mal war ich im Jahr 2015 dort.

Seither hat sich einiges in meinem Leben geändert. Zwischendurch ging es mir so mies, dass ich nicht mal mit den Öffis fahren konnte. Zu der Zeit war es unmöglich, auf eine Veranstaltung wie diese zu gehen und lange dachte ich, ich würde nie wieder auf ein Konzert oder gar ein Musik-Festival gehen können.

Aber ich wollte so gerne wieder auf ein Festival. Trotz meiner Probleme mit der Angst.

Mittlerweile geht es mir um ein gutes Stück besser, doch topfit ist meine Psyche in dieser Hinsicht trotzdem nicht. Gerade in Menschenmengen bin ich relativ anfällig für Panikattacken.

Deshalb konnte ich natürlich nicht unvorbereitet losfahren.

Wie ich euch bereits in einem älteren Beitrag erzählt hatte, war ich im Laufe der letzten Jahre immer wieder auf kleinen Konzerten und habe dort meine persönlichen Grenzen Schritt für Schritt erweitert. Auch bei anderen Veranstaltungen (oder einfach am Wochenende auf einer Einkaufsstraße) konnte ich „üben“.

Besonders seit dem Kauf der Tickets waren meine Gedanken oft bei meinen ganz persönlichen Vorbereitungen für das Festival und scheinbar waren diese nicht umsonst, denn bis auf einen kleinen Zwischenfall (in der Zuschauermenge überfiel mich einmal plötzlich die Angst, doch sobald ich aus dem regen Treiben etwas draußen war, konnte ich langsam wieder herunterfahren) lief alles sehr gut!

Deshalb möchte ich mit euch ein paar Punkte teilen, die ich befolgt habe und von denen ich überzeugt bin, dass sie auch dem einen oder anderen meiner Leser helfen könnte, trotz Angst eine so große Veranstaltung genießen zu können.

Sich gut vorbereiten

Ich habe ja schon erwähnt, dass ich mich auf das Festival besonders gut vorbereitet habe. Schließlich wollte ich so wenig Risiko wie möglich eingehen. Ich habe die Gegebenheiten des Geländes studiert und sowohl mit meinem Liebsten, als auch mit meiner Therapeutin besprochen, wo „Gefahren“ lauern können und wie ich mit verschiedenen Situationen umgehen kann.

Begleitung einweihen

Auf ein Festival fährt man selten alleine, besonders dann nicht, wenn man an einer Angststörung leidet.

Da ist es besonders wichtig, dass man seine Begleitung einweiht. Woher sollen die anderen denn wissen, was los ist und was zu tun ist, wenn man plötzlich eine Panikattacke bekommt?

Auch wenn es vielleicht etwas schwer fällt: Den Freunden Bescheid geben ist Gold wert, denn das Wissen, dass die anderen richtig reagieren können, gibt schon sehr viel Sicherheit.

Dieses Abenteuer bin ich mit meinem Liebsten und einem befreundeten Pärchen angegangen.

Mein Liebster weiß natürlich, wie es mit meinen Ängsten aussieht und obwohl meine beiden Freunde grundsätzlich wissen, dass ich mit der Angst das eine oder andere Problem habe, habe ich sie extra für das Festival noch einmal gebrieft.

Erprobte Skills mitnehmen

Skills sind eine tolle Sache, denn so werden (unter anderem) Gegenstände oder kleine Übungen, die einen in eine „akzeptable“ Anspannung bringen können.

Ein Festival ist für die meisten von uns eine Ausnahmesituation und da ist es durchaus empfehlenswert, die eine oder andere Sache mit dabei zu haben. Bei mir waren es zum Beispiel ein kleiner Knetball und ein Ätherisches Öl, welches ich mir auf ein Wattepad tropfe. Auch ein paar mentale Übungen trage ich in solchen Fällen quasi mit mir mit.

Was man mitnimmt sollte allerdings erprobt sein, denn im Falle einer Panikattacke sollte die Anwendung ihren Nutzen zeigen.

Einen Notfallplan bereit haben

Selbst für Menschen ohne Angststörung kann ein Festival sehr stressig werden. In dem Fall hat man aber eher selten einen Notfallplan an der Hand.

Für mich war ein solcher Plan allerdings sehr wichtig. Er gab mir viel Sicherheit, denn ich wusste in jedem Moment, dass ich, sollte es mir zu viel werden, ihn einfach nur Schritt für Schritt abgehen musste.

Ich wusste, in welcher Tasche ich meine Skills hatte und dass meine Freunde auch wusste, wo mein Notfallsmedikament war. Außerdem hatte ich eine Reihe von Telefonnummern (unter anderem von meiner Therapeutin), die ich anrufen konnte. Und auch die Möglichkeit nach Hause zu fahren bestand jederzeit.

Ruhepausen einplanen

Auch wenn es auf einem Festival eine gar nicht so leichte Aufgabe ist, zur Ruhe zu kommen, ist es wahnsinnig wichtig. Selbst wenn man kein Problem mit der Angst hat!

Wir haben uns für unser Lager ein Plätzchen relativ am Rand des Geländes gesucht und dort verbrachte ich auch regelmäßig Zeit damit, die Augen kurz zu zumachen, auch ohne zu schlafen, und meine Anspannung etwas abfallen zu lassen.

Wäre das nicht möglich gewesen und meine Anspannung wäre zu hoch geworden, wäre ich mit meinem Liebsten zum Auto und für ein oder zwei Stunden ein paar Kilometer vom Trubel weggefahren.

Feiern – aber ohne Alkohol

Alkohol (und auch andere, nicht legale Substanzen) kann die Stimmung verstärken. Es ist also keine gute Idee, etwas zu trinken, wenn man an posttraumatischen Belastungsstörungen oder einfach an einer Angststörung leidet.

Mit alkoholfreien Getränken macht das Feiern genauso Spaß!

Trotz Angststörung am Festival
Durch ein paar Maßnahmen konnte ich das Festival wieder richtig genießen!

Gruß und Kuss,

PiusLucius

„Kauft Leute“ – Kurzrezension

Kauft Leute

Kauft Leute – Jan Kossdorff

(unbezahlte Produktplatzierung – nähere Informationen am Ende des Beitrags*)

Titel: Kauft Leute

Autor: Jan Kossdorff

Milena Verlag

ISBN 978-3-902950-91

250 Seiten

Klappentext:

Kennen Sie das, wenn Sie etwas im Schaufenster anlächelt?

Am größten Shopping-Gelände vor der Stadt öffnet ein ganz neuer Markt seine Tore. Neu ist, dass seine Ware atmet, spricht und im Schaufenster posiert: HÜMANIA ist ein Kaufhaus, das Menschen anbietet.

Arbeiter, Liebhaber, Lebensmensch oder der ersehnte Nachwuchs – jeder bekommt hier was ihm oder ihr zum Glück fehlt.

Die Werbetexterin Caro braucht einen Neustart. Sie heuert bei dem massiv gehypten Megamarkt an – und muss sich bald die Frage nach ihrem eigenen Preis stellen.

So auch Christian. Der gestrandete Globetrotter tauscht seine Freiheit gegen einen Vertrag mit HÜMANIA. Und wird als Toyboy in eine Nobelvilla verkauft.

Eine Geschichte über die perfekte Vermarktung des Produktes Mensch und die Frage: Kann etwas, das vor aller Augenpassiert, trotzdem falsch sein?

„Gut“, sagte Christian, „in all den Fällen haben wir´s also mit klassischscheußlichen Partnerschaften zu tun, aber woran erkenne ich den anderen Typus? Dass er sein Spätzchen im Markt geholt hat?“ „Ich sag dir, woran du es merkst: Er wird es dir sagen! Jeder Mann, der das Geld für so ein Spielzeug hat, hat sich seine Frauen früher auch schon gekauft. Auf andere Art eben, und an anderen Orten. Er sieht keine Qualität darin, dass Leute glauben, sie wäre wirklich seine Freundin. Genauso wenig wie er sagen würde: ‚Schaut´s amoi, dieser Porsche ist mir zugelaufen, und weil er mich so gern hat, bleibt er bei mir!‘ Er hat den Wagen gekauft, weil er ihn besitzen wollte und ihn sich leisten kann, Gleiches gilt für sein Haser´l“

Mein Fazit:

Am Anfang war es für mich schwierig, mich in den Text einzufinden, aber ich war von Seite zu Seite mehr begeistert von „Kauft Leute“.

Es ist für mich ein wahnsinnig tolles Buch. Kossdorff hat es geschafft, mich an den richtigen Stellen zum Nachdenken zu bringen. Es ist Konsumkritik auf den Punkt gebracht.

Zwar waren nicht alle Protagonisten ganz so sympathisch, wie ich es mir sonst in Romanen wünsche, doch bei diesem Werk ist es auch gar nicht nötig, da die Protagonisten in dem Fall sogar austauschbar gewesen wären.

Ich schreibe übrigens ganz bewusst von mehreren Protagonisten, da der Roman aus mehreren Geschichten besteht, die am Schluss alle zusammen führen.

Die Geschichte hat mich gleich gefesselt, vielleicht weil sie genau so passieren könnte, wie sie von Kossdorff niedergeschrieben wurde. Vielleicht aber auch, weil es so absurd wirkt. Zumindest auf den ersten Blick… Erschreckend, aber ich würde es den Menschen zutrauen, schließlich ist auch jetzt im 21. Jahrhundert Sklaverei noch längst keine Vergangenheit…

Ich hatte das Buch sogar für meine Leseliste der mündlichen Matura aus Deutsch gewählt (ich durfte/musste noch nach dem alten System maturieren) und durfte „Kauft Leute“ bei meiner Prüfung vor dem Vorsitzenden interpretieren.

Ganz zart Beseitete sollten „Kauft Leute“ vielleicht mit etwas Vorsicht genießen, aber grundsätzlich würde ich sagen, dass man dieses Buch ab etwa 16 Jahren gut lesen kann und auch die Thematik versteht.

Welches Buch fandet ihr zuletzt einfach richtig gut?

Gruß und Kuss,

PiusLucius

(*Dieses Buch habe ich selbst erworben und ich stehe in keinerlei Verbindung zum Autor oder dem Verlag. Ich habe keinerlei Vorteile durch die Veröffentlichung dieses Beitrags.)

Karikaturmuseum & Museum Krems – ein kleiner Ausflug nach Krems an der Donau

Hallihallo ihr Lieben!

Endlich ist die Matura vorbei, und auch wenn nicht alles so gelaufen ist, wie ich es mir gewünscht hatte, bin ich wahnsinnig froh darüber. So viel Last, die von meinen Schultern gefallen ist. Und endlich kann ich wieder mehr Zeit mit meinem Liebsten verbringen.

Wir wollten unbedingt einen Ausflug machen und so entschieden wir uns für Krems an der Donau.

Von unserem Sommerdomizil aus braucht man dort hin etwa 30 Minuten … wenn man nicht gerade durch den Freund verwirrt wird, der behauptet, man hätte die falsche Abfahrt genommen (rückblickend gesehen hätten wir beide nehmen können, aber gut, so sind wir halt ein Stück zurück und haben die andere Abfahrt genommen).

In Krems angekommen parkten wir das Auto im Einkaufszentrum „Mariandl“ und erledigten gleich ein paar Besorgungen.

Das Karikaturmuseum

Zu Fuß gingen wir dann die etwa 1,8km zum Karikaturmuseum (Steiner Landstraße 3a, 3500 Krems an der Donau) und zückten unsere Niederösterreich-Cards (einmaliger freier Eintritt statt 9,00 bzw. 10,00 Euro). Bei meinem Liebsten klappte alles ohne Probleme doch bei mir zeigte das Gerät an, dass meine Karte nicht gültig sei. Dabei hatte ich sie dieses Jahr doch schon verwendet? Die Dame am Schalter war allerdings sehr freundlich und akzeptierte den Rechnungsbeleg der Karte und notierte einfach ein paar Daten in einem Heft.

So konnten wir dann, auf zwei Stockwerke aufgeteilt, Kunstwerke unter anderem von Sokol oder Deix betrachten. Ich muss zugeben, ich habe mich länger nicht mehr mit Karikaturen beschäftigt. Das letzte Mal wohl im Unterricht im Fach „Bildnerische Erziehung“ und seien wir uns mal ganz ehrlich, was man lernen MUSS macht gleich weniger Spaß…

Auf alle Fälle eine sehr interessante Ausstellung, die auch zum Selbst-zeichnen anregt. Dazu hat man dort auch mit Anleitungsmaterial die Möglichkeit – eine sehr nette Idee, wie ich finde.

(Das Karikaturmuseum war übrigens unser Favorit des Tages!)

Museum Krems

Nach einer kleinen Stärkung spazierten wir in die Innenstadt zum Museum Krems (Körnermarkt 14, 3500 Krems an der Donau). Am Empfang wieder das Problem mit den Karten (einmaliger freier Eintritt statt 7,50 Euro) … Diesmal wollte die Karte meines Liebsten aber nicht funktionieren. Diesmal dauerte der Prozess ein bisschen länger, wir durften im Endeffekt aber ins Museum.

Große Teile des ehemaligen Dominikanerklosters wurden in ein Museum verwandelt, in dem man spannendes über die Geschichte von Krems, dem Maler Martin Johann Schmidt (ein Kremser Künstler aus dem Spätbarock/Rokoko), den Weinbau und Handwerk, und natürlich den Kremser Senf erfahren konnte.

Die Innenstadt

Auf meinen Wunsch hin bestritten wir den Weg zurück zu einem großen Teil durch die Innenstadt. Die Gebäude und die Atmosphäre hatten eine magische Anziehungskraft auf mich. Da machte mir auch das Gewusel der Menschen weniger aus als sonst.

Wart ihr schon mal in Krems? Was müssen wir uns noch unbedingt ansehen?

Gruß und Kuss,

PiusLucius

6 Sonntagsrituale für eine produktive Woche

Hallo ihr Lieben!

Die letzten Monate und Jahre hat sich einiges bei mir getan. Früher war ich einfach eine faule Socke und um ganz ehrlich zu sein, ich bin immer noch gerne faul. Aber mittlerweile habe ich auch Freude an der Produktivität gefunden und weil es mir sehr hilft, habe ich ein paar Rituale entwickelt, mit denen es mir leichter fällt organisiert und produktiv zu sein.

Einige davon haben am Sonntag ihren Platz. Mit ihnen habe ich übrigens auch diese Furcht vor dem Montag verloren, schließlich bin ich damit super vorbereitet. Der Sonntag ist für dadurch für mich zu einem der wichtigsten Tage geworden.

  1. Woche planen

Als erstes werfe ich einmal einen Blick in meinen Kalender. Termine, die noch nicht fix eingetragen waren, markiere ich mit meinem Farbsystem. Ich suche mir raus, wann ich welchen Zug nehmen muss, um an mein Ziel zu kommen und zwischen meine Termine trage ich die To Do´s ein, die in dieser Zeit erledigt gehören.

  1. Ziele für die Woche festlegen

Wie ihr wisst, habe ich Jahresziele, die auf einem großen Traum beruhen. Diese breche ich mir auf in Monatsziele und diese wiederum in Wochenziele.

Wenn ich das Grundgerüst meiner Woche habe, überlege ich, welche Prioritäten beziehungsweise Ziele ich mir in der kommenden Woche setzen will. Ziele setze ich mir übrigens immer 3-5. Nie mehr, denn wenn die Liste zu lang ist, dann stresst das nur und man kommt nicht so gut weiter. Wenn ich meine Ziele erreicht habe und trotzdem noch genug Zeit ist, dann kann ich den Rest der Woche entspannen, oder schon ein bisschen vorarbeiten.

  1. Tasche aufräumen

Im Laufe der Woche sammelt sich bei mir immer eine Unmenge an Blödsinn in meiner Tasche an. Deshalb räume ich sie am Ende der Woche einfach alles raus und nur das wieder ein, was auch rein gehört. Ich mach das gerne am Abend und packe die Tasche gleich für den nächsten Tag. So brauche ich sie nur nehmen und mir keine großen Gedanken mehr darum machen, ob ich auch alles dabei habe.

  1. Kleingeld in die Spardose

Oft finde ich in meiner Tasche schon einiges an Kleingeld (das Münzfach meiner Geldbörse ist irgendwie nicht so recht für Münzen geeignet, deshalb fallen immer welche raus). Das kommt in meine Spardose. Aber eben auch das Kleingeld aus der Geldbörse kommt spätestens am Sonntag raus. So sammelt sich auf Dauer eine gar nicht so schlechte Summe an. Ich verbinde das meist auch gleich damit, die Rechnungsbelege und Schmierzettel auszusortieren, die ich unterwegs einfach achtlos hinein stopfe.

  1. Vorarbeiten

Je nachdem, was mich in der kommenden Woche für Aufgaben erwarten, arbeite ich gerne schon ein bisschen vor. So kann es sein, dass ich Emails schon am Sonntag verfasse, aber erst unter der Woche verschicke. Manchmal bereite ich Lernpläne vor und manchmal arbeite ich an meinem Redaktionsplan für den Blog.

Die Aufgaben sehen da also zum Teil sehr unterschiedlich aus, aber wenn sie erledigt sind, fühlt es sich immer gleich viel besser an.

  1. Haushalt

Ein Punkt in meinen Sonntagsritualen, der noch sehr neu ist, aber ich habe jetzt schon das Gefühl, dass er viel bringt und deshalb erzähle ich euch davon.

Ich nehme mir immer einen bestimmten Bereich vor, den ich am Sonntag erledigt haben möchte. Das kann sein „Schreibtisch aufräumen“, „Regal sortieren“, „Kleidung ausmisten“, „Staub wischen“ oder aber auch einfach 30 Minuten, in denen ich lauter Kleinkram aufräume und erledige. So muss ich unter der Woche auf eine Sache weniger achten und da das Jahr 52 Sonntage hat, summiert sich die Arbeit. Auch wenn man nur 20 oder 30 Minuten etwas macht.

 

In Summe brauche ich für diese Rituale maximal eine Stunde, doch sie helfen mir wahnsinnig, organisiert durch die Woche zu gehen. Der Rest des Sonntags gehört dann mir und meinen Liebsten. Er ist mein freier Tag, an dem ich (bis auf Prüfungsphasen) einfach mache, worauf ich Lust habe und meine Freizeit genieße.

 

Gruß und Kuss,

PiusLucius